Drucken

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Es bilden sich weiße Flecken auf der Haut? Dahinter kann die Hautkrankheit Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) stecken. Mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapien


Die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) macht sich mit hellen, pigmentarmen oder pigmentfreien Stellen auf der Haut bemerkbar

Was ist Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)?

Bei der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) kommt es stellenweise zu einem Verlust des braunen Hautpigments Melanin. Die Ursachen dieser Pigmentstörung sind nicht genau bekannt. Neben einer erblichen Veranlagung spielt möglicherweise eine Fehlregulation des Immunsystems eine Rolle. (Mehr zu den Entstehungs-Theorien lesen Sie im Kapitel Ursachen).

Vitiligo ist nicht ansteckend. Die Hautveränderungen an sich stellen normalerweise auch kein gesundheitliches Problem dar. Viele Patienten empfinden sie jedoch als kosmetisch störend. Leider haben Betroffene auch immer noch mit Vorurteilen in ihrer Umgebung zu kämpfen. Selbsthilfegruppen zu Vitiligo bieten Unterstützung, viele hilfreiche Informationen und Austausch an (siehe Links am unteren Seitenrand).


Wer ist betroffen?

Schätzungen zufolge leidet rund ein Prozent der Bevölkerung an der Weißfleckenkrankheit. Sie tritt bei allen Hauttypen und allen Altersgruppen auf. Am häufigsten beginnt Vitiligo zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr. In einigen Fällen geht die Weißfleckenkrankheit mit anderen Erkrankungen, wie Schilddrüsenstörungen oder Diabetes mellitus einher.


Frau Angela Unholzer

Unsere Expertin: Dr. med. Angela Unholzer

Welche Symptome verursacht Vitiligo?

Typisch für Vitiligo sind weiße, weniger pigmentierte oder unpigmentierte, unregelmäßig geformte Hautflecken. Sie können sich prinzipiell an jeder Körperstelle bilden. Häufig beginnt die Krankheit im Gesicht, an Händen oder Füßen. Auch Schleimhäute und behaarte Haut können betroffen sein. (Genaueres zu den Krankheitszeichen erfahren Sie im Kapitel Symptome).

Wichtig zu wissen: Hinter hellen Hautflecken stecken manchmal auch andere Ursachen, beispielsweise bestimmte Hautpilzinfektionen. Deshalb sollte man Hautveränderungen immer vom Arzt untersuchen lassen.

Wie wird Vitiligo behandelt?

Vitiligo ist nicht heilbar, aber behandelbar. Ärzte setzen vorwiegend Lichttherapie (Phototherapie) ein. Dabei wird die Haut mit Licht spezieller Wellenlänge bestrahlt. Das kann die Pigmentbildung anregen. Zur Therapie stehen außerdem Salben mit Kortison und anderen Wirkstoffen zur Verfügung. Wichtig ist ein guter Sonnenschutz. Denn die depigmentierte Haut ist den UV-Strahlen der Sonne besonders schutzlos ausgesetzt. Mehr Informationen lesen Sie im Kapitel Therapie.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




Bildnachweis: W&B/Privat, F1 online/Emilio Ereza/AGE
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6

Mehr Informationen im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 09.07.2014, erstellt am 19.04.2012
Bildnachweis: W&B/Privat, F1 online/Emilio Ereza/AGE

Arzt bewerten und so 1 Euro spenden

Helfen Sie anderen, einen guten Arzt zu finden. Für jede Arztbewertung spendet die Weisse Liste 1 Euro an die Stiftung "Humor hilft heilen" »

Jetzt mitmachen »

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren  »

Symptome

Hilfe, Hautausschlag!

Flecken, Bläschen, Knötchen – die Ursachen können vielfältig sein »

Ursachen von Haarausfall

Was den Haarausfall bei Frauen und Männern bremsen kann »

Spezial

Die Haut

Funktion, Pflege, Hauttypen, Hautprobleme – Wissenswertes über unser größtes Sinnesorgan »

Der große Körpercheck

Testen Sie sich online

Überprüfen Sie Ihren Körper interaktiv in Sachen Gesundheit »

Vorsorge-Rechner

Welche Vorsorgeuntersuchung steht Ihnen zu? Unser Online-Rechner sagt es Ihnen »

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages