Skidaumen (Seitenbandriss des Daumens)

Der Skidaumen – ein Bänderriss am Daumen – ist häufig Folge einer Sportverletzung. Das innere Seitenband des Daumen-Grundgelenks reißt ein oder komplett ab. Die Behandlung erfolgt meist per Operation oder selten mit Schiene
aktualisiert am 15.03.2017

Einen Skidaumen – eine Seitenbandruptur des Daumens – kann man sich beim Skifahren, bei anderen Sportarten wie Ballsport oder bei Unfällen einhandeln

Jupiter Images GmbH/Thinkstock, Thinkstock/Pixland

Was ist ein Skidaumen?

Ein Skidaumen entsteht häufig bei einem Sportunfall – wenn der Daumen "nach außen" hin stark überdehnt, also übermäßig von der Hand abgespreizt wird.

Dabei reißt das innere Seitenband des Daumens ein. Dieses Band stabilisiert das Daumen-Grundgelenk auf der "Innenseite" des Daumens, also der Seite, die dem Zeigefinger benachbart ist. Nach dem Namen des verletzten Bandes heißt der Skidaumen medizinisch "Ruptur (also Riss) des ulnaren Kollateralbandes".

Skifahrer trifft es besonders leicht: Wenn sie stürzen, verfangen sie sich mit ihrer Hand oft ungünstig in der Schlaufe ihres Skistocks. Aber zum Skidaumen – der Seitenbandruptur des Daumen – kommt es nicht nur beim Skifahren. Unfälle bei anderen Sportarten wie Basketball, Volleyball, Fußball oder Unfälle im Alltag können ebenfalls die Ursache sein.


Beratender Experte: Dr. Michael Ruggaber, Facharzt für Plastische- und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie

W&B/Privat

Welche Symptome sind typisch?

Bei einem Seitenbandriss des Daumens kommt es üblicherweise zu einer schmerzhaften Schwellung und einem Bluterguss an der verletzten Stelle, also an der Daumenwurzel. Der Daumen lässt sich manchmal ungewöhnlich stark seitlich abspreizen.

In den meisten Fällen ist kraftvolles Zupacken nicht mehr möglich – das instabile Daumen-Grundgelenk gibt bei Belastung nach. Genauere Informationen zu den Anzeichen eines Skidaumens lesen Sie im Kapitel Symptome.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Der Arzt diagnostiziert die Bandverletzung, indem er den betroffenen Daumen zunächst äußerlich untersucht. Zudem ordnet er Röntgenaufnahmen an, um etwaige Brüche oder Knochenausrisse festzustellen. Ebenso können Röntgenaufnahmen unter Aufdehnung des Grundgelenkes ("gehaltene Aufnahmen") angefertigt werden, um die Stabilität des Bandes zu beurteilen.

Behandlung bei Skidaumen – mit oder ohne Operation?

Je nach Schwere der Verletzung lässt sich der Bänderriss entweder konservativ, also durch Schienen, Tape-Verbände und Bewegungstherapie oder operativ behandeln. Mehr Informationen zur Behandlung des Skidaumens lesen Sie im Kapitel Therapie.

Bleibt der Skidaumen ohne geeignete Behandlung, können sich ungünstige Spätfolgen einstellen: Fehlstellungen oder eine bleibende Instabilität des Daumen-Grundgelenks.


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Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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