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Schwellungen und Knoten an den Händen

Was hinter Knubbeln oder Knötchen an den Fingern und der Hand, geschwollenen Gelenken mit und ohne Schmerzen oder Verformungen der Hände stecken kann. Mehr über Ursachen und Therapie

Hände im Schoß

Dicke Hände, knotige Gelenke, steife Finger – die Ursachen sollte immer ein Arzt abklären

Überblick über das Symptom und mögliche Ursachen

 

Unsere Hände sind ständig aktiv. Selbst wenn wir ruhig sitzen, dauert es, je nach Temperament, nicht lange, bis die Finger sich wieder bewegen. Wir brauchen die Hände in allen Lebenssituationen – mit ihrer Beweglichkeit, Reaktionsschnelle, Sensibilität, Kraft, Sicherheit. Und dabei haben wir sie auch noch fast ständig im Blick. Hände erzählen Lebensgeschichten, verraten Gewohnheiten und geben Hinweise auf Erkrankungen. Jede Veränderung fällt auf, weil sie rein äußerlich stört oder sich als hinderlich bei all den selbstverständlichen Griffen erweist. Geschwollene, verdickte Stellen, unschöne Knubbel, schmerzende Knoten oder verformte Gelenke sind nicht nur lästig, sondern können die Betroffenen im Alltag erheblich einschränken.

Für Schwellungen oder Verformungen an den Händen sind in erster Linie Gelenkentzündungen wie entzündliches Rheuma oder Gelenkverschleiß, eine Arthrose, verantwortlich. Auch eine Stoffwechselerkrankung wie die Gicht oder gutartige Zysten bzw. Tumore kommen als Auslöser infrage. Die Ursachen können harmlos, aber auch Ausdruck ernsthafter Erkrankungen mit weitreichenden Folgen sein.


Mögliche Ursachen auf einen Blick:

 

  • Arthrose der Finger- und Handgelenke (Polyarthrose)
  • Entzündliches Rheuma (rheumatoide Arthritis, Polyarthritis)
  • Psoriasis-Arthritis
  • Gelenkentzündungen nach bakteriellen Infektionen (reaktive Arthritis)
  • Gicht
  • Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen wie systemischer Lupus erythematodes oder Sklerodermie)
  • Überbein (Ganglion), gutartige Tumoren
  • Sehnenscheidentzündungen (Quervain’sche Tenosynovitis)
  • Dupuytren’sche Erkrankung oder Kontraktur


Ein Großteil der Ursachen gehört in die vielfältige Gruppe rheumatischer Erkrankungen. Arthrose, Gicht und die Kollagenosen beispielsweise sind diesem sogenannten rheumatischen Formenkreis zugeordnet. Er umfasst schmerzhafte Erkrankungen im Bewegungs- und Stützsystem unseres Körpers, zu dem Knochen, Knorpel, Muskeln, Sehnen und Bänder zählen. Ob die Schwellungen oder Knoten an den Händen schmerzen oder nicht, kann deshalb schon ein erster Wegweiser für die Diagnose sein. So unterscheiden Mediziner zwischen entzündlichen Erkrankungen der Gelenke (Arthritis) und Verschleißerkrankungen (Arthrose). Wobei die Krankheitsfolgen häufig ineinandergreifen und sich gegenseitig bedingen können. Die harten Knubbel bei Polyarthrosen zum Beispiel bereiten häufig keine Beschwerden, können aber mit Entzündungen einhergehen und dann schmerzen. Schmerzende Schwellungen sind oft ein Hinweis darauf, dass sich bestimmte Bereiche entzündet haben. Im Verlauf einer rheumatischen Erkrankung kann es zu ausgeprägten Verformungen kommen und Hände wie Finger sind dann mitunter nur mehr eingeschränkt beweglich.

Eine Arthritis kann auch die Folge einer Infektion mit Bakterien oder Viren sein. Die Gelenkentzündung tritt dann akut einige Tage beispielsweise nach einer Darm-, Harnwegs- oder Atemwegsinfektion auf und äußert sich in Schwellungen und Schmerzen vor allem an Beinen und Hüfte, aber mitunter auch in dick geschwollenen Fingern.

Gutartige Wucherungen können im Bereich der Gelenkkapseln und der Sehnenscheiden entstehen wie die Ganglien (Knötchen häufig an der Außen- oder Innenseite des Handgelenks) oder innerhalb der Fingerknochen der Hand wie das Enchondrom, das sich in Schwellungen um den Knochen zeigt. Auch sie können mit oder ohne Schmerzen einhergehen. Knotige oder strangförmige Bindegewebswucherungen in der Handinnenseite führen bei der Dupuytren’schen Erkrankung zu Verkrümmungen von Hand und Fingern.

Entzündungen oder Engpässe an den Nervensträngen, die für die Hände zuständig sind, sind in diesem Beitrag nicht mit aufgeführt, da sie sich zunächst vor allem in Kribbeln und Taubheitsgefühlen bemerkbar machen, so wie das Karpaltunnelsyndrom. Ähnlich ist das Beschwerdebild beim Kubitaltunnelsyndrom, bei dem sich zudem in einem späteren Stadium der Erkrankung der kleine und der Ringfinger verformen können („Krallenhand“). Der Engpass liegt hier allerdings weiter oben, am Ellbogen.

 

Mehr zu den Hauptursachen in den folgenden Kapiteln (siehe Kapitellinks oben). Ein kurzer Blick vorab auf Hände und Finger hilft, besser zu verstehen, wo sich krankhafte Veränderungen abspielen.

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


www.apotheken-umschau.de; 07.07.2009, aktualisiert am 09.03.2010
W&B/Silvia Lammertz

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