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Kreatinin: Abbauprodukt des Kreatins

Wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist, steigt der Kreatininwert im Blut


Der Blutwert kann einen Nierenschaden anzeigen

Was ist Kreatinin?

Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatin. Kreatin kommt fast ausschließlich in den Skelettmuskeln vor, die die Substanz als Energiespeicher für die Muskelarbeit benötigen. Etwa ein bis zwei Prozent des Kreatins werden pro Tag zu Kreatinin abgebaut. Kreatinin hat im Organismus keine Funktion und wird über die Nieren ausgeschieden.    

Wann steigt der Wert?

Weil Kreatinin über die Nieren ausgeschieden wird, steigt das Kreatinin im Blut, wenn die Nierenfunktion nachlässt. Allerdings wird der Kreatininanstieg erst messbar, wenn die Filterleistung der Niere schon um mindestens 50 Prozent abgenommen hat. Zur Früherkennung eines beginnenden Nierenschadens ist die Kreatininbestimmung daher nicht geeignet.


Welcher Wert ist normal?

Als normal gelten folgende Kreatinin-Werte:

 

Männer: bis 1,3 mg/dl

Frauen: bis 1,1 mg/dl 

 

Der Kreatininwert lässt nur bedingt einen Rückschluss auf die Schwere eines Nierenschadens zu. Das liegt daran, dass der Körper Kreatinin bei eingeschränkter Nierenfunktion auch über den Darm ausscheidet.  

In Kürze: Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffs Kreatin. Weil Kreatinin über die Nieren ausgeschieden wird, steigt seine Konzentration im Blut, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist. Zur Früherkennung eines Nierenschadens eignet sich Kreatinin nicht.

 

Eine Million Filter in jeder Niere    

In den Nierenkörperchen, von denen jede Niere eine Million besitzt, werden die Harnbestandteile aus dem Blut in den Urin gefiltert – darunter auch das Kreatinin. Lässt die Nierenfunktion nach, bleibt vermehrt Kreatinin im Blut, und der Kreatininwert steigt.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 17.10.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/Jörg Neisel, PhotoDisc/RYF

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