Was ist GPT?
Die GPT ist ein Enzym, dass der Körper benötigt, um eine Aminosäure abzubauen. Es kommt vor allem in der Leber vor, aber auch im Skelett- und Herzmuskel. Vor allem das Zytoplasma – die Zellflüssigkeit – der Leberzellen enthält viel GPT. Die GPT gehört somit neben der γ-GT und der GOT zu den sogenannten Leberwerten.
Wann steigt der Wert?
Gehen Leberzellen zu Grunde, tritt die GPT aus ihnen aus und gelangt in das Blut. Ein erhöhter Wert im Serum weist also auf einen Leberschaden hin, etwa durch chronischen Alkoholkonsum oder durch eine Hepatitis. Auch bestimmte Medikamente belasten die Leber und können so die GPT erhöhen. Da die GPT nur langsam abgebaut wird, ist ihre Auslenkung lange zu messen, auch wenn der Schaden bereits rückläufig ist.
Welcher Wert ist normal?
Je nach Analysemethode liegt der Normalwert bei Männern bis 50 U/l, bei Frauen bis 35 U/l. Die Einheit U/l für Unit pro Liter beschreibt die Aktivität eines Enzyms innerhalb eines Volumens.
In Kürze:
GPT ist ein Enzym, das vor allem bei Leberschäden ansteigt. Es kann lange erhöht bleiben. Auch bei Muskelerkrankungen kann die GPT klettern.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Christian Guht / www.apotheken-umschau.de; 12.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011
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