Tumormarker sind biochemische Stoffe, die normalerweise nur in geringen Mengen oder gar nicht nachweisbar sind. Liegen sie in erhöhter Konzentration im Blut vor, kann das eine gut- oder bösartige Krankheitsentwicklung anzeigen. Vorhandensein eines Tumormarkers ist also nicht immer gleichbedeutend mit Krebs. Außerdem bilden nicht alle Tumoren Marker. Der Arzt kann die Werte zur Überwachung einer Krebsbehandlung heranziehen, gelegentlich auch zur Diagnose. CA 15-3 kommt unter anderem in Verbindung mit Brustkrebs vor.
Was ist CA 15-3?
Der sogenannte Tumormarker CA 15-3 (CA = Cancer Antigen, Krebsantigen) ist ein Zucker-Eiweiß-Molekül, das sich natürlicherweise in den Lungenbläschen und in Milchgängen der Brustdrüsen findet. CA 15-3 wird aber auch von anderen Zelltypen gebildet, etwa wenn sie sich entzünden oder bösartig verändern. Obwohl ein Marker für Brustkrebs, kann dieser Blutwert also auch unter anderen Voraussetzungen ansteigen.
Welcher Wert ist normal?
Der normale Referenzbereich von CA 125 umfasst Werte bis 30 U/ml (Units [= Einheiten] pro Milliliter Blut).
Wann steigt der Wert?
Ärzte kontrollieren CA 15-3 mitunter im Zusammenhang mit Brustkrebs, meist aber nur in bestimmten Situationen. Sowohl zur Früherkennung als auch zur Nachsorge nach der Erstbehandlung sind andere Untersuchungsverfahren üblich.
Der CA 15-3-Wert kann auch bei Eierstockkrebs, Lungen-, Magen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht sein, ferner bei Leber- und Gallengangskrebs.
Zudem lassen sich bei gutartigen chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Lungen, Leber, Bauchspeicheldrüse und des Magen-Darm-Traktes erhöhte CA-15-3-Werte im Blut feststellen, nicht zuletzt auch bei Leberverhärtung (Leberzirrhose). Patienten, deren Nieren nicht mehr richtig arbeiten und die daher regelmäßig eine Blutwäsche (Dialyse) benötigen, weisen ebenfalls oft erhöhte CA-15-3-Konzentrationen im Blut auf. Außerdem steigt der Wert im letzten Schwangerschaftsdrittel an.
Erhöhte CA-15-3-Werte allein sagen also wenig aus. Der Arzt beurteilt den Parameter stets im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsbefunden.
Wann ist der Wert zu niedrig?
Für den Tumormarker CA 15-3 gibt es keine zu niedrigen Werte. Nur erhöhte Messergebnisse oberhalb des Referenzbereiches (siehe oben) können eine Erkrankung anzeigen.
Kurz gesagt:
Tumormarker allein sind in der Regel nicht aussagekräftig. Der Arzt bewertet sie immer zusammen mit weiteren Untersuchungsergebnissen. CA 15-3 tritt unter anderem in Verbindung mit Brustkrebs auf. Der Wert wird mitunter zur Verlaufskontrolle in besonderen Situationen bei dieser Erkrankung eingesetzt.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Sie müssen im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.
Dr. med. Dunja Voos / www.apotheken-umschau.de; 03.01.2012, aktualisiert am 03.01.2012
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