Der Zentaur Chiron – halb Mensch, halb Pferd – soll sich gut mit Heilpflanzen ausgekannt haben. Eines Tages hat das Fabelwesen aus der griechischen Mythologie einen Pfeil in den Huf bekommen. Doch das Geschöpf konnte mit einer Pflanze, dem Tausendgüldenkraut, die Wunde heilen. Aus dieser Sage soll der lateinische Name des Gewächses – Centaurium – entstanden sein.
Das Tausendgüldenkraut sieht mit seinen rosaroten Blütchen sehr hübsch aus, schmeckt aber ganz schön bitter. In der Pflanze stecken nämlich Bitterstoffe. Die fördern den Appetit und regen die Magensäurebildung an. Daher hilft die Heilpflanze bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl.
Das wussten schon Heilkundige in der Antike, aber auch hierzulande wurde das Tausendgüldenkraut als Mittel gegen Magenbeschwerden sehr geschätzt: Die deutsche Bezeichnung soll sich aus dem Ausdruck "Tausend Gulden wert" ableiten.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.08.2005, aktualisiert am 20.07.2010
Bildnachweis: panthermedia/Andreas Scholz
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