Altersflecken (Lentigines seniles / Lentigines solares)

Altersflecken kommen durch Pigmentablagerungen in der Haut zustande und sind harmlos. Je älter ein Mensch wird und je mehr UV-Strahlen er ausgesetzt war, desto eher bekommt er die Flecken

aktualisiert am 21.05.2014

Altersflecken prägen so manches Gesicht. Wen sie stören, der kann die Pigmentflecken entfernen lassen

Shotshop/Jan Gropp

Was sind Altersflecken?

Bei Altersflecken handelt es sich um eine gutartige und daher harmlose Pigmentstörung in der Haut. Mediziner bezeichnen diese Flecken als Lentigines seniles (Einzahl: Lentigo senilis) oder Lentigines solares (Einzahl: Lentigo solaris).

Wie der Name schon andeutet, treten die Pigmentflecken im Alter verstärkt auf. Hautärzte beobachten sie gehäuft bei Menschen ab 40 Jahren, bei der Generation 60plus gehören sie schon zum Normalfall. Doch auch jüngere Menschen können bereits Altersflecken bekommen.

Lentigines bilden sich bevorzugt an Hautstellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind – also auf den Handrücken, an den Unterarmen, im Gesicht und am Dekolleté. Die Flecken sehen gelblich-braun bis dunkelbraun aus. Sie können winzig klein sein, aber auch ein paar Zentimeter groß werden. Die Form reicht von rundlich, über oval bis hin zu einem unregelmäßig begrenzten Fleck. Im Gegensatz zu Sommersprossen verblassen Altersflecken im Winter kaum.


Frau Angela Unholzer

Beratende Expertin: Dr. med. Angela Unholzer, Fachärztin für Dermatologie

W&B/Privat

Wie entstehen Altersflecken?

In den Zellen der Oberhaut befindet sich das bräunliche Pigment Melanin. Wird die Haut – zum Beispiel im Sonnenlicht oder in Solarien – ultravioletter (= UV-) Strahlung ausgesetzt, nimmt der Pigmentgehalt der Haut zu und sie färbt sich bräunlich. Kommt die Haut länger nicht mit UV-Licht in Kontakt, sinkt die Menge des Melanin-Pigments wieder ab. Die Haut wird blasser. Melanin schwächt die ultravioletten Strahlen der Sonne ab, wenn diese in tiefere Hautschichten vordringen und schützt die Hautzellen dadurch vor den schädlichen Effekten des Sonnenlichts.

Wirken UV-Strahlen jedoch über Jahrzehnte hinweg auf die Haut ein, können sogenannte chronische Lichtschäden auftreten. Dazu zählen auch Altersflecken. Sie  entstehen, weil sich die Oberhaut im Laufe der Zeit unregelmäßig verdickt und vermehrt Melanin einlagert. Neben dieser harmlosen Alterserscheinung gehört weißer Hautkrebs, ebenso wie schwarzer Hautkrebs, zu den weitaus schlimmeren Folgen von UV-Strahlung.

Hautkrebs durch Altersflecken?

Altersflecken sind völlig harmlos. Krebs entsteht aus ihnen nach derzeitigem Wissensstand nicht. Allerdings sehen Altersflecken manchmal einer bestimmten Form des schwarzen Hautkrebses – der sogenannten Lentigo maligna – sehr ähnlich. Selten kann auch eine aktinische Keratose (eine Frühform von weißem Hautkrebs) einem Altersfleck ähneln. Jedoch nur, wenn dabei Melaninpigment in die veränderten Zellen einlagert wird und dieser "weiße" Hautkrebs deshalb bräunlich erscheint.

Wichtig: Jegliche Hautveränderung, die neu auftritt und mit der Zeit womöglich noch ihr Aussehen ändert, sollte daher unbedingt rasch von einem Hautarzt abgeklärt werden.

Wie lassen sich die Pigmentflecken entfernen?

Eigentlich muss diese Alterserscheinung nicht behandelt werden. Manche Menschen empfinden sie jedoch als Schönheitsmakel und möchten die Flecken deshalb entfernen lassen. Prinzipiell gibt es dafür verschiedene Methoden. Die Lasertherapie gilt als besonders effektiv (mehr dazu im Kapitel Therapie).


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Bildnachweis: W&B/Privat, Shotshop/Jan Gropp
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