Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Zofran 4mg Filmtabletten

Präparat:

Zofran 4mg Filmtabletten

Darreichungsform:

Filmtabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Ondansetron (HCl, 2 H2O)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Zofran 4mg Filmtabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Zofran 4mg Filmtabletten" enthält den Wirkstoff Ondansetron, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten und Mittel gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen (Antiemetika).
Ondansetron wird üblicherweise in Salzform als Ondansetronhydrochlorid (Dihydrat) angewendet.
Ondansetron ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Ondansetron zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
- Filmtabletten oder Schmelztabletten enthaltend 4 mg oder 8 mg Ondansetron als Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat,
- Lösung enthaltend 4 mg Ondansetron als Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat in 5 ml (0,8 mg/ml).
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Ondansetron wird angewendet zur
- Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, die durch Zytostatika (in der Krebsbehandlung eingesetzte Arzneimittel) und Strahlenbehandlung hervorgerufen werden.
- Behandlung und Vorbeugung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Zofran 4mg Filmtabletten" beachten?
2.1 "Zofran 4mg Filmtabletten" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von "Zofran 4mg Filmtabletten" sind.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Zofran 4mg Filmtabletten" ist erforderlich,
- bei der Behandlung von Patienten, die früher bereits Überempfindlichkeitsreaktionen gegen einen anderen 5-HT3-Antagonisten entwickelt haben.
- bei Auftreten von Atembeschwerden, da diese Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können (medizinische Überwachung und symptomatische Behandlung der Beschwerden erforderlich).
- bei der Behandlung von Patienten mit stark verminderten Verdauungsbewegungen des Darms, da "Zofran 4mg Filmtabletten" die Bewegungen des Dickdarms noch weiter vermindern können.
- bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die eine hepatotoxische Zusatztherapie (Arzneimittel, die zu einer Schädigung der Leber führen können) erhalten; hier sollte die Leberfunktion eng überwacht werden.
Die Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln verborgene Blutungen verdecken. Daher sollten betroffene Patienten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden.
Hinweis zu intravenös verabreichtem Ondansetron, dem Wirkstoff von "Zofran 4mg Filmtabletten": Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom sollen nicht mit intravenös verabreichtem Ondansetron behandelt werden. Bei Patienten, bei denen sich ein verlängertes QT-Intervall oder eine Herzrhythmusstörung entwickeln kann, soll Ondansetron mit Vorsicht angewendet werden. Dazu gehören Patienten mit Elektrolytstörungen, Herzinsuffizienz, Bradyarrhythmien sowie Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die Elektrolytstörungen hervorrufen. Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie soll vor der Anwendung von Ondansetron korrigiert werden. Ondansetron soll mit Vorsicht angewendet werden, wenn es zusammen mit Zytostatika oder anderen Arzneimitteln gegeben wird, die das QT-Intervall verlängern.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile:
Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Arzneimittel zum Einnehmen können Aspartam (als Quelle für Phenylalanin) enthalten und kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie. Für Patienten mit Phenylketonurie stehen nichtaspartamhaltige Darreichungsformen zur Verfügung.
Lösungen zum Einnehmen enthalten üblicherweise Konservierungstoffe.
2.2.a Kinder
Bei Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m2 bzw. mit einem Körpergewicht bis zu 10 kg steht Ondansetron-haltige Lösung (4 mg/5 ml) zur Verfügung.
Das Nebenwirkungsprofil von Ondansetron bei Kindern und Jugendlichen ist mit dem bei Erwachsenen beobachteten Nebenwirkungsprofil vergleichbar.
2.2.b Ältere Patienten
Wirksamkeit und Verträglichkeit waren bei Patienten über 65-jährigen ähnlich wie bei jüngeren Erwachsenen, sodass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist.
2.2.c Schwangerschaft
Über die Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine hinreichenden Daten vor. Daher wird eine Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Tierversuche haben keine Hinweise auf eine Fruchtschädigung ergeben. Trotzdem sollte das Präparat während der Schwangerschaft, vor allem in den ersten 3 Monaten, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.d Stillzeit
Während der Behandlung sollte nicht gestillt werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden durch Ondansetron nicht beeinflusst.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Es deutet nichts darauf hin, dass Ondansetron die Verstoffwechslung anderer, gewöhnlich gleichzeitig verabreichter Arzneimittel fördert oder hemmt. Spezielle Untersuchungen haben gezeigt, dass mit Ondansetron keine Wechselwirkungen mit Alkohol, Temazepam, Furosemid, Alfentanil, Tramadol, Morphin, Lidocain, Thiopental oder Propofol auftreten.
Da der arzneilich wirksame Bestandteil Ondansetron umfangreich durch mehrere Enzyme verstoffwechselt wird, kann man davon ausgehen, dass bei einem genetisch bedingten Mangel eines dieser Enzyme die Aufgaben durch andere Enzyme ausgeglichen werden, sodass in der Regel keine Anpassung der Dosis erfolgen muss. So wurde bei Untersuchungen an gesunden Freiwilligen mit nachgewiesener Einschränkung des Stoffwechsels von Spartein und Debrisoquin keine veränderte Halbwertszeit für Ondansetron festgestellt. Folglich sind nach wiederholter Gabe bei solchen Patienten keine anderen Substanzspiegel als bei der "normalen" Bevölkerung zu erwarten.
Vorsicht ist angezeigt, wenn "Zofran 4mg Filmtabletten" gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht werden, von denen bekannt ist, dass sie die Verstoffwechslung im Körper beschleunigen (z.B. Carbamazepin, Phenytoin [Arzneistoffe zur Behandlung der Epilepsie], Rifampicin [Tuberkulosemittel]), da diese möglicherweise die klinische Wirksamkeit von Ondansetron beeinflussen.
Daten aus kleineren Studien weisen darauf hin, dass Ondansetron den schmerzstillenden Effekt von Tramadol (Arzneistoff zur Behandlung von Schmerzen) herabsetzen kann.
Durch die Anwendung von Ondansetron mit Arzneimitteln, die eine Verlängerung der QT-Zeit verursachen, kann die QT-Zeit zusätzlich verlängert werden (d. h. eine im EKG sichtbare Verzögerung der Erregungsausbreitung im Herzmuskel mit der Gefahr lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen). Die gleichzeitige Anwendung von Ondansetron mit kardiotoxischen Arzneimitteln (Arzneimittel mit schädlichen Auswirkungen auf das Herz), wie z.B. Anthracycline, kann das Risiko für das Auftreten von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) erhöhen.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Zofran 4mg Filmtabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen; bitte beachten Sie aber die Informationen in Abschnitt 3.1 ("Art und Dauer der Anwendung").
3 Wie ist "Zofran 4mg Filmtabletten" einzunehmen?
Nehmen Sie "Zofran 4mg Filmtabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
"Zofran 4mg Filmtabletten" ist zum Einnehmen.
Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Schmelztabletten, Lutschtabletten auf der Zunge zergehen lassen und hinunterschlucken.
Bei Kindern mit einer Körperoberfläche von weniger als 0,6 m2 bzw. mit einem Körpergewicht bis zu 10 kg steht Ondansetron-haltige Lösung zur Verfügung: Die Flasche ist mit einem kindergesicherten Verschluss versehen. Zum Öffnen bitte gleichzeitig drücken und drehen. Die Abmessung erfolgt mit dem beigefügten Doppel-Dosierlöffel.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Erwachsene bei hochemetogenen (starken Brechreiz hervorrufende) Behandlungsverfahren (Chemotherapieverfahren)
Hochemetogene (starken Brechreiz hervorrufende) Behandlungsverfahren mit chemischen Stoffen, z.B. mit Cisplatin, Fortsetzung der mit Ondansetron i.v. 8 mg eingeleiteten Behandlung: Alle 12 Stunden (morgens und abends) 8 mg Ondansetron einnehmen bis zu einer Dauer von insgesamt 5 Tagen.
3.2.b Erwachsene bei mäßig starken Brechreiz hervorrufende Behandlungsverfahren (Chemotherapieverfahren)
Mäßig starken Brechreiz hervorrufende Behandlungsverfahren mit chemischen Stoffen, z.B. mit Cyclophosphamid, Doxorubicin, Carboplatin : 1 bis 2 Stunden vor Gabe des Stoffes zur Chemotherapie 8 mg Ondansetron einnehmen. Danach alle 12 Stunden (morgens und abends) 8 mg Ondansetron einnehmen bis zu einer Dauer von insgesamt 5 Tagen.
3.2.c Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Strahlenbehandlung bei Erwachsenen
Alle 12 Stunden (morgens und abends) 8 mg Ondansetron einnehmen. Die erste Dosis sollte dabei 1 bis 2 Stunden vor der Bestrahlung eingenommen werden. Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Länge der durchgeführten Strahlenbehandlung.
3.2.d Ältere Patienten
Die Erfahrungen mit Ondansetron in der Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen bei älteren Patienten sind begrenzt, jedoch wird Ondansetron von über 65-jährigen Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, gut vertragen.
3.2.e Kinder ab 6 Monaten und Jugendliche, Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen hervorrufende Behandlungsverfahren (Chemotherapieverfahren)
Bei Kindern mit einer Körperoberfläche ab 0,6 m2 kann nach 12 Stunden als Fortsetzung der mit der Ondansetron-Injektionslösung eingeleiteten Behandlung mit der oralen Dosis von 4 mg Ondansetron begonnen werden und diese kann alle 12 Stunden bis zu insgesamt 5 Tagen gegeben werden.
Alternativ erhalten Kinder ab 6 Monaten und Jugendliche eine auf das Körpergewicht bezogene Anfangs-Dosis mit der Ondansetron-Injektionslösung. Bei Bedarf können im 4-Stunden-Intervall bis zu 2 weitere Dosen mit Ondansetron-Injektionslösung verabreicht werden.
Bei Kindern mit einem Körpergewicht über 10 kg kann nach 12 Stunden als Fortsetzung der mit der Ondansetron-Injektionslösung eingeleiteten Behandlung mit der oralen Dosis von 4 mg Ondansetron begonnen werden und diese kann alle 12 Stunden bis zu insgesamt 5 Tagen gegeben werden.
Die Tagesgesamt-Dosis darf die Erwachsenen-Dosis von 32 mg nicht überschreiten.
Hinweis: Zur Behandlung von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, die durch eine Strahlentherapie hervorgerufen wurden, sind keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Ondansetron bei Kindern vorhanden.
3.2.f Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.
3.2.g Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion sollte eine tägliche Gesamt-Dosis von 8 mg Ondansetron nicht überschritten werden.
3.2.h Patienten mit eingeschränktem Spartein-/Debrisoquin-Stoffwechsel
Bei Untersuchungen an gesunden Freiwilligen mit nachgewiesener Einschränkung des Stoffwechsels von Spartein und Debrisoquin wurde keine veränderte Halbwertszeit für Ondansetron festgestellt. Folglich sind nach wiederholter Gabe bei solchen Patienten keine anderen Substanzspiegel als bei der "normalen" Bevölkerung zu erwarten. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
3.2.i Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen
3.2.i.1 Vorbeugung bei Erwachsenen
Bei oraler Anwendung:
bis 16 mg 1 Stunde vor Anästhesie
- alternativ: 8 mg 1 Stunde vor Anästhesie, gefolgt von 2 weiteren Dosen von jeweils 8 mg im Abstand von 8 Stunden.
3.2.i.2 Behandlung von bestehender Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen
Es wird die intravenöse Gabe empfohlen.
Bei Kindern ab 1 Monat und Jugendlichen: Eine langsam zu verabreichende i.v. Injektion (über mindestens 30 Sekunden) empfohlen.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Zofran 4mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Gegenwärtig ist noch sehr wenig über die Auswirkungen einer Überdosierung mit Ondansetron bekannt. In der Mehrheit der Fälle waren die Symptome ähnlich denen, die bei normaler Dosierung berichtet wurden.
Nach Überdosierung wurde über folgende Auswirkungen berichtet: Sehstörungen, schwere Verstopfung, niedriger Blutdruck und eine vasovagale Episode mit vorübergehendem AV-Block II. Grades. In allen Fällen verschwanden die Erscheinungen wieder vollständig.
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel gegen Ondansetron, daher sollen bei Verdacht auf Überdosierung erforderlichenfalls eine angemessene symptomatische Therapie und unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Zofran 4mg Filmtabletten" vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie Ihre vergessene Dosis bei Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen so schnell wie möglich ein und setzen Sie dann Ihre Einnahme wie gehabt fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Zofran 4mg Filmtabletten" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Zofran 4mg Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Sehr häufige, häufige und gelegentliche Nebenwirkungen wurden allgemein aus Daten klinischer Prüfungen bestimmt; das Auftreten von Nebenwirkungen unter Placebo wurde berücksichtigt. Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen wurden allgemein aufgrund der Daten aus der Spontanerfassung bestimmt.
Die nachfolgenden Häufigkeiten wurden unter Standarddosierung mit Ondansetron ermittelt.
4.1.a Erkrankungen des Immunsystems
4.1.a.1 Selten
Überempfindlichkeitsreaktionen (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie, die unmittelbar nach Einnahme auftreten kann. Anaphylaxie kann lebensbedrohlich sein.
Überempfindlichkeitsreaktionen wurden auch bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen mit anderen selektiven 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben.
4.1.b Erkrankungen des Nervensystems
4.1.b.1 Sehr häufig
Kopfschmerzen.
4.1.b.2 Gelegentlich
Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (einschließlich Extrapyramidalreaktionen wie Störungen der Muskelspannung, akute, krisenhafte Störungen der Augenbewegungen mit Blickabweichung und motorische Störungen, die aber ohne nachweisliche dauerhafte klinische Folgen blieben).
4.1.c Augenerkrankungen
4.1.c.1 Selten
Vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen).
4.1.c.2 Sehr selten
Vorübergehende Blindheit.
In der Mehrzahl der berichteten Fälle bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Minuten zurück. Die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin.
4.1.d Herzerkrankungen
4.1.d.1 Gelegentlich
Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG, verlangsamter Pulsschlag (Bradykardie), Blutdruckabfall (Hypotonie).
4.1.d.2 Selten
Verlängerung der QT-Zeit (einschließlich Torsade de pointes).
4.1.e Gefäßerkrankungen
4.1.e.1 Häufig
Wärmegefühl, plötzliche Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush).
4.1.e.2 Gelegentlich
Blutdruckabfall (Hypotonie).
4.1.f Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
4.1.f.1 Gelegentlich
Schluckauf.
4.1.g Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
4.1.g.1 Häufig
Verstopfung (Obstipation).
Da "Zofran 4mg Filmtabletten" die Dickdarmverweilzeit des Verdauungsbreis verlängern können, kann das Präparat bei einigen Patienten zu Verstopfung führen. Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion sollten nach Gabe des Arzneimittels überwacht werden.
4.1.h Leber- und Gallenerkrankungen
4.1.h.1 Gelegentlich
Erhöhung von Leberwerten ohne Krankheitszeichen.
Diese Nebenwirkungen traten üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten.
Einige der oben genannten Nebenwirkungen können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein (wie z.B. Anaphylaxie). Darum sollten Sie sofort einen Arzt informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern und Jugendlichen war mit dem bei Erwachsenen beobachteten Nebenwirkungsprofil vergleichbar.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Zofran 4mg Filmtabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Beachten Sie bitte ggf. (z. B bei Lösungen/Tropfen) auch den Hinweis des Herstellers auf Haltbarkeit nach Anbruch!
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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