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Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten

Präparat:

Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten

Darreichungsform:

Filmtabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Hydrochlorothiazid
  • Olmesartan Medoxomil
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" enthält die Wirkstoffe Olmesartan, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten und Hydrochlorothiazid, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Thiaziddiuretika.
Olmesartanmedoxomil bewirkt eine Senkung des Blutdrucks durch eine Entspannung der Blutgefäße. Hydrochlorothiazid bewirkt eine Senkung des Blutdrucks, indem es die Ausscheidung von überschüssigem Wasser durch eine erhöhte Urinproduktion der Nieren steigert. Die Kombination beider Wirkstoffe in "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" senkt den Blutdruck stärker als wenn jeder Wirkstoff alleine gegeben würde.
Olmesartan wird üblicherweise in Salzform als Olmesartanmedoxomil angewendet.
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Die wirkstoffkombination Olmesartan und Hydrochlorothiazid gibt es üblicherweise als
- Filmtabletten enthaltend 20 mg oder 40 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg oder 25 mg Hydrochlorothiazid als Wirkstoffe.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Die Wirkstoffkombination Olmesartan und Hydrochlorothiazid wird angewendet
zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks, auch als essenzielle Hypertonie bekannt, angewendet, wenn nach Ansicht Ihres Arztes die Kombination zweier Wirkstoffe angezeigt ist. Dies ist normalerweise der Fall, wenn die Behandlung mit Olmesartanmedoxomil alleine bei Ihnen zu keiner ausreichenden Blutdrucksenkung geführt hat.
Unbehandelter Bluthochdruck, der über dem Normalwert für Ihr Alter liegt, kann die Blutgefäße verschiedener Organe, wie die des Herzens, der Nieren, des Gehirns un der Augen schädigen. In manchen Fällen kann dies zum Herzanfall, Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall oder zur Erblindung führen. Gewöhnlich zeigen sich vor dem Auftreten von Schädigungen keine Symptome des Bluthochdrucks. Daher ist eine Blutdruckmessung notwendig, um festzustellen, ob dieser innerhalb der Normwerte liegt oder nicht.
Blutdruck kann mit Arzneimitteln wie "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" behandelt und unter Kontrolle gebracht werden. Ihr Arzt hat Ihnen wahrscheinlich auch empfohlen, Ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, um die Blutdrucksenkung zu unterstützen (Gewichtsreduktion, Aufgeben des Rauchens, Vermeidung von Alkohol, salzarme Ernährung). Er hat Sie möglicherweise auch ermutigt, sich regelmäßig leicht (nicht anstrengend) körperlich zu betätigen, wie z.B. durch Gehen und Schwimmen. Es ist wichtig, diesen Anweisungen Ihres Arztes zu folgen.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" beachten?
2.1 "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" darf nicht angewendet werden bei,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) sind gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile, oder gegenüber Substanzen, die dem Hydrochlorothiazid ähnlich sind (Sulfonamide),
- während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen, "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht einzunehmen, siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit".)
- wenn Sie schwere Nierenprobleme haben,
- wenn Sie zu niedrige Spiegel an Kalium oder Natrium oder zu hohe Spiegel an Kalzium oder Harnsäure (welche zu Gicht führen können) im Blut haben, die sich nicht erfolgreich behandeln lassen,
- wenn Sie schwere Leberprobleme haben, oder an Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen) oder Problemen mit dem Abfluss der Galle aus der Gallenblase (Verengungen der Gallenwege, wie z.B. Gallensteine) leiden.
Wenn Sie meinen, dass einer der erwähnten Punkte auf Sie zutrifft, oder wenn Sie sich nicht sicher sind, nehmen Sie diese Tabletten nicht ein. Sprechen Sie erst mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seinen Rat.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ist erforderlich,
Informieren Sie Ihren Arzt vor Einnahme der Tabletten, wenn Sie die folgenden gesundheitlichen Probleme haben:
- Leichte bis mäßige Nierenprobleme oder wenn Sie kürzlich eine Nierentransplantation hatten
- Lebererkrankungen
- Herzschwäche oder Probleme mit Ihren Herzklappen oder Ihrem Herzmuskel
- Erbrechen mit Krankheitsgefühl oder schwerer oder über mehrere Tage anhaltender Durchfall
- hoch dosierte Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) oder wenn Sie eine salzarme Diät einhalten
- Probleme mit Ihren Nebennieren, z.B. erhöhter Aldosteronspiegel (primärer Aldosteronismus)
- Zuckerkrankheit (Diabetes)
- Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung)
- Allergien oder Asthma.
Wenn einer der erwähnten Punkte auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise öfter sehen und einige Untersuchungen durchführen wollen.
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" kann einen Anstieg der Fette und der Harnsäure im Blut (der Ursache von Gicht, einer schmerzhaften Schwellung der Gelenke) verursachen. Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen, um diese Werte zu kontrollieren.
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" kann den Gehalt an bestimmten Stoffen in Ihrem Blut, genannt Elektrolyte, verändern. Ihr Arzt wird wahrscheinlich von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen durchführen, um diese zu kontrollieren. Anzeichen einer Veränderung der Elektrolyte sind: Durst, trockener Mund, Muskelschmerzen oder Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Schwächegefühl, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, verminderter Harndrang, schneller Herzschlag. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen solche Anzeichen auftreten.
Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Ihr Arzt wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.
Wenn bei Ihnen ein Funktionstest der Nebenschilddrüse durchgeführt werden soll, sollten Sie "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" vorher absetzen.
Wie bei anderen vergleichbaren Arzneimitteln ist der blutdrucksenkende Effekt von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" bei Patienten schwarzer Hautfarbe etwas geringer.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken: Die Anwendung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
Die Anwendung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
2.2.b Ältere Patienten
Der Blutdruck sollte engmaschig überwacht werden.
2.2.c Schwangerschaft
Dieses Arzneimittel darf ab dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht angewendet werden (schwere Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes!).
Die Anwendung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wird nicht empfohlen.
Eine Behandlung sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.d Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.
Zur Anwendung in der Stillzeit liegen keine hinreichenden Erkenntnisse vor, es wird jedoch dazu geraten auf Arzneimittel mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil auszuweichen, insbesondere dann, wenn Früh- oder Neugeborene gestillt werden.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens ist in der Regel nicht zu erwarten.
Während der Behandlung eines hohen Blutdrucks können jedoch gelegentlich Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten. Falls Sie dies feststellen, sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie solche Tätigkeiten ausüben.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere über die nachfolgenden Arzneimittel:
- Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen können, wenn sie gleichzeitig mit "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" eingenommen werden. Zu diesen gehören: Kaliumergänzungspräparate (sowie Salzersatzpräparate, die Kalium enthalten), entwässernde Tabletten (Diuretika), Heparin (zur Blutverdünnung), Abführmittel, Steroide, adrenokortikotropes Hormon (ACTH), Carbenoxolon (ein Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren in Mund und Magen), Penicillin-G-Natrium (auch Benzylpenicillin-Natrium genannt, ein Antibiotikum), verschiedene Schmerzmittel, wie Aspirin oder Salicylate.
- Lithium (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und einigen Arten von Depressionen verwendet wird). Bei gleichzeitiger Einnahme mit "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ist das Risiko einer Lithium-Vergiftung erhöht. Wenn Sie Lithium einnehmen müssen, wird Ihr Arzt Ihren Lithium-Blutspiegel überprüfen.
- Nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika (NSAIDs, Arzneimittel zur Linderung von Schmerzen, Schwellungen oder anderen Symptomen von Entzündungen, einschließlich Arthritis) können bei gleichzeitiger Anwendung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" das Risiko eines Nierenversagens erhöhen. Zudem kann die Wirkung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" durch NSAIDs verringert werden.
- Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, da sie die Wirkung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" verstärken können
- Schlaftabletten, Beruhigungsmittel und Antidepressiva, da die gleichzeitige Anwendung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen verursachen kann
- Bestimmte Arzneimittel wie Baclofen und Tubocurarin, die zur Muskelentspannung eingesetzt werden
- Amifostin und einige andere Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, wie Cyclophosphamid und Methotrexat
- Colestyramin und Colestipol, Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte
- Anticholinergika wie z.B. Atropin und Biperiden
- Arzneimittel wie Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Amisulprid, Pimozid, Sultoprid, Tiaprid, Droperidol oder Haloperidol zur Behandlung bestimmter psychischer Störungen
- Bestimmte Arzneimittel,wie Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol oder Digitalis, zur Behandlung von Herzproblemen
- Arzneimittel,wie Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin, Dofetilid, Ibutilid oder Injektionen von Erythromycin, die den Herzrhythmus verändern können
- Antidiabetika zur Senkung des Blutzuckers zum Einnehmen, wie Metformin, oder Insulin
- Betablocker und Diazoxid, Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck bzw. zu niedrigem Blutzucker, da "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" deren blutzuckererhöhende Wirkung verstärken kann
- Arzneimittel wie Noradrenalin, zur Erhöhung des Blutdrucks und Verlangsamung des Herzschlags
- Arzneimittel wie Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol, zur Behandlung von Gicht
- Kalziumersatzmittel
- Amantadin, ein Arzneimittel gegen Viren
- Ciclosporin, ein Arzneimittel gegen Abstoßungsreaktionen nach Organverpflanzungen
- Bestimmte Antibiotika, genannt Tetracycline
- Amphotericin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen
- Bestimmte Antazida, Arzneimittel, die gegen Übersäuerung des Magens verwendet werden, wie Aluminiummagnesiumhydroxid, da die Wirkung von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" leicht verringert werden kann.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" Tabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Alkohol trinken. so lange Sie "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" einnehmen, da manche Menschen sich dann matt oder schwindelig fühlen. Wenn Sie dies bei sich beobachten, trinken Sie keinen Alkohol, auch keinen Wein, Bier und Alcopops.
3 Wie ist "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" anzuwenden?
Nehmen Sie "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit genügend Flüssigkeit ein. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z.B. zum Frühstück.
Es ist wichtig, dass Sie "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" so lange einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die empfohlene Anfangsdosierung ist 1 Filmtablette mit 20 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid 1-mal täglich.
Wenn keine ausreichende Kontrolle des Blutdrucks mit dieser täglichen Dosis erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 20 mg Olmesartanmedoxomil und 25 mg Hydrochlorothiazid 1-mal täglich erhöhen.
Die Kombination 40 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit 40 mg Olmesartanmedoxomil allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Die Kombination 40 mg Olmesartanmedoxomil und 25 mg Hydrochlorothiazid kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit der fixen Kombination 40 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Zur Vereinfachung können Patienten, die Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid bereits als Einzeltabletten einnehmen, auf die 40 mg/12,5 mg oder 40 mg/25 mg Tabletten mit identischer Dosierung der Wirkstoffe umgestellt werden.
3.2.a Ältere Patienten
Für Patienten über 65 Jahren gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für jüngere Patienten.
3.2.b Eingeschränkte Nierenfunktion
Wenn bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min) die Standarddosierung (20 mg Olmesartanmedoxomil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid täglich) angewendet wird, wird eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion empfohlen.
3.2.c Bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, die zusätzlich Diuretika und/oder andere blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen, ist eine engmaschige Überwachungndes Blutdrucks und der Nierenfunktion angeraten.
wird eine Anfangs-Dosis von 10 mg Olmesartanmedoxomil 1-mal täglich empfohlen, und eine maximale Dosis von 20 mg 1-mal täglich sollte nicht überschritten werden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollen, oder wenn ein Kind die Filmtabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder mit der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" vergessen haben
Wenn Sie einmal die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag ein. Nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Die folgenden zwei Nebenwirkungen können jedoch schwerwiegend sein
- Sehr selten kann eine Schwellung von Gesicht, Mund und/oder Kehlkopf gemeinsam mit Juckreiz und Ausschlag auftreten. Sollte dies auftreten, nehmen Sie keine weitere Tablette "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ein und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.
- Gelegentlich kann eine starke Benommenheit oder Ohnmacht auftreten (dieser Effekt wird bei manchen Personen durch eine zu starke Blutdrucksenkung ausgelöst). Sollte dies eintreten, nehmen Sie keine weitere Tablette "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ein, verständigen Sie umgehend Ihren Arzt und legen Sie sich flach hin.
"Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" ist eine Kombination von zwei Wirkstoffen. Nachfolgend werden zuerst weitere mögliche Nebenwirkungen (neben den oben genannten) aufgeführt, die mit der Kombination "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" beobachtet wurden, danach mögliche Nebenwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe bekannt sind.
4.1.a Wenn diese Nebenwirkungen auftreten, sind sie oft leichter Natur, und Sie müssen die Behandlung nicht abbrechen
4.1.a.1 Häufig
Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb, geschwollene Knöchel, Füße, Beine, Hände oder Arme.
4.1.a.2 Gelegentlich
Herzklopfen, Ausschlag, Ekzem, Schwäche, Schwindel, Husten, Halsschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen, Schmerzen in den Gelenken, Armen und Beinen, Rückenschmerzen, Erektionsstörungen, Blut im Urin.
4.1.a.3 Selten
Bewusstseinsstörungen.
4.1.a.4 Häufigkeit nicht bekannt
Blasenbildung der Haut (Quaddeln), akutes Nierenversagen.
Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls beobachtet; dazu gehören: Anstieg der Blutfette, Anstieg der Harnsäure, Anstieg von Harnstoff im Blut, erhöhte oder erniedrigte Kaliumspiegel im Blut, Anstieg der Kalziumwerte im Blut, Anstieg des Blutzuckers, Anstieg der Leberfunktionswerte, erhöhte Kreatininspiegel, Anstieg von Harnstoff-Stickstoff im Blut, erniedrigte Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte. Ihr Arzt kann dies durch eine Blutuntersuchung feststellen und wird Ihnen mitteilen, wenn Sie etwas beachten müssen.
Weitere Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Olmesartanmedoxomil oder Hydrochlorothiazid allein berichtet wurden
4.1.b Olmesartanmedoxomil
4.1.b.1 Häufig
Bronchitis, laufende oder verstopfte Nase, Bauchschmerzen, Magen-Darm-Entzündung, Infektionen der Harnwege, grippeähnliche Symptome.
4.1.b.2 Gelegentlich
Schmerz oder unangenehmes Gefühl im Brustkorb, bekannt als Angina Pectoris
4.1.b.3 Häufigkeit nicht bekannt
Nierenfunktionsstörung, Kraftlosigkeit, Juckreiz, Hautausschlag (Exanthem)
Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls beobachtet; dazu gehören: Anstieg der Werte von Muskel- und Nierenfunktion, verringerte Anzahl bestimmter Blutzellen, bekannt als Blutplättchen (Thrombozytopenie).
4.1.c Hydrochlorothiazid
4.1.c.1 Häufig
Benommenheit, Magenschmerzen, Magenverstimmung, Blähungen, Verstopfung.
4.1.c.2 Gelegentlich
Appetitverminderung, Appetitlosigkeit, Lichtempfindlichkeit
4.1.c.3 Selten
Geschwollene und schmerzende Speicheldrüsen, verringerte Anzahl an weißen Blutkörperchen, verringerte Anzahl an Blutplättchen, Blutarmut (Anämie), Knochenmarksschädigung, Unruhe, Gefühl von Niedergeschlagenheit oder Depression, Schlafstörungen, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Kribbeln und Taubheitsgefühl, Krampfanfälle (Konvulsionen), Gelbsehen, verschwommenes Sehen, trockene Augen, Herzrhythmusstörungen, Entzündung der Blutgefäße, Blutgerinnsel (Thrombosen oder Embolien), Atembeschwerden, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gelbsucht, Gallenblasenentzündung, Symptome von Lupus erythematodes der Haut, wie Ausschlag, Gelenkschmerzen sowie kalte Hände und Finger, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen), Ablösung und Blasenbildung der Haut, nicht-infektiöse Nierenentzündung (interstitielle Nephritis), Fieber, Muskelschwäche (manchmal mit Bewegungseinschränkungen)
4.1.c.4 Sehr selten
Darmverschluss (paralytischer Ileus)
Einige Veränderungen der Ergebnisse von Blutuntersuchungen wurden ebenfalls beobachtet; dazu gehören: Elektrolytstörungen (Veränderungen der Natrium-, Kalium-, Kalzium-, Magnesium- und Chloridwerte im Blut). Ein Anstieg von Zucker im Urin wurde auch beobachtet.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Votum plus 20/12,5mg Filmtabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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