Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Uro Tarivid 100 Filmtabletten

Präparat:

Uro Tarivid 100 Filmtabletten

Darreichungsform:

Filmtabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Ofloxacin
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Uro Tarivid 100 Filmtabletten" enthält den Wirkstoff Ofloxacin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Gyrasehemmer/Chinolone.
Ofloxacin hemmt ein Enzym der Bakterien (die sog. Gyrase), das für ihre Vermehrung notwendig ist, und führt dadurch zum Absterben der Krankheitserreger.
Ofloxacin wirkt gegen zahlreiche Bakterienarten (Erreger) abtötend und kann daher als Breitspektrum-Antibiotikum bezeichnet werden.
Ofloxacin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Ofloxacin zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
- Filmtabletten mit der Wirkstärke 100 mg, 200 mg oder 400 mg Ofloxacin.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Ofloxacin wird angewendet
zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen, wenn sie durch Ofloxacin-empfindliche Bakterien verursacht worden sind:
- Akute, chronische und wiederkehrende Infektionen der Atemwege (Bronchitis)
- Lungenentzündungen
- Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase und Ohren
- Infektionen der Weichteile und der Haut
- Infektionen der Knochen
- Infektionen des Bauchraumes - einschließlich des kleinen Beckens - und bakteriell bedingte Durchfälle, die einer antibiotischen Behandlung bedürfen
- Infektionen der Niere, der Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) und der Geschlechtsorgane sowie Gonorrhö (Tripper).
Ofloxacin kann auch eingenommen werden zur Verhütung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr.
Ofloxacin ist in der Regel nicht Mittel der ersten Wahl bei Lungenentzündungen durch Pneumokokken und akuten Mandelentzündungen. Ihr Arzt wird vor der Behandlung mit Ofloxacin die genauen Umstände Ihrer Erkrankung prüfen, um zu entscheiden, ob die Anwendung von Ofloxacin angemessen ist.
Gegen Treponema pallidum, den Erreger der Syphilis, ist Ofloxacin nicht wirksam.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" beachten?
2.1 "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Ofloxacin, andere Chinolone (d.h. Arzneimittel derselben chemischen Stoffgruppe wie Ofloxacin) oder einen der sonstigen Bestandteile von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" sind. Grund: Gefahr einer Überempfindlichkeitsreaktion.
- von Patienten die an einer Epilepsie (Fallsucht) leiden oder die in Folge einer Schädigung des Gehirnes (z.B. durch Verletzungen, Entzündungen oder Schlaganfall) zu Krampfanfällen neigen (erniedrigte Krampfschwelle). Grund: Gefahr der Auslösung von Krampfanfällen.
- von Patienten, bei denen nach Anwendung von Chinolonen Sehnenbeschwerden auftraten. Grund: Gefahr von Sehnenriss.
- bei stark eingeschränkter Leberfunktion.
- von Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren, da Gelenkknorpelschäden nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" ist erforderlich
Patienten, die bereits bei der Behandlung mit anderen Chinolonen schwere Nebenwirkungen (z.B. schwere Reaktionen des Nervensystems) entwickelt haben, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko, auch auf "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" mit solchen Nebenwirkungen zu reagieren.
Nervenstörungen können sich zeigen als Muskelschwäche, Schmerz, Brennen, Kribbeln, Störung des Tast-, Temperatur- oder Lagesinns, Taubheitsgefühl oder andere Empfindungsstörungen. Sobald Sie Zeichen einer Nervenstörung bemerken, informieren Sie Ihren Arzt. Ofloxacin sollte abgesetzt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Insbesondere schwere und/oder anhaltende Durchfälle, die während oder in den ersten Wochen nach der Behandlung mit verschiedenen Antibiotika (insbesondere Breitspektrum-Antibiotika) auftreten, können ein Hinweis auf eine durch das Bakterium Clostridium difficile hervorgerufene Darmentzündung sein, deren schwerste Form die pseudomembranöse Kolitis ist.
Unter der Behandlung mit Ofloxacin sind Depressionen wie auch psychotische Reaktionen berichtet worden. Sehr selten entwickelten sie sich zu suizidalen Gedanken und selbstgefährdendem Verhalten, manchmal schon nach einer einzelnen Dosis von Ofloxacin. Falls eine ungewöhnlich starke Niedergeschlagenheit oder psychiatrische Symptome (z.B. Angst, Realitätsverkennung) auftreten, müssen Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt informieren. Er wird über geeignete Maßnahmen und die weitere Behandlung entscheiden.
Eine unter der Behandlung mit Chinolonen sehr selten beobachtete Sehnenentzündung kann - vorwiegend bei der Achillessehne zum Sehnenriss führen. Ältere Patienten neigen eher zur Sehnenentzündung. Das Auftreten eines Sehnenrisses scheint durch Behandlung mit Kortikosteroiden ("Kortisonpräparaten") begünstigt. Bei Verdacht auf eine Sehnenentzündung ist sofort ärztlicher Rat einzuholen und die betroffene Sehne entsprechend zu behandeln, vor allem ruhig zu stellen. Die Behandlung mit "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" ist nach Rücksprache mit dem Arzt gegebenenfalls zu beenden.
Da Ofloxacin überwiegend durch die Nieren ausgeschieden wird, muss die Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angepasst werden.
Bei Patienten mit Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel sollte "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" (Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen) mit Vorsicht eingesetzt werden, weil die Gefahr eines vermehrten Abbaus von Blutkörperchen (hämolytische Reaktionen) besteht.
Insbesondere die längere Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen Ofloxacin unempfindlich sind. Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (z.B. auf Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
Während der Behandlung mit "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" sollten Sie sich nicht unnötig starkem Sonnenlicht aussetzen und Bestrahlungen mit UV-Licht (Höhensonne, Solarium) vermeiden. Andernfalls kann es möglicherweise zu Sonnenbrand ähnlichen Hautreaktionen kommen.
Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Vorsicht anwenden, wenn Sie mit einer Verlängerung des QT-Intervalls (sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität) geboren wurden oder diese bei Verwandten aufgetreten ist, Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere wenn der Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut erniedrigt ist), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist (Bradykardie), bei Ihnen eine Herzschwäche vorliegt (Herzinsuffizienz), Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, Sie weiblich oder ein älterer Patient sind, oder Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen.
Laborbestimmungen von Opiaten oder Porphyrin (Bestandteil und Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs) im Urin können unter Behandlung mit "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" falsch-positive Ergebnisse liefern.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen im Wachstumsalter wird nicht empfohlen, da Gelenkknorpelschäden nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.
2.2.b Ältere Patienten
Die Dosierung sollte so niedrig wie möglich vorgenommen werden, da ältere Patienten auf Nebenwirkungen empfindlicher reagieren können; insbesondere ist das Risiko von Sehnschädigungen erhöht.
2.2.c Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Ofloxacin darf Schwangeren nicht verabreicht werden, da keine Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung bei diesen Gruppen vorliegen. Ofloxacin passiert die Plazenta und erreicht im Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) ca. 30% der im mütterlichen Serum gemessenen maximalen Konzentration. Aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen mit Ofloxacin sind beim noch nicht erwachsenen Organismus Gelenkknorpelschädigungen nicht völlig auszuschließen.
2.2.d Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Ofloxacin darf Stillenden nicht verabreicht werden, da keine Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung bei diesen Gruppen vorliegen. Aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen mit Ofloxacin sind beim noch nicht erwachsenen Organismus Gelenkknorpelschädigungen nicht völlig auszuschließen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Einige Nebenwirkungen wie z.B. Schwindel oder Benommenheit können Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z.B. beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen. Im Zusammenwirken mit Alkohol gilt dies in verstärktem Maße.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzrhythmus verändern: Arzneimittel aus der Gruppe der Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), tricyclische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide, bestimmte Antipsychotika.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Magenübersäuerung (mineralische Antazida) oder zum Magenschleimhautschutz (z.B. Sucralfat) kann es zur Abschwächung der Wirkung von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" kommen. Gleiches gilt auch für andere Mittel, die bestimmte Metallionen (Aluminium, Eisen, Magnesium oder Zink) enthalten. Daher muss "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" etwa 2 Stunden vor solchen Präparaten eingenommen werden.
Es liegen Hinweise dafür vor, dass es eher zu Krampfanfällen kommen kann, wenn gleichzeitig mit Chinolonen andere die Krampfschwelle senkende Arzneimittel angewendet werden. Dazu gehören z.B. manche Mittel gegen rheumatische Beschwerden und Schmerzen (sog. nicht-steroidale Antiphlogistika, z.B. Fenbufen) oder das Asthmamittel Theophyllin. Die Theophyllin-Konzentrationen werden allerdings nicht nennenswert durch Ofloxacin verändert.
Chinolone und andere Mittel (z.B. Probenecid [Gichtmittel], Cimetidin [Mittel zur Verringerung der Magensäure], Furosemid [harntreibendes Mittel] oder Methotrexat [Tumorhemmstoff]), die auf eine bestimmte Weise von der Niere ausgeschieden werden (tubuläre Sekretion), können einander in ihrer Ausscheidung behindern, und zwar insbesondere, wenn sie hochdosiert angewendet werden. Dies kann zu einer Anhäufung dieser Stoffe im Körper und verstärkt zu Nebenwirkungen führen.
Chinolone, möglicherweise auch Ofloxacin, können die Wirkung von Cumarinderivaten (Mittel, die die Blutgerinnung hemmen) verstärken. Es wird daher bei gleichzeitiger Behandlung mit Cumarinderivaten eine sorgfältige Überwachung bzgl. der Gerinnbarkeit des Blutes empfohlen.
Ofloxacin kann zu einer geringen Erhöhung der Blutspiegel von Glibenclamid (Mittel gegen erhöhten Blutzucker) führen. Da es dann eher zu Unterzuckerungen (Hypoglykämien) kommen kann, empfiehlt sich in solchen Fällen eine besonders genaue Blutzuckerüberwachung.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Während der Behandlung mit Ofloxacin sollte nur mit Vorsicht Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Nebenwirkungen von Ofloxacin auf das zentrale Nervensystem verändert und verstärkt werden können und die Reaktionsfähigkeit dadurch beeinträchtigt werden kann.
3 Wie ist "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" einzunehmen?
Nehmen Sie "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Ofloxacin Filmtabletten sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1/2 - 1 Glas Wasser) einzunehmen. Die Einnahme kann auf nüchternen Magen oder auch zu den Mahlzeiten erfolgen.
Bis zu 400 mg Ofloxacin können als Einzel-Dosis eingenommen werden. Die Gesamttages-Dosis sollte auf je eine Gabe morgens und abends verteilt werden. Es ist wichtig, dass die Zeitabstände zwischen den Gaben annähernd gleich sind. Einzelgaben bis zu 400 mg Ofloxacin pro Tag sollten vorzugsweise morgens eingenommen werden. Auf ausreichenden Zeitabstand zur Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe auch Abschnitt 2.3 "Wechselwirkungen mit anderen Mitteln") ist zu achten.
Die übliche Behandlungsdauer ist:
- bei akuten Infektionen: 7 bis 10 Tage
- bei Infektionen durch Salmonellen (Erreger z.B. von Darminfektionen): 7 bis 8 Tage
- bei Infektionen durch Shigellen (Ruhrerreger): 3 bis 5 Tage
- bei Darminfektionen durch Escherichia coli (Darmkeim): 3 Tage
- zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhö (Tripper) ist eine einmalige Einnahme von 400 mg ausreichend
- bei unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege: 3 Tage
- bei Infektionen der Knochen: 3 bis 4 Wochen, im Einzelfall auch länger
- bei Infektionen mit betahämolysierenden Streptokokken (wie z.B. Wundrose): mindestens 10 Tage, um Spätschäden - wie rheumatischem Fieber oder Nierenentzündung (Glomerulonephritis) - vorzubeugen.
Bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen wird empfohlen, eine Behandlungsdauer von 2 Monaten nicht zu überschreiten.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung.
Zur Verhütung von Infektionen bei Patienten mit deutlich geschwächter körpereigener Abwehr wird die Einnahme von 400 bis 600 mg Ofloxacin pro Tag empfohlen (morgens und abends).
3.2.a Unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege
2-mal 100 mg Ofloxacin/Tag für 3 Tage
3.2.b Unkomplizierte Gonorrhö
400 mg Ofloxacin als Einmalgabe
3.2.c Infektionen der Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane
2-mal 200 mg Ofloxacin/Tag für 7 bis 10 Tage
3.2.d Infektionen der Atemwege
2-mal 200bis 400 mg Ofloxacin/Tag für 7 - 10 Tage
3.2.e Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase und Ohren
2-mal 200 mg Ofloxacin/Tag für 7 - 10 Tage
3.2.f Infektionen des Bauchraums einschließlich des kleinen Beckens und bakterieller Enteritis
2-mal 200 mg Ofloxacin/Tag für 7 - 10 Tage
3.2.g Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die erste Dosis ist entsprechend der Art und Schwere der Erkrankung wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion zu bemessen. Die weitere Behandlung erfolgt mit geringeren Dosen bzw. in größeren Zeitabständen zwischen den Einzelgaben. Die folgenden Angaben dienen Ihrem Arzt als Richtlinie für die Fortführung der Therapie (Erhaltungs-Dosis).
50 - 20 ml/min Kreatinin-Clearance (Kreatinin-Ausscheidung) / 1,5 - 5 mg/dl Serumkreatinin (Gehalt im Blut): 100 - 200 mg Ofloxacin pro Tag
unter 20 ml/min Kreatinin-Clearance (Kreatinin-Ausscheidung) / über 5 mg/dl Serumkreatinin (Gehalt im Blut): 100 mg Ofloxacin pro Tag
Hämo- oder Peritonealdialyse: 100 mg Ofloxacin pro Tag
Im Einzelfall kann es erforderlich sein, je nach Schwere der Erkrankung die Dosis zu erhöhen.
3.2.h Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei schwerer Einschränkung der Leberfunktion, (z.B. bei Leberzirrhose mit Bauchwassersucht) kann die Ausscheidung von Ofloxacin vermindert sein. Es wird daher empfohlen, in solchen Fällen eine Tageshöchst-Dosis von 400 mg Ofloxacin nicht zu überschreiten.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Ansprechen der Erreger und der Schwere der Infektion. Grundsätzlich wird empfohlen, die Behandlung mindestens 3 Tage über die Entfieberung und das Abklingen der Krankheitserscheinungen hinaus fortzuführen. Bei akuten Infektionen genügt meist eine Behandlungsdauer von 7 - 10 Tagen.
Für unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege reicht üblicherweise eine Behandlungsdauer von 3 Tagen aus. Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhö (Tripper, Geschlechtskrankheit) genügt eine Einmalgabe von 400 mg Ofloxacin.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" Filmtabletten zu stark oder zu schwach ist.
Es kann erforderlich sein, die Dosis bei Erregern mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, bei Mukoviszidose (erbliche Stoffwechselstörung), bei schweren Infektionen (z.B. der Atemwege oder der Knochen) oder wenn Sie ungenügend auf die Behandlung ansprechen, zu erhöhen. In diesen Fällen kann die Dosis auf 2-mal 400 mg Ofloxacin pro Tag gesteigert werden. Das Gleiche gilt für Infektionen mit erschwerenden Begleitumständen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn zu große Mengen "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" eingenommen wurden, können unter anderem Zeichen einer Störung der Funktion des Nervensystems auftreten, wie z.B. Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinstrübung und Krampfanfälle, sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie z.B. Übelkeit und Schädigungen (Erosionen) der Magen-Darm-Schleimhaut. Solche Störungen erfordern ärztliche Überwachung und unter Umständen sofortige Gegenmaßnahmen.
Haben Sie nur das Doppelte der geplanten Dosis eingenommen, genügt es, einen Arzt um Rat zu fragen, wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten. Setzen Sie die Einnahme von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" planmäßig fort.
Haben Sie versehentlich mehr als doppelt so viel "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" wie vorgesehen eingenommen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, damit dieser Sie beraten - und wenn nötig - überwachen und behandeln kann. Die Ausscheidung von Ofloxacin kann durch forcierte Diurese (erzwungene Mehrausscheidung von Harn) gesteigert werden.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" vergessen haben
Unregelmäßige Einnahme, zu geringe Einzel- und Tagesgaben und zu kurze Behandlungsdauer können den Behandlungserfolg gefährden. Eine unterlassene Einzelgabe muss möglichst bald nachgeholt und die Behandlung dann wie ursprünglich vorgesehen fortgeführt werden; die zulässige Tages-Dosis sollte dabei aber nicht überschritten werden. Befragen Sie in Zweifelsfällen einen Arzt.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Herz-/Kreislauferkrankungen
4.1.a.1 Gelegentlich
Pulsbeschleunigung (Tachykardie) sowie vorübergehendes Absinken des Blutdrucks.
4.1.a.2 Sehr selten
Kollaps mit Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit infolge starken Blutdruckabfalls.
4.1.a.3 Häufigkeit nicht bekannt
Anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzschlag, Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls, sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung des Herzaktivität).
4.1.b Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie), weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Agranulozytose), Blutplättchen (Thrombopenie) oder mehreren Blutzellarten gleichzeitig (Panzytopenie). Nur in einigen Fällen ist dies die Folge einer Störung der Blutzellenbildung im Knochenmark (Knochenmarksdepression).
Mangel an roten Blutkörperchen durch deren vermehrten Zerfall (hämolytische Anämie). Zeichen solcher Nebenwirkungen sind: Blässe und Schwäche, rötlich verfärbter Urin, entzündliche Schleimhautveränderungen (z.B. im Mund- und Rachenraum, After- und Genitalbereich), Halsentzündung und unerwartet dauerhaftes oder wiederkehrendes Fieber, oder verstärkte Blutungsneigung (z.B. verstärkte Neigung zu Blutergüssen) und das gehäufte Auftreten von sog. Petechien (kleine, punktförmige, rötliche Flecken in der Haut und an den Schleimhäuten).
4.1.c Erkrankungen des Nervensystems
4.1.c.1 Gelegentlich
Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Unruhe.
4.1.c.2 Selten
Benommenheit, Störungen des Zusammenspiels der Muskeln (muskuläre Koordinationsstörungen, z.B. Zittern oder Gangunsicherheit), extrapyramidale Symptome (z.B. erhöhte bzw. erniedrigte Muskelspannung, Zittern, unbeabsichtigte Bewegungen des Gesichts bzw. des Körpers, verlangsamter Bewegungsbeginn, Bewegungsarmut), Krampfanfälle, Parästhesien (Missempfindungen wie z.B. Kribbeln und Taubheitsgefühl) bzw. Hyperästhesien (gesteigerte Empfindlichkeit für Sinnesreize), Geschmacks- und Geruchsstörungen (bis zum Verlust des Geschmacks- und Geruchsinnes), Gleichgewichtsstörungen.
4.1.d Augenerkrankungen
Selten: Sehstörungen (z.B. Verschwommensehen, Doppeltsehen und verändertes Farbensehen).
4.1.e Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs
Selten: Tinnitus (Ohrgeräusche wie z.B. Pfeifen), Hörstörungen (in Ausnahmefällen auch Hörverlust).
4.1.f Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig: Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
Durchfall kann, wie bei vielen anderen Antibiotika, unter Umständen als Erscheinungsform einer Darmentzündung (Enterokolitis) auftreten, die in einigen Fällen hämorrhagisch (mit Blut im Stuhl) verlaufen kann. Eine seltene Form der Darmentzündung unter Behandlung mit Antibiotika ist die pseudomembranöse Kolitis, in den meisten Fällen verursacht durch das Bakterium Clostridium difficile (siehe "Gegenmaßnahmen").
4.1.g Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Beeinträchtigung der Nierenleistung mit z.B. Anstieg der Menge von Kreatinin im Blut (Stoff, der durch die Nieren ausgeschieden wird), allergisch bedingte Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis).
Diese Reaktionen können in manchen Fällen bis zum akuten Nierenversagen fortschreiten. Eine solche schwere Einschränkung der Nierenleistung äußert sich typischerweise in starker Ab- oder Zunahme der Urinausscheidung, verbunden mit allgemeinen Beschwerden wie Schwäche, Schläfrigkeit und Übelkeit.
4.1.h Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
4.1.h.1 Gelegentlich
Haut- und Schleimhautreaktionen, wie z.B. Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschläge (in Ausnahmefällen mit Blasen oder Eiterbläschen).
4.1.h.2 Sehr selten
Flüchtige Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush). Erythema multiforme, Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom. Solche schweren Haut- und Schleimhautreaktionen äußern sich typischerweise in Blasenbildung und Ablösung von Hautstellen. Manchmal geht diesen Veränderungen ein fleckiger Ausschlag voraus. Üblicherweise sind hierbei auch die Schleimhäute betroffen.
Entzündung von kleinen Blutgefäßen (Vaskulitis). Sie kann sich generell in Form von kleinen, punktförmigen Haut- oder Schleimhautblutungen (Petechien), in Blasenbildungen mit Einblutungen und kleinen Knötchen mit Krustenbildungen äußern sowie in Ausnahmefällen zu Hautschädigungen bis zum Absterben der Haut führen. Sie kann auch innere Organe einbeziehen.
Lichtüberempfindlichkeit der Haut. Eine solche Reaktion kann sich wie ein starker Sonnenbrand äußern und in manchen Fällen auch die Nägel einbeziehen (Verfärbung, Ablösung).
Schwitzen.
4.1.i Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten: Unter der Behandlung mit Chinolonen, wie z.B. Ofloxacin, kann es zu Sehnenentzündung (Tendinitis) und Rissen von Sehnen (z.B. der Achillessehne) kommen. Diese Nebenwirkung kann innerhalb von 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und beidseitig auftreten.
Muskelbeschwerden wie Schmerzen oder Schwäche der Muskeln (von besonderer Bedeutung bei Patienten mit z.B. Myasthenia gravis, einer schweren Muskelerkrankung). Sehr selten kann dies Ausdruck einer Muskelgewebsschädigung (Rhabdomyolyse) sein. Dies kann in manchen Fällen auch zu einer Abnahme der Muskelmasse oder zum akuten Nierenversagen führen.
Gelenk- und Sehnenbeschwerden (z.B. Schmerzen in diesem Bereich).
4.1.j Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
4.1.j.1 Sehr selten
Anstieg oder Abfall des Blutzuckers (Hyper- oder Hypoglykämie), insbesondere bei Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Typische Zeichen eines zu hohen Blutzuckers sind häufigeres Wasserlassen, starkes Durstgefühl, Mundtrockenheit und trockene Haut. Typische Zeichen eines zu niedrigen Blutzuckers sind Kopfschmerzen, Heißhunger, Mattigkeit, Aggressivität, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen, evtl. in Verbindung mit Schwitzen.
4.1.j.2 Häufigkeit nicht bekannt
Es ist nicht auszuschließen, dass Ofloxacin bei Patienten mit Porphyrie (seltene Stoffwechselerkrankung) eine Porphyrie-Attacke auslösen kann (typische Anzeichen: z.B. rötliche Urinverfärbung, schwere Bauchschmerzen und Nervenfunktionsstörungen).
4.1.k Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Auch schon bei erstmaliger Anwendung können anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen auftreten (dies sind rasch, d.h. innerhalb von Minuten oder Stunden nach Anwendung einsetzende allergische oder allergieähnliche Reaktionen); sie können sich z.B. in Augenbrennen, Hustenreiz und Nasenlaufen äußern, aber auch in Blutdruckanstieg, einer Schwellung von Haut oder Schleimhäuten (Angioödem) z.B. des Gesichts, der Zunge und im Bereich des Kehlkopfes (Anzeichen: Heiserkeit, Atembehinderung). In den schwersten Fällen kann es zu starker Atemnot (auch durch eine Verkrampfung der Bronchien), Blutdruckabfall und/oder zum Kreislaufzusammenbruch (Schock) kommen. In diesen Fällen ist die Behandlung mit Ofloxacin sofort abzubrechen. Eine solche Reaktion erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung (siehe "Gegenmaßnahmen").
Fieber, Eosinophilie (Erhöhung der Zahl einer bestimmten Art von weißen Blutzellen), allergische Lungenentzündung (Pneumonitis).
4.1.l Leber- und Gallenerkrankungen
4.1.l.1 Selten
Erhöhung bestimmter Laborwerte (Leberenzyme), die den Zustand der Leber widerspiegeln.
Beeinträchtigung der Leberleistung mit Erhöhung des Bilirubin- (Gallenfarbstoff-) Spiegels im Blut.
4.1.l.2 Sehr selten
Gelbsucht infolge verminderter Ausscheidung des Gallenfarbstoffes (cholestatischer Ikterus), Leberentzündung (Hepatitis), schwerer Leberschaden.
4.1.m Psychiatrische Erkrankungen
4.1.m.1 Gelegentlich
Verwirrtheit.
4.1.m.2 Selten
Intensive Traumerlebnisse (bis zum Albtraum), psychotische Reaktionen wie Erregungszustände, Angstzustände, Depressionen und Halluzinationen (Sinnestäuschungen, Fehlwahrnehmungen). Bestimmte psychotische Reaktionen können in manchen dieser Fälle zur Selbstgefährdung führen. Solche Reaktionen können schon nach Erstanwendung von Ofloxacin auftreten. Ofloxacin ist dann sofort abzusetzen.
Hinweis: Bis auf sehr seltene Fälle (einzelne Fälle von z.B. Geruchs- und Hörstörungen) sind die beobachteten unerwünschten Wirkungen nach Absetzen von Ofloxacin wieder abgeklungen.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. pseudomembranöse Kolitis, manche Blutbildveränderungen, schwere anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen und schwere Hautreaktionen) unter Umständen lebensbedrohlich werden können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter ein.
Pseudomembranöse Kolitis (schwere Darmerkrankung): Hier muss der Arzt (auch schon bei Verdacht) eine Beendigung der Behandlung in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z.B. Anwendung von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht angewendet werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie): Hier muss die Behandlung sofort abgebrochen und eine ärztliche Behandlung mit den üblichen Notfallmaßnahmen (z.B. Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden, Sympathomimetika und gegebenenfalls Beatmung) eingeleitet werden.
Krampfanfälle: Entsprechende ärztliche Notfallmaßnahmen sind zu ergreifen, wie Freihaltung der Atemwege und Gabe von krampflösenden Arzneimitteln.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Uro Tarivid 100 Filmtabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

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