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Tryasol Codein mite Tropfen

Präparat:

Tryasol Codein mite Tropfen

Darreichungsform:

Tropfen

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Codein (phosphat 0,5 H2O)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Tryasol Codein mite Tropfen" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Tryasol Codein mite Tropfen" enthält den Wirkstoff Codein, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Opium-Alkaloide.
Codein wirkt -Dosisabhängig zentral schmerzstillend und gegen Husten (antitussiv).
Codein wird üblicherweise in folgenden Formen angewendet: als Codein-Monohydrat oder in Salzform als Codeinphosphat oder Codeinphosphat-Hemihydrat.
Codein ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Codein gibt es üblicherweise als
- Weichkapseln mit 30 mg Codein-Monohydrat, entsprechend 28,3 mg Codein,
- Tabletten enthaltend entsprechend 22,1 mg bis 56,59 mg Codein,
- Retardtabletten mit 50 mg Codeinphosphat-Hemihydrat, entsprechend 36,8 mg Codein,
- Tropfen/Saft enthaltend entsprechend 1 mg bis 24 mg Codein pro ml oder g Lösung.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Codein wird angewendet
zur symptomatischen Therapie von Reizhusten (unproduktiver Husten).
2 Was müssen Sie vor der Anwendung von "Tryasol Codein mite Tropfen" beachten?
2.1 "Tryasol Codein mite Tropfen" darf nicht angewendet werden,
- bei Überempfindlichkeit gegen Bestandteile dieses Arzneimittels,
- wenn Sie eine funktionelle Atemschwäche (Ateminsuffizienz) oder Atemhemmung (Atemdepression) haben,
- wenn Sie einen akuten Asthmaanfall erleiden,
- wenn der Patient im Koma liegt,
- wenn Sie kurz vor der Niederkunft stehen,
- wenn bei Ihnen eine drohende Frühgeburt festgestellt wurde,
- in der Stillzeit,
- bei Kindern unter 12 Jahren (AkdÄ Drug Safety Mail/12-2015; 28.04.2015),
- bei Patienten jeglichen Alters, die Codein sehr schnell verstoffwechseln, wegen des Risikos schwerwiegender Nebenwirkungen (z.B. Atemprobleme): Einige Patienten (ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer) verstoffwechseln Codein schneller zu Morphin, was zu hohen Morphinspiegeln im Blut führt und zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie beeinträchtigter Atemfunktion führen kann (AkdÄ Drug Safety Mail/12-2015; 28.04.2015).
Außerdem (Empfehlung des europäischen Ausschusses für Risikobewertung (PRAC); Datum 24.04.2015): Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren mit Atemwegsbeeinträchtigungen wird Codein wegen der erhöhten Anfälligkeit für Atemstörungen nicht mehr empfohlen.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Tryasol Codein mite Tropfen" ist erforderlich
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie "Tryasol Codein mite Tropfen" einnehmen. Codein besitzt ein Abhängigkeitspotenzial. Es können sich, vor allem bei hochdosiertem Gebrauch, körperliche und seelische Abhängigkeit entwickeln.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Tryasol Codein mite Tropfen" ist erforderlich,
- wenn Sie von Opioiden abhängig sind.
- wenn Sie unter Bewusstseinsstörungen leiden.
- wenn Sie Störungen des Atemzentrums (z.B. bei Zuständen, die mit erhöhtem Hirndruck einhergehen) und Störungen der Atemfunktion haben.
- wenn Sie Asthma haben. Chronischer Husten kann ein Warnzeichen für ein beginnendes Asthma bronchiale sein. Darauf ist insbesondere bei Kindern zu achten.
- wenn Sie unter chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden.
- wenn bei Ihnen der Husten von einer vermehrten Schleimbildung begleitet wird oder es zu anderem Auswurf kommt. In diesen Fällen dürfen Sie "Tryasol Codein mite Tropfen" erst nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch Ihren Arzt einnehmen, da es zu einem gefährlichen Sekretstau kommen kann.
- wenn Sie unter Krämpfen der Gallenblase leiden.
- wenn Ihnen die Gallenblase entfernt wurde (Zustand nach Cholezystektomie).
- wenn Sie unter Krampanfällen leiden.
- wenn Sie Nierenfunktionsstörungen haben.
- wenn Sie älter sind.
Bei höheren Dosen:
- wenn Sie unter niedrigem Blutdruck aufgrund von Flüssigkeitsmangel leiden.
Hinweise zu sonstigen Bestandteilen:
Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies evtl. den Zuckergehalt auch berücksichtigen.
Sorbitol kann eine leicht abführende Wirkung haben.
Tropfen enthalten üblicherweise Alkohol. Ein gesundheitliches Risiko kann bestehen u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann beeinträchtigt oder verstärkt werden.
2.2.a Kinder
Codein darf bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Die Anwendung codeinhaltiger Arzneimittel zur Behandlung von Husten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren mit ausgeprägten Atemwegsbeeinträchtigungen wird nicht empfohlen.
2.2.b Ältere Patienten
Die Dosierung sollte bei älteren Patienten so niedrig wie möglich erfolgen.
2.2.c Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie "Tryasol Codein mite Tropfen" nur auf ausdrückliche Verordnung Ihres Arztes einnehmen, da unerwünschte Wirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden können.
Bei nahender Geburt oder drohender Frühgeburt dürfen Sie "Tryasol Codein mite Tropfen" nicht anwenden, da der in "Tryasol Codein mite Tropfen" enthaltene Wirkstoff Codein die Plazentaschranke passiert und beim Neugeborenen zu Atemstörungen führen kann.
Bei längerfristiger Einnahme von "Tryasol Codein mite Tropfen" kann sich eine Codeinabhängigkeit des ungeborenen Kindes entwickeln. Berichte über Entzugserscheinungen beim Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von Codein im letzten Drittel der Schwangerschaft liegen vor.
2.2.d Stillzeit
Stillende Mütter dürfen Codein wegen des Risikos für den Säugling nicht anwenden.
Eltern und Pflegepersonal, die eines der folgenden Symptome bei Patienten beobachten, die Codein anwenden, sollten die Medizin absetzen und unverzüglich ärztlichen Rat einholen: Verlangsamte oder flache Atmung; Verwirrung, Müdigkeit, enge Pupillen, Übelkeit, Verstopfung oder Appetitverlust.
Bei Fragen zur Behandlung oder Nebenwirkungen von Codein sollten Patienten den Rat von Arzt oder Apotheker einholen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, oder zum Bedienen von Maschinen sowie die Ausübung gefährlicher Tätigkeiten beeinträchtigt wird.
2.3 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Folgende Arzneimittel können in ihrer Wirkung von "Tryasol Codein mite Tropfen" beeinflusst werden, oder ihrerseits die Wirkung von "Tryasol Codein mite Tropfen" beeinflussen. Fragen Sie daher vor einer gleichzeitigen Anwendung der folgenden Arzneimittel mit "Tryasol Codein mite Tropfen" unbedingt Ihren Arzt:
- Beruhigungs- und Schlafmittel,
- Psychopharmaka (Phenothiazine wie z.B. Chlorpromazin, Thioridazin, Perphenazin),
- Mittel zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika wie z.B. Promethazin, Meclozin),
- blutdrucksenkende Mittel (Antihypertonika),
- trizyklische Antidepressiva wie z.B. Imipramin, Amitriptylin und Opipramol,
- bestimmte stark wirksame Schmerzmittel wie z.B. Buprenorphin, Pentacozin (sogenannte partielle Opioidagonisten/-antagonisten),
- Cimetidin und andere Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel beeinflussen können.
Bestimmte Arzneimittel gegen Depression, sogenannte MAO-Hemmer, wie z.B. Moclobemid: "Tryasol Codein mite Tropfen" darf erst 2 Wochen nach dem Ende einer Therapie mit MAO-Hemmern eingenommen werden.
2.4 Bei Einnahme von "Tryasol Codein mite Tropfen" zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Anwendung von "Tryasol Codein mite Tropfen" dürfen Sie keinen Alkohol trinken. "Tryasol Codein mite Tropfen" vermindert zusammen mit Alkohol die Fähigkeit zur Lösung komplexer Aufgaben und des Konzentrationsvermögens (psychomotorische Leistungsfähigkeit) stärker als die Einzelstoffe. Darüber hinaus kann der gleichzeitige Genuss von Alkohol die atemhemmende Wirkung verstärken.
3 Wie ist "Tryasol Codein mite Tropfen" einzunehmen?
Nehmen Sie "Tryasol Codein mite Tropfen" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Sie sind in der Regel mit einer Bruchrille versehen und in Hälften teilbar.
Die Weichkapseln/Retardtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
Nehmen Sie die Tropfen am besten in einem Glas Wasser verdünnt ein.
Der Saft ist gebrauchsfertig und kann, falls erforderlich, auch verdünnt in einem Glas Wasser eingenommen werden.
Die letzte Einnahme sollte bevorzugt abends kurz vor dem Schlafengehen erfolgen, um Störungen des Schlafes durch Husten bzw. Hustenreiz zu unterdrücken.
Die Dauer der Anwendung ist abhängig vom Verlauf der Erkrankung. Bei Fortbestehen des Hustens über einen Zeitraum von 2 Wochen hinaus muss eine weitere diagnostische Abklärung erfolgen.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Achten Sie zu Beginn der Behandlung auf eventuelle Zeichen einer Überdosierung: extreme Schläfrigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit. Gleichzeitig treten in der Regel enge Pupillen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Harn- und Stuhlverhalten auf. Unterversorgung mit Sauerstoff (Zyanose, Hypoxie), kalte Haut, herabgesetzte Muskelspannung und fehlende Reflexe kommen vor, mitunter auch Verlangsamung der Herzfrequenz und Blutdruckabfall; gelegentlich treten, vor allem bei Kindern, nur Krämpfe auf.
Aufgrund einer genetischen Variante des Leberisoenzyms CYP2D6 (Polymorphismus) wird Codein bei manchen Menschen sehr schnell zu Morphin umgewandelt, was zu einer relativen Überdosierung führen kann.
3.2.a Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
3.2.a.1 Tabletten
11,05 bis 56,6 mg, 2- bis 4-mal täglich. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Anwendungen sollte mindestens 6 bis 8 Stunden betragen.
In Ausnahmefällen sind Einzedosen bis 84,9 (bis 99,45 mg) Codein möglich. Tagesgesamt-Dosis beträgt maximal 184 mg, in Ausnahmefällen jedoch bis 298,35 mg Codein. Die Tageshöchst-Dosis darf nicht überschritten werden.
3.2.a.2 Weichkapseln mit 28,3 mg Codein
Einzel-Dosis: 1 Kapsel alle 6 bis 8 Stunden; in Einzelfällen bis zu 3 Kapseln (entsprechend 84,9 mg Codein). Tagesgesamt-Dosis: maximal 7 Kapseln (entsprechend 198 mg Codein).
3.2.a.3 Retardtabletten mit 36,8 Codein
1 bis 2 Retardtabletten morgens und abends, entsprechend 36,8 - 73,6 mg Codein, maximal 4 Retardtabletten entsprechend 147,2 mg Codein pro 24 Stunden.
3.2.a.4 Saft/Tropfen
Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene nehmen 2- bis 3-mal täglich 15 bis 44 mg Codein. Maximale Tages-Dosis: 240 mg Codein oder entsprechend nach Anweisung des Arztes ein.
3.2.b Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (terminale Niereninsuffizienz, Dialysepflicht)
Es können größere Dosierungsabstände erforderlich sein, weil die Ausscheidung von Codein verlangsamt erfolgt.
Diese Angaben beziehen sich auf die Wirkstärken gemäß Kapitel 1.2.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Tryasol Codein mite Tropfen" eingenommen haben, als Sie sollten
Das Charakteristische einer Überdosierung mit Codein ist die extreme Verringerung des Atemantriebs. Die Symptome gleichen weitgehend denen der akuten Morphinvergiftung mit extremer Schläfrigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit. Gleichzeitig treten in der Regel enge Pupillen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Harn- und Stuhlverhalten auf. Unterversorgung mit Sauerstoff (Zyanose, Hypoxie), kalte Haut, herabgesetzte Muskelspannung und fehlende Reflexe kommen vor, mitunter auch Verlangsamung der Herzfrequenz und Blutdruckabfall; gelegentlich treten, vor allem bei Kindern, nur Krämpfe auf.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit "Tryasol Codein mite Tropfen" ist in jedem Fall sofort ein Arzt zu verständigen.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Tryasol Codein mite Tropfen" vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Tryasol Codein mite Tropfen" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Tryasol Codein mite Tropfen" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Sehr häufig
Übelkeit, u. U. bis zum Erbrechen (insbesondere zu Therapiebeginn), Verstopfung (Obstipation).
4.1.b Häufig
Leichte Kopfschmerzen, leichte Schläfrigkeit.
4.1.c Gelegentlich
Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Mundtrockenheit, Juckreiz, urtikarielles Exanthem.
4.1.d Selten
Schwere allergische Reaktionen einschließlich einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, massiver Blasenbildung auf der Haut, auf. In diesem Fall sollten Sie sich sofort an einen Arzt oder den Notdienst wenden.
4.1.e Sehr selten
Gewichtszunahme.
Häufigkeit nicht bekannt
Schwindel, Stimmungsschwankungen, niedriger Blutdruck, Verringerung des Atemantriebs, Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Hautausschlag.
Bei höheren Dosen oder bei besonders empfindlichen Patienten können -Dosisabhängig die Fähigkeit zur optischen Fixierung von Gegenständen (visuomotorische Koordination) und die Sehleistung verschlechtert sein. Ebenfalls kann eine krankhafte Hochstimmung (Euphorie) auftreten.
Codein kann, insbesondere bei Einzeldosen über 60 mg, den Muskelspannungszustand (Muskeltonus) der unwillkürlichen Muskeln (glatten Muskulatur) z.B. Darmmuskulatur, Harnblasenmuskulatur erhöhen.
Bei hohen therapeutischen Dosen und bei Vergiftungen können Ohnmachtsanfälle (Synkopen) und Blutdruckabfall auftreten, bei Patienten mit vorbestehenden Lungenfunktionsstörungen muss mit dem Auftreten von Lungenödemen gerechnet werden.
4.2 Gegenmaßnahmen
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Meldung von Nebenwirkungen: Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in der Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn; Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5 Wie ist "Tryasol Codein mite Tropfen" aufzubewahren?
Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Bitte beachten Sie ggf. auch den Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch! Flüssige Darreichungsformen Codein-haltiger Arzneimittel werden üblicherweise in kindergesicherten Verpackungen abgegeben.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; April 2015 - Juni 2015


www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 31.10.2012,
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