Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Torem 10 Tabletten

Präparat:

Torem 10 Tabletten

Darreichungsform:

Tabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Torasemid
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Torem 10 Tabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Torem 10 Tabletten" enthält den Wirkstoff Torasemid, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Schleifendiuretika vom Typ der Sulfonamide.
Torasemid ist ein Arzneimittel, das die Urinausscheidung fördert. Außerdem senkt es den Blutdruck.
Torasemid ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Torasemid zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
- Tabletten enthaltend 2,5 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg, 50 mg, 100 mg oder 200 mg Torasemid.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Torasemid wird bei Erwachsenen angewendet
- zur Behandlung von nicht-organbedingtem Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie).
- zur Behandlung und Vorbeugung des Wiederauftretens von
- Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) und/oder
- Flüssigkeitsansammlungen in Körperhöhlen (Ergüsse),
die aufgrund von Funktionsstörungen des Herzens (Herzmuskelschwäche) entstehen.
Torasemid wird außerdem hochdosiert (50 mg-200 mg/Tag) angewendet:
- zur Behandlung von chronisch stark verminderter Nierenfunktion im Stadium vor der Dialyse und im Dialysestadium, insbesondere wenn Ödeme, die durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe verursacht werden, auftreten.
Diese Behandlung ist ausschließlich bei Patienten mit stark verminderter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance weniger als 20 ml pro Minute und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration größer als 6 mg pro dl) angezeigt.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Torem 10 Tabletten" beachten?
2.1 "Torem 10 Tabletten" darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich gegen den Wirkstoff Torasemid, strukturverwandte Stoffe (Sulfonamide, Sulfonylharnstoffe) oder einen der sonstigen Bestandteile von "Torem 10 Tabletten" sind,
- bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie),
- bei schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinstrübung (Coma oder Praecoma hepaticum),
- bei krankhaft erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie),
- bei Blutvolumenmangel (Hypovolämie),
- bei Natrium- oder Kaliummangel (Hyponatriämie, Hypokaliämie),
- bei erheblichen Störungen des Harnflusses (z.B. aufgrund einer krankhaften Vergrößerung der Prostata),
- wenn Sie stillen.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Torem 10 Tabletten" ist erforderlich
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie "Torem 10 Tabletten" einnehmen.
Da bisher keine ausreichenden Behandlungserfahrungen vorliegen, sollte "Torem 10 Tabletten" nicht angewendet werden bei:
- Gicht,
- höhergradigen Erregungsbildungs- und Leitungsstörungen des Herzens (z.B. SA-Block, AV-Block II. oder III. Grades),
- krankhaften Veränderungen des Säure-/Basenhaushaltes,
- gleichzeitiger Behandlung mit Lithium oder bestimmten Antibiotika (Aminoglykoside, Cephalosporine),
- krankhaften Veränderungen des Blutbildes (z.B. Thrombozytopenie oder Anämie bei Patienten ohne Nierenfunktionsstörungen),
- Nierenfunktionsstörungen aufgrund nierenschädigender Substanzen.
Auswirkungen bei Dopingkontrollen und bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken: Die Anwendung von "Torem 10 Tabletten" kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Auswirkungen beim Fehlgebrauch von "Torem 10 Tabletten" zu Dopingzwecken können nicht abgesehen werden, Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
Da bei Kindern unter 18 Jahren noch keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, sollten diese Torasemid nicht erhalten.
2.2.b Ältere Patienten
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
2.2.c Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie "Torem 10 Tabletten" nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Dabei darf nur die niedrigste Dosis eingesetzt werden. Es ist nicht bekannt, welche Wirkungen "Torem 10 Tabletten" auf das ungeborene Kind hat.
2.2.d Stillzeit
Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff von "Torem 10 Tabletten" in die Muttermilch übergeht. Daher dürfen Sie "Torem 10 Tabletten" während der Stillzeit nicht einnehmen. Müssen Sie während der Stillzeit dennoch mit "Torem 10 Tabletten" behandelt werden, müssen Sie abstillen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
"Torem 10 Tabletten" kann Ihr Reaktionsvermögen verändern. "Torem 10 Tabletten" kann Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigen.
Dies gilt vor allem bei:
- Behandlungsbeginn,
- einer Dosiserhöhung,
- einem Präparatewechsel,
- Beginn einer zusätzlichen Behandlung mit einem anderen Arzneimittel.
Alkohol kann diese Wirkung verstärken. Daher sollten Sie während der Behandlung mit "Torem 10 Tabletten" keinen Alkohol trinken.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
2.3.a "Torem 10 Tabletten" kann die Wirkung folgender Arzneimittel beeinflussen
- Blutdrucksenkende Mittel, insbesondere ACE-Hemmer: Wenn Sie ACE-Hemmer zusätzlich oder unmittelbar nach einer Behandlung mit "Torem 10 Tabletten" einnehmen, kann eine zu starke Blutdrucksenkung erfolgen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie einen ACE-Hemmer einnehmen oder eingenommen haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma): "Torem 10 Tabletten" kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
- Substanzen, die chemisch mit Curare verwandt sind: Verstärkung der muskelerschlaffenden Wirkung
- Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit): "Torem 10 Tabletten" kann die Wirkung dieser Arzneimittel verringern.
- Schmerz- und Rheumamittel: Bei hoch dosierter Behandlung mit Schmerz- und Rheumamitteln aus der Gruppe der Salicylate kann deren Wirkung auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.
- Arzneimittel zur Behandlung von Kreislaufstörungen bis hin zum Schock (z.B. Adrenalin und Noradrenalin): Die Wirkung dieser Arzneimittel kann durch "Torem 10 Tabletten" verringert werden.
2.3.b Die Wirkung von "Torem 10 Tabletten" wird durch die folgenden Arzneimittel beeinflusst
- Probenecid (Arzneimittel zur Gichtbehandlung): Probenecid kann die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung von "Torem 10 Tabletten" abschwächen.
- Bestimmte entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. Indometacin, Acetylsalicylsäure): Diese Arzneimittel können die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung von "Torem 10 Tabletten" abschwächen.
- Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte): Die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel kann die Aufnahme von "Torem 10 Tabletten" aus dem Magen-Darm-Trakt verringern. Dadurch kann es zu einer Verminderung der Wirksamkeit von "Torem 10 Tabletten" kommen.
2.3.c "Torem 10 Tabletten" kann insbesondere bei hoch dosierter Behandlung (siehe Abschnitt 3) zu einer Verstärkung folgender Nebenwirkungen führen
- Schädigung des Gehörs und der Nieren bei Anwendung sogenannter Aminoglykosid-Antibiotika (z.B. Kanamycin, Gentamycin, Tobramycin) zur Behandlung von Infektionen
- Schädigung des Gehörs und der Nieren bei Anwendung von Arzneimitteln, die Cisplatin enthalten (ein Wirkstoff zur Behandlung von Krebserkrankungen)
- Schädigung der Nieren bei Anwendung sogenannter Cephalosporine (Wirkstoffe aus der Gruppe der Antibiotika) zur Behandlung von Infektionen
2.3.d Weitere Wechselwirkungen bei Anwendung von "Torem 10 Tabletten" mit anderen Arzneimitteln
- Ein durch "Torem 10 Tabletten" verursachter Kaliummangel kann zu vermehrten und verstärkten Nebenwirkungen von gleichzeitig eingenommenen Digitalispräparaten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche) führen.
- Verstärkung eines Kaliummangels bei gleichzeitiger Anwendung von Abführmitteln
- Verstärkung eines Kaliummangels bei gleichzeitiger Anwendung von Nebennierenrinden-Hormonen (sogenannte Mineralo- und Glukokorticoide, z.B. Cortison)
- Verstärkung der herz- und nierenschädigenden Wirkung von Lithium (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Stimmungsschwankungen und einigen Arten von Depressionen verwendet wird). Die gleichzeitige Einnahme von "Torem 10 Tabletten" und Lithium kann die Lithium-Konzentrationen im Blut erhöhen.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Torem 10 Tabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Sie sollten während der Behandlung mit "Torem 10 Tabletten" keinen Alkohol trinken.
3 Wie ist "Torem 10 Tabletten" einzunehmen?
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten bitte morgens unzerkaut mit etwas Flüssigkeit.
Die Einnahme von "Torem 10 Tabletten" kann unabhängig von oder zu den Mahlzeiten erfolgen.
"Torem 10 Tabletten" wird in der Regel als Langzeitbehandlung bzw. bis zum Rückgang der Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) angewendet. Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von "Torem 10 Tabletten" zu stark oder zu schwach ist.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene
3.2.a Bei Bluthochdruck
Die Behandlung wird mit 2,5 mg Torasemid 1-mal täglich begonnen. Die blutdrucksenkende Wirkung von Torasemid setzt langsam in der ersten Woche ein und erreicht spätestens nach ca. 12 Wochen ihr größtes Ausmaß.
Sollte nach 12-wöchiger Therapie mit täglich 2,5 mg Torasemid keine Blutdrucknormalisierung erreicht worden sein, kann eine Erhöhung der Dosis auf 5 mg Torasemid pro Tag erfolgen. Eine zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung durch die Dosiserhöhung ist insbesondere bei anfänglich schwerem Bluthochdruck (diastolischer Blutdruck größer als 115 mmHg) sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion zu erwarten.
Eine weitere Erhöhung der täglichen Dosis über 5 mg Torasemid sollte nicht erfolgen, da dadurch keine weitere Blutdrucksenkung zu erwarten ist.
3.2.b Behandlung und Vorbeugung des Wiederauftretens kardialer Ödeme und/oder Ergüsse bei Erwachsenen aufgrund einer Herzinsuffizienz
Soweit von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, wird die Therapie mit täglich 5 mg Torasemid begonnen. Diese Dosis wird normalerweise während der gesamten Behandlung beibehalten.
Falls diese Dosis bei Ihnen nicht ausreichend wirken sollte, kann Ihr Arzt Ihre tägliche Dosis auf 10 mg Torasemid erhöhen. Ihr Arzt wird hierbei den Schweregrad Ihrer Erkrankung berücksichtigen. Wenn notwendig, ist eine Dosissteigerung auf bis zu täglich 20 mg Torasemid möglich.
3.2.c Ältere Patienten
Für ältere Patienten gelten keine abweichenden Dosierungsempfehlungen. Ausreichende vergleichende Untersuchungen zwischen älteren und jüngeren Patienten liegen jedoch nicht vor.
3.2.d Patienten mit Leberinsuffizienz
Bei Patienten mit Leberinsuffizienz sollte die Behandlung mit Vorsicht erfolgen, da die Plasmakonzentrationen von Torasemid erhöht sein können.
3.2.e Bei stark verminderter Nierenfunktion
Die Dosierung sollte individuell entsprechend dem Schweregrad der Niereninsuffizienz erfolgen. Die Therapie sollte mit 50 mg Torasemid täglich begonnen werden. Bei ungenügender Harnausscheidung ist eine Dosissteigerung auf täglich 100 mg Torasemid bis max. 200 mg Torasemid möglich.
Tagesdosen von 200 mg sollten nur bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz angewendet werden. Eine Diurese von mindestens 200 ml/24 Stunden sollte gewährleistet sein. Während der Behandlung ist eine sorgfältige ärztlich Überwachung des Patienten erforderlich.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Torem 10 Tabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Eine versehentliche oder beabsichtigte Einnahme zu großer Mengen von "Torem 10 Tabletten" kann zu einer übersteigerten, möglicherweise gefährlichen Ausscheidung von Salz und Wasser, eventuell zu Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps und Magen-Darm-Beschwerden führen.
In diesem Fall ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleitet.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Torem 10 Tabletten" vergessen haben
Wenn Sie eine zu geringe Dosis eingenommen oder die Einnahme von "Torem 10 Tabletten" vergessen haben, führt dies zu einer Abschwächung der Wirkung. Dies kann sich in einer Verschlechterung des Beschwerdebildes äußern, z.B. Gewichtszunahme oder verstärkte Wasseransammlung in den Geweben.
Sie sollten die Einnahme so bald wie möglich nachholen. Eine verspätete Einnahme sollte jedoch nicht mehr erfolgen, wenn bald der nächste Einnahmezeitpunkt erreicht ist. In diesem Fall nehmen Sie beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Torem 10 Tabletten" abgebrochen wird
Bei Unterbrechung oder vorzeitiger Beendigung ist ebenfalls eine Verschlechterung des Beschwerdebildes zu erwarten. Sie sollten daher auf keinen Fall die Einnahme von "Torem 10 Tabletten" ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Torem 10 Tabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Häufig
Störungen der Regulation des Säure-/Basenhaushalts im Körper (sogenannte metabolische Alkalose), Muskelkrämpfe (insbesondere zu Behandlungsbeginn), erhöhte Mengen von Harnsäure, Zucker (Glucose) und Blutfetten (Triglyceride, Cholesterin) im Blut, Kaliummangel (Hypokaliämie) bei gleichzeitiger kaliumarmer Ernährung, Erbrechen, Durchfall, übermäßigem Gebrauch von Abführmitteln, chronischer Leberfunktionsstörung.
In Abhängigkeit von der Dosierung und der Behandlungsdauer kann es zu Störungen des Salz- und Wasserhaushaltes kommen, z.B. zu Flüssigkeitsverlust (Hypovolämie), Kalium- und/oder Natriummangel (Hypokaliämie und/oder Hyponatriämie). Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere zu Behandlungsbeginn, z.B. Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Verstopfung. Erhöhung der Konzentration eines bestimmten Leberenzyms (Gamma-GT) im Blut. Insbesondere zu Behandlungsbeginn: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche.
4.1.b Gelegentlich
Erhöhung der Konzentrationen von Harnstoff und Kreatinin (ein Muskeleiweiß) im Blut. Bei bereits bestehenden Schwierigkeiten beim Wasserlassen (z.B. bei Vergrößerung der Prostata) kann es zu einer Harnverhaltung kommen. In diesem Fall ist das Wasserlassen stark eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Mundtrockenheit. Taubheits- und Kältegefühl in den Gliedmaßen (Parästhesien).
4.1.c Sehr selten
Verminderung der Anzahl roter und weißer Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) und Verminderung der Anzahl der gerinnungsfördernden Blutplättchen (Thrombozyten). Allergische Reaktionen, z.B. Juckreiz, Hautausschlag (Exanthem), Lichtempfindlichkeit (fotosensibilität), schwere Hautreaktionen. Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen (thromboembolische Komplikationen). Verwirrtheitszustände, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und des Gehirns mit den möglichen Folgen: Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Engegefühl im Brustbereich (Angina Pectoris), akuter Herzinfarkt, plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope), Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.
Falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umständen lebensbedrohlich werden können. Der Arzt entscheidet, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und ob die Behandlung weitergeführt werden kann.
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf "Torem 10 Tabletten" nicht nochmals eingenommen werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Torem 10 Tabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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