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Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln

Präparat:

Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln

Darreichungsform:

Hartkapseln

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Topiramat
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" enthält den Wirkstoff Topiramat, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antiepileptika und aus der Gruppe der Migränemittel.
Topiramat kann für die Behandlung von epileptischen Anfällen oder für die vorbeugende Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eingesetzt werden, wenn eine Migränebehandlung mit Betablockern nicht angezeigt ist, nicht erfolgreich war oder nicht vertragen wurde (Migräneprophylaxemittel der zweiten Wahl).
Topiramat ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Topiramat gibt es üblicherweise als
- Filmtabletten enthaltend 15 mg, 25 mg, 50 mg, 100 mg oder 200 mg Topiramat,
- Hartkapseln enthaltend 15 mg, 25 mg oder 50 mg Topiramat.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Topiramat wird angewendet
- zur alleinigen Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 6 Jahren
- mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 2 Jahren
- um Migränekopfschmerzen bei Erwachsenen vorzubeugen
In der Akutbehandlung von Migräne-Kopfschmerzen ist Topiramat nicht untersucht worden.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" beachten?
2.1 Topiramat darf nicht eingenommen werden
2.1.a Behandlung von Epilepsie
Topiramat darf nicht eingenommen werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Topiramat oder einen der sonstigen Bestandteile von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" sind.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen, wenn Sie schwanger sind, schwanger werden könnten oder stillen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen können.
2.1.b Vorbeugende Behandlung von Migräne
Topiramat darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Topiramat oder einen der sonstigen Bestandteile von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" sind.
- wenn Sie schwanger sind.
Frauen, die sich im gebärfähigen Alter befinden und Topiramat zur Vorbeugung von Migräne-Kopfschmerzen einnehmen, sollten eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Topiramat ist erforderlich,
wenn Sie:
- Nierenprobleme, besonders Nierensteine, haben, oder wenn Sie eine Nierendialyse erhalten,
- in der Vorgeschichte Blut- oder Körperflüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose) haben,
- Leberprobleme haben,
- unter Augenproblemen, besonders unter einem Glaukom, leiden,
- ein Wachstumsproblem haben,
- eine fettreiche diätetische Ernährung (ketogene Diät) erhalten.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen.
Es ist wichtig, dass Sie nicht aufhören Ihre Arzneimittel einzunehmen ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.
Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt bevor Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Topiramat enthalten und Ihnen als Alternative zu "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" gegeben wurden.
Sie könnten Gewicht verlieren, wenn sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen, weshalb Ihr Gewicht regelmäßig kontrolliert werden sollte, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zuviel Gewicht verlieren oder ein Kind, das dieses Arzneimittel einnimmt, nicht genug Gewicht zunimmt.
Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" behandelt wurden, hatten Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
Eine ausreichende Trinkmenge unter der Behandlung mit "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" ist sehr wichtig. Diese kann das Risiko einer Nierensteinbildung vermindern. Eine ausreichende Trinkmenge vor und während Aktivitäten wie Sport oder Situationen, bei denen Sie sich warmen Temperaturen aussetzen, kann das Risiko hitzebedingter Nebenwirkungen vermindern.
Hinweis:
Arzneimittel zum Einnehmen können Lactose enthalten. Bitte nehmen Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
Vorbeugende Behandlung von Migräne: Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da für diese Altersgruppe in der Migräneprophylaxe noch keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen.
2.2.b Ältere Patienten
Bei älteren Patienten ist grundsätzlich an die Möglichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion zu denken. In diesen Fällen wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und besonders auf das Auftreten von Nebenwirkungen zu achten. Bitte lesen und beachten Sie den Abschnitt 3. ("Wie ist "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einzunehmen?") mit besonderer Sorgfalt.
2.2.c Schwangerschaft
Behandlung von Epilepsie: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen können. Wie bei anderen Antiepileptika besteht das Risiko einer Schädigung des ungeborenen Kindes, wenn "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" während der Schwangerschaft angewendet wird. Stellen Sie sicher, dass Ihnen die Risiken und Vorteile einer Anwendung von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" zur Behandlung von Epilepsie während der Schwangerschaft genau klar sind.
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Topiramat nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies für zwingend erforderlich hält und keine Therapiealternativen zur Verfügung stehen. Während der Schwangerschaft sollte Topiramat als Monotherapie und in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden. Vorgeburtliche Maßnahmen zur Früherkennung von Schädigungen (Ultraschall) werden daher empfohlen.
Wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bei Ihnen unter einer Behandlung mit Topiramat eine Schwangerschaft eintritt oder wenn die Behandlung mit Topiramat in der Schwangerschaft erforderlich ist, muss Ihr Arzt die Notwendigkeit einer Anfallskontrolle sorgfältig gegen das mögliche Risiko für das Kind abwägen. In keinem Fall dürfen Sie die Einnahme ohne ärztlichen Rat abbrechen, da es bei epileptischen Anfällen zur Schädigung des Kindes kommen kann.
Nach Einnahme von Topiramat in der Schwangerschaft, zum Teil in Kombination mit anderen Arzneimitteln, ist bei Neugeborenen sehr selten eine Fehlmündung der Harnröhre an der Unterseite des männlichen Gliedes (Hypospadie) aufgefallen; ein ursächlicher Zusammenhang mit Topiramat ist bisher nicht gesichert.
Vorbeugende Behandlung von Migräne: Topiramat darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, sollten Sie während einer Therapie mit Topiramat eine adäquate Methode zur Empfängnisverhütung anwenden. Bitte befragen Sie hierzu unbedingt Ihren Arzt.
2.2.d Stillzeit
Behandlung von Epilepsie: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen, wenn Sie stillen. Da der Wirkstoff von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" in die Muttermilch übergeht und Nebenwirkungen für den Säugling nicht ausgeschlossen werden können, muss Ihr behandelnder Arzt entscheiden, ob die Behandlung mit "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" abgebrochen wird (unter Berücksichtigung der Notwendigkeit der Epilepsie-Behandlung mit "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" für die Mutter) oder ob Sie abstillen müssen.
Vorbeugende Behandlung von Migräne: Sie dürfen Topiramat zur Vorbeugung der Migräne-Kopfschmerzen während der Stillzeit nicht einnehmen. Hält Ihr Arzt eine Migränetherapie mit Topiramat in der Stillzeit für zwingend erforderlich, müssen Sie abstillen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
"Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und besonders in der Anfangsphase der Therapie Schwindel, Schläfrigkeit und ähnliche Symptome verursachen. Es kann auch Sehstörungen und/oder verschwommenes Sehen verursachen. Die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen kann dadurch beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" und bestimmte andere Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen. Manchmal muss die Dosierung Ihrer anderen Arzneimittel oder die von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" angepasst werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor allem, wenn Sie Folgendes einnehmen:
- andere Arzneimittel, die Ihr Denken, Ihre Konzentration oder Ihre Muskelkoordination beeinträchtigen oder verringern (z.B. Arzneimittel, die eine beruhigende Wirkung auf das Zentralnervensystem ausüben, wie zum Beispiel zur Muskelentspannung und Beruhigungsmittel).
- Antibabypillen. "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" kann Ihre Antibabypillen weniger wirksam machen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich Ihre Menstruationsblutung verändert, während Sie Antibabypillen und "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen.
Führen Sie eine Liste aller Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden. Zeigen Sie diese Liste Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ein neues Arzneimittel einnehmen/anwenden.
Andere Arzneimittel, über die Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen sollten, schließen andere Antiepileptika, Risperidon, Lithium, Hydrochlorothiazid, Metformin, Pioglitazon, Glibenclamid, Amitriptylin, Propranolol, Diltiazem, Venlafaxin, Flunarizin ein.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben aufgeführten Zustände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Wechselwirkungen mit Alkohol sind nicht auszuschließen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit über den Tag während Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einnehmen, um Nierensteinen vorzubeugen.
Manche Patienten können während der Behandlung mit Topiramat einen Gewichtsverlust erleiden. Es wird empfohlen, dass Patienten unter der Behandlung mit Topiramat auf Gewichtsverlust kontrolliert werden sollten. Eine diätetische Ergänzung oder gesteigerte Nahrungsaufnahme können erwogen werden, wenn der Patient unter Topiramat Gewicht verliert.
3 Wie ist "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" einzunehmen?
Nehmen Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Der Wirkstoff Topiramat hat einen bitteren Eigengeschmack. Nehmen Sie die Hartkapseln oder Filmtabletten unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit ein. Trinken Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit, um die Bildung von Nierensteinen zu verhindern, während Sie Topiramat einnehmen.
Sie dürfen die Hartkapseln oder Filmtabletten nicht kauen, öffnen oder zermahlen.
Topiramat sollte auf zwei Einzelgaben verteilt (morgens und abends) eingenommen werden. Bei einigen Patienten ist auch die Einmalgabe möglich.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.
Ist geplant, die Behandlung zu beenden, sollte die Dosis von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" schrittweise (ausschleichend) reduziert werden.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Behandlung von Epilepsie
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird die Therapie mit einer niedrigen Dosis begonnen und bis zu einer wirksamen Ziel-Dosis gesteigert. Hierfür stehen niedrige Stärken von Topiramat-Präparaten zur Verfügung.
3.2.a.1 Behandlung der Epilepsie ausschließlich mit Topiramat (Monotherapie)
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: Die Eindosierung sollte in der ersten Woche mit 25 mg Topiramat einmal täglich abends beginnen. Anschließend sollte die Dosis alle 1 bis 2 Wochen um 25 bis 50 mg Topiramat pro Tag, verteilt auf 2 Einzelgaben, gesteigert werden. Die anfänglich empfohlene Ziel-Dosis für Erwachsene liegt in der Monotherapie bei 100 mg Topiramat pro Tag. Die maximal empfohlene Tages-Dosis beträgt 400 bis 500 mg Topiramat.
Kinder ab 6 Jahren: Die Behandlung von Kindern über 6 Jahren sollte in der ersten Woche mit 0.5 bis 1 mg/kg abends beginnen. Die Dosis sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 0,5 oder 1 mg/kg/Tag, verteilt auf 2 Dosen, erhöht werden. Wenn das Kind das Titrationsschema nicht tolerieren kann, können kleinere Schritte oder längere Intervalle zwischen den Erhöhungen angewendet werden.
Abhängig vom klinischen Ansprechen liegt die empfohlene initiale Ziel-Dosis für die Topiramat-Monotherapie bei Kindern über 6 Jahren im Bereich von 100 mg/Tag (dies entspricht 2,0 mg/kg/Tag bei 6 bis 16 jährigen Kindern).
3.2.a.2 Behandlung der Epilepsie bei gleichzeitiger Einnahme anderer Mittel gegen Epilepsie (Zusatztherapie)
Erwachsene und und Jugendliche ab 12 Jahren: Die Eindosierung sollte in der ersten Woche mit 25 bis 50 mg Topiramat einmal täglich abends beginnen. Anschließend sollte die Dosis alle 1 bis 2 Wochen um 25 bis 50 mg Topiramat pro Tag gesteigert und auf 2 Einzelgaben verteilt werden. Die empfohlene Erhaltungs-Dosis liegt in der Zusatztherapie zwischen 200 mg und 400 mg Topiramat/Tag.
Kinder ab 2 Jahre: Die empfohlene Gesamttages-Dosis als Zusatztherapie liegt ungefähr bei 5 bis 9 mg/kg/Tag verteilt auf 2 Dosen. Die Titration sollte in der ersten Woche mit 25 mg (oder weniger, basierend auf einem Bereich von 1 bis 3 mg/kg/Tag) abends beginnen. Die Dosis sollte dann in 1- oder 2-wöchentlichen Intervallen in Schritten von 1 bis 3 mg/kg/Tag (verteilt auf 2 Dosen) erhöht werden, um ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen.
Tagesdosen bis zu 30 mg/kg/Tag wurden untersucht und im Allgemeinen gut toleriert.
3.2.b Vorbeugende Behandlung von Migräne bei Erwachsenen
Ihr Arzt wird gewöhnlich mit einer geringen Dosis von Topiramat und steigert Ihre Dosis dann langsam, bis die beste Dosierung für Sie gefunden wurde.
Die empfohlene Gesamttages-Dosis beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf 2 Dosen. Die Dosisanpassung sollte mit 25 mg abends über 1 Woche beginnen. Die Dosis sollte in Schritten von 25 mg/Tag, verabreicht in 1-wöchentlichen Intervallen, erhöht werden. Wenn der Patient das Dosierungssschema nicht tolerieren kann, können längere Intervalle zwischen den Dosisanpassungen angewendet werden. Einige Patienten können von einer Gesamttages-Dosis von 50 mg/Tag profitieren. Patienten haben eine Gesamttages-Dosis bis zu 200 mg/Tag erhalten. Diese Dosis kann für manche Patienten von Vorteil sein, dennoch wird wegen einer erhöhten Inzidenz an Nebenwirkungen zur Vorsicht geraten.
3.2.c Besondere Patientengruppen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung sollte Topiramat mit Vorsicht verabreicht werden. Eine Halbierung der üblichen Anfangs- und Erhaltungs-Dosis wird empfohlen.
Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sollte an Hämodialyse-Tagen eine Supplementär-Dosis, die ungefähr der Hälfte der Tages-Dosis entspricht, verabreicht werden, da Topiramat durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt wird. Die Supplementär-Dosis sollte in Teildosen zu Beginn und nach Beendigung der Hämodialyse verabreicht werden. Die Supplementär-Dosis kann, basierend auf den Eigenschaften des verwendeten Dialyse-Equipments, variieren.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion: die Behandlung sollte mit Vorsicht erfolgen, da die Topiramat-Clearance vermindert sein kann.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie zuviel Topiramat eingenommen haben, fragen Sie Ihren Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf und legen Sie dort die Verpackung vor. Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung sind: Schläfrigkeit, Sprachstörungen, Doppelbilder, Lethargie, Koordinationsstörungen, Verlangsamung im Denken und Empfinden (Stupor), Bauchschmerzen, niedriger Blutdruck, Erregtheit, Schwindel und Krampfanfälle; der Bicarbonat- Spiegel in Ihrem Blut kann sehr stark abfallen.
Hinweise für den behandelnden Arzt im Falle einer Überdosierung:
Bei akuter Überdosierung mit Topiramat sollte bei kürzlich zurückliegender Einnahme unverzüglich eine Magenentleerung durch Magenspülung oder Induktion von Erbrechen herbeigeführt werden. In vitro erwies sich Aktivkohle als Adsorbens von Topiramat. Allgemein unterstützende Maßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen sind indiziert. Topiramat kann mittels Hämodialyse sehr effektiv aus dem Blut entfernt werden. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte geachtet werden.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" vergessen haben
Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, so bald Sie es bemerken und fahren Sie dann wie gewohnt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
Wenn Sie eine Epilepsiebehandlung mit "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" beenden, ist es besonders wichtig, dass Sie die Dosierung schrittweise herabsetzen, um die Gefahr von Krampfanfällen zu vermindern.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Sehr häufig
Gewichtsverlust, Kribbeln in den Armen und Beinen, Benommenheit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Durchfall, Übelkeit, verstopfte, laufende Nase und Halsschmerzen, Müdigkeit, Depression.
4.1.b Häufig
Veränderungen in der Stimmung oder dem Verhalten, einschließlich Wut, Nervosität, Traurigkeit, Gewichtszunahme, Verminderung oder Verlust des Appetits, verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen, Veränderungen im Denken und in der Aufmerksamkeit, einschließlich Verwirrtheit, Problemen mit der Konzentration/Gedächtnis oder Langsamkeit im Denken, undeutliche Sprache, Ungeschicklichkeit oder Probleme beim Gehen, unwillkürliche Zuckungen in den Armen, Händen oder Beinen, reduzierte Sensibilität von Berührungen oder Empfindungen, unwillkürliche Bewegung der Augen, verzerrtes Geschmacksempfinden, Sehstörung, Verschwommensehen, doppelt Sehen, klingelndes Geräusch in den Ohren, Ohrenschmerz, Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Erbrechen, Verstopfung, Magenschmerzen, Verdauungsstörung, Mundtrockenheit, Kribbeln oder Taubheit im Mund, Nierensteine, häufiges Wasserlassen, schmerzvolles Wasserlassen, Haarausfall, Hautausschlag und/oder Hautjucken, Gelenkschmerz, Muskelkrampf, Muskelzittern oder Muskelschwäche, Brustschmerz, Fieber, Kraftverlust, generelles Gefühl des Unwohlseins, allergische Reaktion.
4.1.c Gelegentlich
Kristalle im Urin, anomale Anzahl an Blutzellen, einschließlich verringerte Anzahl an weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen, oder erhöhte Anzahl an Eosinophilen, unregelmäßiger Herzschlag oder Verlangsamung des Herzschlages, geschwollene Drüsen im Nacken, Achseln oder Leistengegend, Zunahme der Krampfanfälle, Probleme mit der verbalen Kommunikation, Sabbern, Unruhe oder erhöhte geistige und körperliche Aktivität, Bewusstseinsverlust, Ohnmacht, langsame oder verringerte Bewegungen, beeinträchtigte oder schlechte Schlafqualität, beeinträchtigter oder verzerrter Geruchssinn, Probleme mit der Handschrift, Gefühl von Bewegung unter der Haut, Augenprobleme, einschließlich trockene Augen, Lichtempfindlichkeit, unwillkürliche Bewegungen, Tränen und verminderter Sehkraft, Verringerung oder Verlust des Hörens, Heiserkeit der Stimme, Entzündung der Pankreas, Blähungen, Sodbrennen, Verlust des Gefühlempfinden im Mund, Zahnfleischbluten, Völlegefühl oder Bildung von Gasansammlungen, schmerzhaftes oder brennendes Gefühl im Mund, Mundgeruch, Urin- und/oder Stuhlverlust, dringendes Bedürfnis zu urinieren, Schmerz in der Nierengegend und/oder der Harnblase verursacht durch Nierensteine, verringertes oder gar kein Schwitzen, Hautverfärbung, lokales Anschwellen der Haut, Anschwellen des Gesichts, Anschwellen der Gelenke, Muskelermüdung, muskuloskeletale Steifheit, erhöhte Säurewerte im Blut, geringe Kaliumspiegel im Blut, erhöhter Appetit, erhöhter Durst oder das Trinken von anomal großen Mengen an Flüssigkeit, niedriger Blutdruck oder Abfall des Blutdruckes, der auftritt wenn Sie aufstehen, Hitzewallungen, grippeähnliches Gefühl, kalte Extremitäten (z.B. Hände und Füße), Lernprobleme, Störungen der sexuellen Funktion (erektile Dysfunktion, Libidoverlust), Halluzinationen, verminderte verbale Kommunikation.
4.1.d Selten
Extrem erhöhte Empfindlichkeit der Haut, beeinträchtigter Geruchssinn, Glaukom, dies ist eine Blockade der Flüssigkeit im Auge, die einen erhöhten Druck im Auge, Schmerzen und eine verminderte Sehfähigkeit verursacht, renal-tubuläre Azidose, schwere Hautreaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms, einer lebensbedrohenden Hauterkrankung, bei der sich die obere Schicht der Haut von der unteren löst, und dem Erythema multiforme, einer Erkrankung bei der rote Flecken auftreten, die Bläschen bilden können, Körpergeruch, Anschwellen des Gewebes um das Auge, Raynaud-Syndrom, eine Erkrankung, die die Blutgefässe in den Fingern, Zehen und Ohren betrifft und Schmerzen und Kältegefühl verursacht Kalkablagerung im Gewebe.
4.1.e Häufigkeit unbekannt
Makulopathie ist eine Erkrankung der Makula, dem kleinen Flecken im Auge, auf dem das Sehen am schärfsten ist. Sie sollen Ihren Arzt benachrichtigen, wenn Sie eine Änderung oder eine Verminderung Ihrer Sehkraft bemerken. Anschwellen der Bindehaut im Auge, toxische epidermale Nekrolyse, eine viel schwerere Form des Stevens-Johnson-Syndroms (siehe seltene Nebenwirkungen).
4.1.f Bei Kindern
Nebenwirkungen, die häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen in kontrollierten doppelblinden Studien berichtet wurden, umfassen: verminderten Appetit, erhöhten Appetit, hyperchlorämische Azidose, Hypokaliämie, anomales Verhalten, Aggression, Apathie, Einschlafstörung, Suizidgedanken, Aufmerksamkeitsstörung, Lethargie, Störung des zirkadianen Schlafrhythmus, schlechte Schlafqualität, erhöhter Tränenfluss, Sinusbradykardie, anomales Gefühl und Gangstörung.
Nebenwirkungen, die bei Kindern aber nicht bei Erwachsenen in kontrollierten doppelblinden Studien berichtet wurden, umfassen: Eosinophilie, psychomotorische Hyperaktivität, Schwindel, Erbrechen, Überwärmung des Körpers, Fieber und Lernschwierigkeiten.
4.1.h Vorbeugende Behandlung von Migräne
Dosisabhängige Nebenwirkungen sind im Allgemeinen geringer ausgeprägt als bei Epilepsie, da bei Migräne niedrigere Dosen angewendet werden.
Hinweis:
Da Topiramat als Epilepsiemittel zusammen mit anderen Antiepileptika angewendet wird, ist es schwer zu ermitteln, welches Arzneimittel für eine bestimmte Nebenwirkung verantwortlich ist.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" aufzubewahren?
Lagern Sie "Topiramat Hexal 15mg Hartkapseln" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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