Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten

Präparat:

Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten

Darreichungsform:

Filmtabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Paroxetin (HCl)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" enthält Paroxetin, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen aus der Gruppe der sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI).
Paroxetin wird üblicherweise in Salzform als Paroxetinhydrochlorid oder Paroxetinmesilat angewendet.
Paroxetin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Paroxetin gibt es üblicherweise als:
- Filmtabletten oder Tabletten enthaltend 10 mg, 20 mg, 30 mg oder 40 mg Paroxetin,
- Tropfen enthaltend 33,1 mg Paroxetin in 1 ml als Paroxetinmesilat,
- Suspension enthaltend 2 mg Paroxetin in 1 ml als Paroxetinhydrochlorid-Hemihydrat.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Paroxetin wird angewendet bei
- depressiven Erkrankungen (Episode einer Major Depression),
- Zwangsstörung,
- Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie (z.B. Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein),
- sozialer Angststörung / Sozialer Phobie (Angst, sich vor anderen Personen zu blamieren und daraus resultierendes Vermeidungsverhalten),
- generalisierter Angststörung,
- posttraumatischer Belastungsstörung (Angst nach schwerwiegenden traumatischen Ereignissen wie z.B. Autounfall, körperliche Bedrohung, Naturkatastrophen).
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" beachten?
2.1 "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil Paroxetin oder einem der sonstigen Bestandteile von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" sind.
- wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das körpereigene Enzym Monoaminoxidase hemmen (sog. MAO-Hemmer). Die Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann frühestens zwei Wochen nach Beendigung einer Therapie mit einem irreversiblen MAO-Hemmer bzw. frühestens 24 Stunden nach Beendigung einer Therapie mit einem reversiblen MAO-Hemmer (z.B. Moclobemid) begonnen werden. Zwischen dem Absetzen der Therapie mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" und dem Behandlungsbeginn mit einem MAO-Hemmer soll mindestens eine Woche vergehen.
- wenn Sie gleichzeitig mit Thioridazin behandelt werden. "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann die Konzentration von Thioridazin im Blut erhöhen. Die alleinige Verabreichung von Thioridazin kann zu einer QT-Intervall-Verlängerung (im EKG nachweisbare Verlängerung eines Teils der Erregungsausbreitung im Herzen) in Verbindung mit schweren ventrikulären Arrhythmien wie Torsades de pointes (bestimmte schwerwiegende Form der Herzrhythmusstörungen) und plötzlichem Tod führen.
- wenn Sie gleichzeitig mit Pimozid behandelt werden.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" ist erforderlich
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/Angststörung: Wenn Sie depressiv sind und/oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen, und/oder wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf, Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit einem Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Wenn Sie die Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" beenden, besonders wenn das plötzlich geschieht, können Absetzsymptome bei Ihnen auftreten. Diese sind häufig, wenn die Behandlung beendet wird. Die Gefahr ist höher, wenn "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen eingenommen worden ist, oder wenn die Dosis zu schnell reduziert wird. Die meisten Menschen finden, dass die Symptome leicht sind und sich innerhalb von zwei Wochen von selbst zurückbilden. Bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend oder länger anhaltend sein (2 bis 3 Monate oder länger).
Sollten bei Beendigung der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" bei Ihnen schwere Absetzsymptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Möglicherweise wird er Sie auffordern, die Tabletten erneut einzunehmen, um sie dann langsamer abzusetzen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn:
- Sie Symptome entwickeln, wie z.B. innere Ruhelosigkeit und psychomotorische Unruhe, wie z.B. die Unfähigkeit still zu sitzen oder zu stehen, welche üblicherweise als quälend empfunden werden (Akathisie). Dies kann vor allem in den ersten Wochen einer Behandlung auftreten. Eine Erhöhung der Dosis von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann sich in diesen Fällen nachteilig auswirken.
- Sie Symptome entwickeln, wie z.B. hohes Fieber, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und Angstgefühle, da diese Symptome Anzeichen eines sogenannten "Serotonin-Syndroms" sein können. Paroxetin sollte daher nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln mit serotonergen Wirkungen angewendet werden, wie z.B. Sumatriptan oder andere Triptane (bestimmte Migränemittel), Tramadol, Linezolid, andere SSRIs, Lithium und Johanniskraut (Hypericum perforatum), Oxitriptan und Tryptophan.
- bei Ihnen in der Vorgeschichte eine Manie aufgetreten ist (Überaktivität im Verhalten oder rasende Gedanken). Wenn Sie in eine manische Phase übergehen, sollten Sie die Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" beenden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
- Sie Probleme mit dem Herzen, der Leber oder den Nieren haben. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder Patienten mit Leberfunktionsstörung wird eine Reduktion der Dosis empfohlen.
- Sie Diabetiker sind. "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann zu einer Erhöhung oder Abnahme Ihres Blutzuckerspiegels führen. Eine Anpassung Ihrer Dosis von Insulin oder des oralen Antidiabetikums kann erforderlich sein.
- Sie an Epilepsie leiden. Wenn während der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" Krampfanfälle auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.
- zur Behandlung Ihrer Depressionen eine Elektrokrampftherapie (EKT) durchgeführt wird.
- Sie Tamoxifen zur Behandlung von Brustkrebs einnehmen. "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann Tamoxifen weniger wirksam machen, sodass Ihr Arzt Ihnen vielleicht empfehlen wird, ein anderes Antidepressivum zu nehmen.
- Sie an grünem Star leiden (erhöhter Augeninnendruck).
- bei Ihnen das Risiko eines erniedrigten Natriumspiegels im Blut besteht (Hyponatriämie), z.B. durch gleichzeitige Medikation und Zirrhose. Eine Hyponatriämie wurde während der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" selten berichtet, insbesondere bei älteren Patienten.
- bei Ihnen in der Vorgeschichte Blutungsanomalien aufgetreten sind, z.B. anormale Hautblutungen, gynäkologische Blutungen oder Magenblutungen oder wenn Sie Arzneimittel anwenden, die möglicherweise die Blutungsneigung erhöhen.
2.2.a Kinder
"Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
2.2.b Ältere Patienten
Bei älteren Menschen treten erhöhte Paroxetin-Konzentrationen im Blut auf, aber der Schwankungsbereich dieser Plasmakonzentrationen überlappt mit dem bei jüngeren Erwachsenen gemessenen Bereich. Die Anfangs-Dosis sollte entsprechend obigen Dosierungsempfehlungen gewählt werden. Eine Erhöhung der Dosis kann in einigen Fällen sinnvoll sein, jedoch sollte die Höchst-Dosis von 40 mg Paroxetin pro Tag nicht übersteigen.
2.2.c Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Sprechen Sie so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie schwanger sein könnten oder wenn Sie planen, schwanger zu werden. Arzneimittel wie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" können auch die Spermienqualität verringern. Obwohl die Auswirkung davon auf die Zeugungsfähigkeit (Fertilität) nicht bekannt ist, kann die Zeugungsfähigkeit (Fertilität) bei einigen Männern beeinträchtigt sein, während sie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" einnehmen.
Bei Neugeborenen, deren Mütter in den ersten Schwangerschaftsmonaten Paroxetin einnahmen, gab es einige Berichte, die ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler zeigten, insbesondere für solche am Herzen. In der Allgemeinbevölkerung kommen ungefähr 1 von 100 Neugeborenen mit Herzfehlern zur Welt. Dies erhöhte sich auf bis zu 2 von 100 Neugeborenen bei Müttern, die Paroxetin einnahmen. Sie und Ihr Arzt können gemeinsam entscheiden, ob es besser für Sie ist, schrittweise die Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" zu beenden, wenn Sie schwanger sind. Dennoch kann Ihr Arzt, abhängig von Ihrem Befinden, zu der Empfehlung kommen, dass es besser für Sie ist, die Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" fortzusetzen.
Wenn Sie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt, da Ihr Kind nach der Geburt Absetzsymptome entwickeln könnte. Diese beginnen in der Regel während der ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kindes und schließen Schlaflosigkeit oder Schwierigkeiten beim Trinken, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Haut oder zu hohe oder zu niedrige Körpertemperatur, Erbrechen, ständiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, ängstliches/nervöses Zittern des Körpers oder Krampfanfälle ein. Wenn bei Ihrem Kind nach der Geburt eines dieser Symptome auftritt, suchen Sie Ihren Arzt auf, der Sie beraten kann.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" behandelt werden. Arzneimittel wie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.
Wenn Sie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" während der letzen 3 Monate der Schwangerschaft einnehmen, kann Ihr Neugeborenes auch noch andere Beschwerden haben, welche normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt auftreten. Hierzu gehören:
- Schwierigkeiten beim Atmen,
- bläuliche Verfärbung der Haut oder zu hohe oder zu niedrige Körpertemperatur,
- blaue Lippen,
- Erbrechen oder Schwierigkeiten beim Trinken,
- starke Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder anhaltendes Weinen,
- steife oder schlaffe Muskeln,
- Muskelzittern, ängstliches/nervöses Zittern oder Krampfanfälle.
Sofern Ihr Baby eines dieser Krankheitszeichen aufweist und Sie beunruhigt sind über den Zustand Ihres Kindes, wenden Sie sich umgehend an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Hebamme, die Sie weiter beraten werden.
2.2.d Stillzeit
"Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Wenn Sie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie zu stillen beginnen. Sie und Ihr Arzt können gemeinsam entscheiden, ob Sie Ihr Kind während der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung jeglicher Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Da bei der Anwendung von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall die Fähigkeit zum Fahren eines Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt sein. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie dann nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie dann keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder bis vor Kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bestimmte andere Arzneimittel können die Wirkung von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" beeinflussen bzw. "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" kann deren Wirkungen beeinflussen. Einige der infrage kommenden Arzneimittel sind im Folgenden aufgeführt. Die gleichzeitige Anwendung der unten genannten Arzneimittel kann durch die Verstärkung der serotonergen Wirkungen von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" zu einem sogenannten "Serotonin-Syndrom" führen:
- trizyklische Antidepressiva (gegen Depressionen), z.B. Clomipramin, Nortriptylin und Desipramin;
- SSRIs, z.B. Citalopram und Fluoxetin;
- L-Tryptophan (gegen Schlafstörungen);
- MAO-Hemmer (z.B. gegen Depressionen oder Parkinson-Krankheit);
- Lithium (Antipsychotikum);
- Johanniskraut (Hypericum perforatum);
- Triptane (gegen Migräne);
- Tramadol (starkes Schmerzmittel);
- Linezolid (Antibiotikum).
Die gleichzeitige Anwendung der unten genannten Arzneimittel kann verstärkt zu Nebenwirkungen dieser Mittel führen, wie z.B. Wirkungen auf das Herz, die in manchen Fällen schwerwiegend sein können:
- Perphenazin, Risperidon, Atomoxetin, Thioridazin, Pimozid und Clozapin (Antipsychotika);
- Propafenon und Flecainid (gegen Herzrhythmusstörungen);
- Metoprolol (Herzmittel);
Eine Wirkungsabschwächung von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" ist zu erwarten bei gleichzeitiger Anwendung von:
- Phenobarbital, Carbamazepin und Phenytoin (gegen Epilepsie);
- Rifampicin (Antibiotikum).
Die gleichzeitige Anwendung der unten genannten Arzneimittel kann zu einer Verstärkung/Verlängerung der Blutungen führen:
- nicht-steroidale Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen, Dicofenac), COX-2-Hemmer und Acetylsalicylsäure (Schmerzmittel);
- Warfarin (zur Verhinderung von Blutgerinnseln);
- Clozapin, Phenothiazine (Antipsychotika) und die meisten Trizyklischen Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen).
Wirkungsverstärkung anderer Arzeimittel:
- Procyclidin (gegen Parkinson-Krankheit). Durch eine Zunahme der Konzentration von Procyclidin im Blut können die Nebenwirkungen von Procyclidin verstärkt werden.
- Tamoxifen, das zur Behandlung von Brustkrebs verwendet wird.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Wie bei anderen auf die Psyche wirkenden Arzneimitteln ist Alkoholkonsum während der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" generell zu vermeiden.
3 Wie ist "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" einzunehmen?
Nehmen Sie "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Sie sollten "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" einmal täglich, morgens zusammen mit dem Frühstück, einnehmen.
Die Tabletten/Filmtabletten sollten möglichst unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden.
Suspension: Die Flasche vor Gebrauch schütteln.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt. Bei einer Langzeitbehandlung sollte der Nutzen der Behandlung regelmäßig überprüft werden.
Paroxetin wird nicht sofort Ihre Symptome lindern - alle Antidepressiva brauchen Zeit, bevor sie wirken. Bei einigen Patienten wird innerhalb weniger Wochen eine Besserung eintreten, wohingegen es bei anderen etwas länger dauern kann. Einige Patienten, die Antidepressiva einnehmen, fühlen sich schlechter, bevor sie eine Besserung bemerken. Falls Sie sich nach einigen Wochen nicht besser fühlen, wenden Sie sich erneut an Ihren Arzt. Er wird Sie beraten. Ihr Arzt sollte Sie zu einem erneuten Untersuchungstermin einige Wochen nach dem Behandlungsbeginn bitten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich noch nicht besser fühlen.
Patienten mit Depressionen sollten über einen ausreichenden Zeitraum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicher zu gehen, dass sie symptomfrei sind.
Ein plötzliches Absetzen sollte vermieden werden. In klinischen Studien wurde während der Ausschleichphase die Tages-Dosis um 10 mg pro Tag in wöchentlichen Intervallen reduziert. Falls nach Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, kann erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in kleineren Schritten zu reduzieren.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Erwachsene
3.2.a.1 Episode einer Major Depression
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Paroxetin pro Tag. Im Allgemeinen tritt bei Patienten nach einer Woche eine Besserung ein, aber diese kann möglicherweise erst ab der zweiten Woche zu erkennen sein. Wie bei allen antidepressiv wirkenden Arzneimitteln sollte die Dosierung 3 bis 4 Wochen nach Einleiten der Therapie überprüft und falls notwendig angepasst werden; danach erfolgt die Dosisanpassung gemäß dem klinischen Verlauf. Bei Patienten, die auf eine Dosis von 20 mg Paroxetin unzureichend ansprechen, kann die Dosis je nach Ansprechen des Patienten allmählich in 10-mg-Schritten bis zu einer Maximal-Dosis von 50 mg Paroxetin pro Tag erhöht werden.
3.2.a.2 Zwangsstörungen
Die Anfangs-Dosis beträgt 20 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10 mg-Schritten auf 40 mg täglich erhöht werden. Die empfohlene Dosis beträgt 40 mg täglich. Die Maximal-Dosis beträgt 60 mg täglich. Die Behandlung sollte mehrere Monate fortgeführt werden.
3.2.a.3 Panikstörungen
Die Anfangs-Dosis beträgt 10 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10 mg-Schritten auf 40 mg täglich erhöht werden. Die empfohlene Dosis beträgt 40 mg täglich. Die Maximal-Dosis beträgt 60 mg täglich. Die Behandlung sollte mehrere Monate fortgeführt werden.
3.2.a.4 Soziale Phobie, generalisierte Angststörung, posttraumatische Belastungsstörung
Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg täglich. In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis allmählich in 10 mg-Schritten auf 50 mg täglich erhöht werden. Die Maximal-Dosis beträgt 50 mg täglich.
3.2.b Ältere Patienten (über 65 Jahre)
In Abhängigkeit von Ihrem Ansprechen kann die Dosis auf 40 mg täglich erhöht werden. Die Maximal-Dosis beträgt 40 mg täglich.
3.2.c Schwere Nierenfunktionsstörung und Leberfunktionsstörung
Ihr Arzt wird Ihnen eine geeignete Dosis verschreiben.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder einem Arzt im nächstliegenden Krankenhaus. Symptome einer Überdosierung sind z.B. Unwohlsein, Pupillenerweiterung, Fieber, Blutdruckveränderungen, Kopfschmerzen, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Unruhe, Angst und Steigerung der Herzfrequenz.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme vergessen haben:
- und es fällt Ihnen ein, bevor Sie zu Bett gehen, dann nehmen Sie diese sofort ein. Setzen Sie am nächsten Tag die Einnahme wie gewohnt fort.
- und Sie erst während der Nacht oder am nächsten Tag bemerken, dass Sie die Einnahme Ihrer Dosis vergessen haben, lassen Sie diese Dosis ausfallen. Es können bei Ihnen möglicherweise Absetzsymptome auftreten. Diese sollten jedoch wieder verschwinden, nachdem Sie Ihre nächste Dosis zur gewohnten Zeit eingenommen haben.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" abgebrochen wird
"Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" sollte auf keinen Fall eigenmächtig abgesetzt werden. Der Therapieerfolg kann dadurch gefährdet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Unverträglichkeiten, insbesondere Hautausschläge, auftreten oder eine Änderung im Krankheitsbild eintritt.
Beenden Sie die Einnahme von Paroxetin erst, wenn Ihr Arzt es Ihnen sagt, auch wenn Sie sich bereits besser fühlen.
Wenn Sie eine Langzeiteinnahme dieses Arzneimittels abrupt abbrechen, können Absetzsymptome auftreten. Bei Beendigung einer Behandlung sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Wochen reduziert werden, um das Risiko von Absetzreaktionen zu verringern. Eine Möglichkeit ist, die Dosis von Paroxetin um 10 mg pro Woche allmählich zu reduzieren. Wenn nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise auffordern, Paroxetin erneut einzunehmen, um sie dann langsamer abzusetzen.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sie sollten sofort Ihren Arzt aufsuchen, wenn Symptome, wie z.B.:
- Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckschwierigkeiten oder Quaddeln zusammen mit Atmungsschwierigkeiten (Angioödeme) auftreten,
- hohes Fieber, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und Angst auftreten, da diese Symptome Zeichen eines sogenannten Serotonin-Syndroms sein können.
Wenn Sie während der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" Suizidgedanken oder suizidale Vorstellungen entwickeln, insbesondere in den ersten 2 bis 4 Wochen, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der unten aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht hier angegeben sind.
4.1.a Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
4.1.a.1 Gelegentlich
Abnorme Blutungen, überwiegend der Haut und der Schleimhäute (meist Ekchymosen).
4.1.a.2 Sehr selten
Blutplättchenmangel.
4.1.b Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: allergische Reaktionen einschließlich Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Atmungs- oder Schluckschwierigkeiten (Angioödeme).
4.1.c Hormonstörungen (endokrine Erkrankungen)
Sehr selten: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).
4.1.d Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
4.1.d.1 Häufig
Erhöhung der Cholesterinwerte im Blut, Appetitlosigkeit.
4.1.d.2 Selten
Erniedrigte Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie). Eine Hyponatriämie wurde überwiegend bei älteren Patienten berichtet und ist in einigen Fällen auf das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) zurückzuführen.
4.1.e Psychiatrische Erkrankungen
4.1.e.1 Häufig
Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Agitiertheit, abnorme Träume (einschließlich Albträume).
4.1.e.2 Gelegentlich
Verwirrtheit, Halluzinationen.
4.1.e.3 Selten
Überaktivität im Verhalten oder rasende Gedanken (manische Reaktionen), Angst, Verlust des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation), Panikattacken
4.1.e.4 Häufigkeit nicht bekannt
Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Paroxetin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden. Diese Symptome können auch auf der zugrunde liegenden Erkrankung beruhen.
4.1.f Erkrankungen des Nervensystems
4.1.f.1 Sehr häufig
Konzentrationsstörungen.
4.1.f.2 Häufig
Schwindel, Zittern des Körpers (Tremor), Kopfschmerzen.
4.1.f.3 Gelegentlich
Langsame und/oder unwillkürliche Bewegungen (extrapyramidale Störungen).
4.1.f.4 Selten
Akathisie (Unfähigkeit zum ruhigen Sitzenbleiben), Krampfanfälle, unwiderstehlicher Drang die Beine zu bewegen (Restless Legs Syndrom).
4.1.f.5 Sehr selten
Serotonin-Syndrom (die Symptome können Ruhelosigkeit, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, verstärkte Reflexe, Muskelkrämpfe, Schüttelfrost, Steigerung der Herzfrequenz und Zittern des Körpers einschließen).
4.1.g Augenerkrankungen
4.1.g.1 Häufig
Verschwommenes Sehen.
4.1.g.2 Gelegentlich
Pupillenerweiterung.
4.1.g.3 Sehr selten
Erhöhter Augeninnendruck, verbunden mit Schmerzen und verschwommenem Sehen (akutes Glaukom).
4.1.h Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Häufigkeit nicht bekannt: Einige Patienten haben mit der Einnahme von Paroxetin ein Summen, Rauschen, Pfeifen, Klingeln oder andere anhaltende Geräusche in den Ohren (Tinnitus) entwickelt.
4.1.i Herzerkrankungen
4.1.i.1 Gelegentlich
Steigerung der Herzfrequenz.
4.1.i.2 Selten
Abnahme der Herzfrequenz.
4.1.j Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Kurzzeitiger Blutdruckanstieg oder -abfall, welcher bei plötzlichem Aufrichten dazu führen kann, dass Sie sich schwindelig fühlen oder ohnmächtig werden.
4.1.k Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Gähnen.
4.1.l Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
4.1.l.1 Sehr häufig
Unwohlsein (Übelkeit).
4.1.l.2 Häufig
Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Mundtrockenheit.
4.1.l.3 Sehr selten
Blutungen im Magen oder Darm.
4.1.m Leber- und Gallenerkrankungen
4.1.m.1 Selten
Erhöhung der Leberenzymwerte.
4.1.m.2 Sehr selten
Lebererkrankungen (wie Hepatitis, teilweise in Verbindung mit Gelbsucht und/oder Leberversagen).
4.1.n Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
4.1.n.1 Häufig
Schwitzen.
4.1.n.2 Gelegentlich
Hautausschlag, Juckreiz.
4.1.n.3 Sehr selten
Schwere Hautreaktionen (einschließlich Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse), Lichtüberempfindlichkeit.
4.1.o Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Störungen beim Wasserlassen wie die Unfähigkeit, Wasser zu lassen (Harnverhalt), oder unkontrollierbares, unwillkürliches Wasserlassen (Harninkontinenz).
4.1.p Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
4.1.p.1 Sehr häufig
Sexuelle Funktionsstörungen.
4.1.p.2 Selten
Erhöhte Blutwerte von Prolaktin, einem Hormon, das die Milchproduktion beeinflusst (Hyperprolaktinämie)/Austritt von Sekret aus der Brustdrüse Sehr selten: schmerzhafte Dauererektion des Penis.
4.1.q Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen:
Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurde, beobachtet.
4.1.r Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
4.1.r.1 Häufig
Schwächezustände, Gewichtszunahme.
4.1.r.2 Sehr selten
Gewebeschwellungen durch Flüssigkeitsretention.
4.1.s Absetzsymptome nach Beendigung der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten"
Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung mit "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" häufig auf. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Kribbeln und Einschlafen von Gliedmaßen, Ohrgeräusche), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregtheit oder Angst, Unwohlsein (Übelkeit) und/oder Erbrechen, Zittern des Körpers, Verwirrtheit, Schwitzen, Gefühlsschwankungen, Sehstörungen, Herzklopfen, Durchfall, Reizbarkeit und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer und gehen von selbst zurück, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein und länger bestehen bleiben.
4.1.t Weitere Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Kindern
Häufige Nebenwirkungen in Studien mit Paroxetin bei unter 18-Jährigen, die weniger als 1 von 10 Kindern/Jugendlichen betrafen, waren: vermehrtes Auftreten von suizidalen Gedanken und Suizidversuchen, beabsichtigte Selbstverletzung, Feindseligkeit, Aggressivität oder Unfreundlichkeit, Appetitverlust, Zittern, ungewöhnliches Schwitzen, Hyperaktivität (zu viel Energie haben), Unruhe, wechselhafte Gefühle (einschließlich Weinen und Stimmungsschwankungen) sowie ungewöhnliche Blutergüsse oder Blutungen (wie Nasenbluten). Diese Studien zeigten auch, dass die gleichen Symptome bei Kindern und Jugendlichen auftraten, die ein Scheinmedikament (Placebo) anstelle von Paroxetin einnahmen, wenn auch weniger häufig.
Einige Patienten dieser Studien bei unter 18-Jährigen hatten Absetzsymptome, als sie die Einnahme von Paroxetin beendeten. Diese Auswirkungen waren größtenteils den bei Erwachsenen auftretenden Absetzsymptomen ähnlich, nachdem sie die Einnahme von Paroxetin beendeten. Zusätzlich traten bei Patienten unter 18 Jahren häufig (d. h. bei weniger als 1 von 10) Magenschmerzen, Nervositätsgefühl und emotionale Veränderungen auf (einschließlich Weinen, Stimmungsschwankungen, Versuche von Selbstverletzung, Suizidgedanken und Suizidversuch).
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie"Paroxetin 1A Pharma 20mg Filmtabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; Juni 2012 - April 2014


www.apotheken-umschau.de

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages