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Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten

Präparat:

Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten

Darreichungsform:

Schmelztabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Olanzapin
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" enthält den Wirkstoff Olanzapin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten atypischen Antipsychotika.
Olanzapin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Olanzapin zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
- Tabletten/Filmtabletten/überzogene Tabletten oder Schmelztabletten mit Wirkstärken 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg, 15 mg und 20 mg Olanzapin.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Olanzapin wird angewendet
zur Behandlung der folgenden Krankheitsbilder:
- Schizophrenie, einer Krankheit mit Symptomen wie Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht wirklich da sind, irrigen Überzeugungen, ungewöhnlichem Misstrauen und Rückzug von der Umwelt. Patienten mit dieser Krankheit können sich außerdem depressiv, ängstlich oder angespannt fühlen.
- mäßig schwere bis schwere manische Episoden, einem Zustand mit Symptomen wie Aufgeregtheit und Hochstimmung. Es konnte gezeigt werden, dass Olanzapin dem Wiederauftreten der Symptome bei Patienten mit bipolarer Störung, deren manische Episoden auf eine Olanzapin-Behandlung angesprochen haben, vorbeugt.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" beachten?
2.1 "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Olanzapin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine allergische Reaktion kann sich als Hautausschlag, Juckreiz, geschwollenes Gesicht, geschwollene Lippen oder Atemnot bemerkbar machen. Wenn dies bei Ihnen aufgetreten ist, sagen Sie es bitte Ihrem Arzt.
- wenn bei Ihnen früher Augenprobleme wie bestimmte Glaukomarten (erhöhter Druck im Auge) festgestellt wurden.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" ist erforderlich
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Behandlung mit "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" über folgende Punkte:
- Bei älteren Patienten mit Demenz wird die Anwendung von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" nicht empfohlen, da schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können.
- Vergleichbare Arzneimittel können ungewöhnliche Bewegungen, vor allem des Gesichts oder der Zunge, auslösen. Falls dies während der Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
- Sehr selten können vergleichbare Arzneimittel eine Kombination von Fieber, raschem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifheit und Benommenheit oder Schläfrigkeit hervorrufen. Wenn dies eintritt, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
- Bei Patienten, die "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" einnehmen, wurde Gewichtszunahme beobachtet. Sie und Ihr Arzt sollten Ihr Gewicht regelmäßig überprüfen.
- Bei Patienten, die "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" einnehmen, wurden hohe Blutzuckerspiegel und hohe Blutfettwerte (Triglyzeride und Cholesterin) beobachtet. Ihr Arzt sollte Ihren Blutzucker- und bestimmte Blutfettspiegel überprüfen bevor Sie mit der Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" beginnen sowie regelmäßig während der Behandlung.
- Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, sagen Sie es bitte so bald wie möglich Ihrem Arzt:
- Schlaganfall oder Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung (kurzzeitige Symptome eines Schlaganfalles)
- Parkinsonsche Erkrankung
- Schwierigkeiten mit der Prostata
- Darmverschluss (paralytischer Ileus)
- Leber- oder Nierenerkrankung
- Blutbildveränderungen
- Herzerkrankung
- Diabetes
- Krampanfälle
Wenn Sie unter Demenz leiden, sollen Sie oder die für Ihre Pflege zuständige Person/Angehöriger Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie jemals einen Schlaganfall oder Schlaganfall mit geringgradiger Schädigung hatten.
Besondere Vorsicht ist geboten, wie bei anderen Antipsychotika, wenn Olanzapin zusammen mit anderen Arzneimitteln verschrieben wird, von denen bekannt ist, dass sie eine Störung der Erregungsleitung im Herzmuskel verursachen, insbesondere bei älteren Patienten, bei Patienten mit angeborener Verlängerung der QT-Strecke, Herzinsuffizienz, Hypertrophie des Herzens, Kalium- oder Magnesiummangel im Blut.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Konservierungsmittel Natriummethyl-4-hydroxybenzoat und Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat können bei einigen Personen eine allergische Reaktion auslösen. Eine allergische Reaktion ist erkennbar als Ausschlag, Juckreiz oder Atemnot. Dies kann unmittelbar nach der Einnahme auftreten oder einige Zeit später.
2.2.a Kinder
Die Anwendung von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
2.2.b Ältere Patienten
Eine niedrigere Anfangs-Dosis (5 mg/Tag) wird üblicherweise nicht notwendig sein.
Falls Sie über 65 Jahre alt sind, sollten Sie als routinemäßige Vorsichtsmaßnahme von Ihrem Arzt den Blutdruck überwachen lassen.
Bei älteren Patienten mit Demenz kann es bei der Einnahme von Olanzapin zu Schlaganfall, Lungenentzündung, Harninkontinenz, Stürzen, extremer Müdigkeit, optischen Halluzinationen, Erhöhung der Körpertemperatur, Hautrötung und Schwierigkeiten beim Gehen kommen. In dieser speziellen Patientengruppe wurden damit zusammenhängend einige Todesfälle berichtet.
2.2.c Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Bei neugeborenen Babies von Müttern, die "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
2.2.d Stillzeit
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt so bald wie möglich mit, falls Sie stillen oder stillen möchten. Da der Wirkstoff aus "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden wird, sollten Sie unter einer Behandlung mit "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" nicht stillen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es besteht die Gefahr, dass Sie sich benommen fühlen, wenn Ihnen "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" gegeben wurde. Wenn dies eintritt, fahren Sie bitte nicht mit dem Auto und benutzen Sie keine Maschinen. Sagen Sie es Ihrem Arzt.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte nehmen Sie während der Behandlung mit "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" andere Arzneimittel nur dann ein, wenn Ihr Arzt es Ihnen erlaubt. Sie können sich benommen fühlen, wenn Sie "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" zusammen mit Antidepressiva oder Arzneimitteln gegen Angstzustände oder zum Schlafen (Tranquilizer) nehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt, insbesondere wenn Sie Folgendes einnehmen/anwenden:
- Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung
- Carbamazepin (ein Antiepileptikum und Stimmungsstabilisierer), Fluvoxamin (ein Antidepressivum) oder Ciprofloxacin (ein Antibiotikum), da es notwendig sein kann, Ihre "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" Dosis zu ändern.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie mit "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" behandelt werden, da beides zusammen dazu führen kann, dass Sie sich benommen fühlen.
3 Wie ist "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" einzunehmen?
Nehmen Sie "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Tabletten/Filmtabletten/überzogene Tabletten sind zum Einnehmen. Bitte schlucken Sie diese unzerkaut mit Wasser.
Schmelztabletten lösen sich im Mund auf, sodass sie leicht geschluckt werden können. Sie zerbrechen leicht, daher sollten Sie die Tabletten vorsichtig handhaben. Berühren Sie die Tabletten nicht mit feuchten Händen, da sie dabei leicht abbrechen könnten. Sie können die Schmelztabletten auch in einem vollen Glas oder einer Tasse mit Wasser, Orangensaft, Apfelsaft, Milch oder Kaffe lösen. Bei einigen Getränken ändert sich beim Umrühren die Farbe nach Gelb, möglicherweise werden sie trüb. Trinken Sie die Lösung gleich.
Sie sollten Ihre Olanzapin-Dosis 1-mal täglich nach Anweisung Ihres Arztes einnehmen. Versuchen Sie, Ihre Dosis immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen. Es ist nicht wichtig, ob Sie diese mit oder ohne Nahrung einnehmen.
Über die Dauer der Anwendung und Dosierung entscheidet der Arzt. Beenden Sie die Einnahme nicht, nur weil Sie sich besser fühlen. Es ist wichtig, dass Sie "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt.
Bei einer Beendigung der Olanzapin Behandlung sollte eine schrittweise Verminderung der Dosis in Betracht gezogen werden.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Erwachensene
1-mal täglich (zur gleichen Tageszeit) 5 bis 20 mg Olanzapin. Die Dosis wird auf der Grundlage des individuellen klinischen Zustands angepasst.
3.2.a.1 Anfangs-Dosis bei Schizophrenie
1-mal täglich 10 mg.
3.2.a.2 Anfangs-Dosis bei manischen Episoden
1-mal täglich 15 mg.
1-mal täglich 10 mg bei einer Kombinationstherapie mit anderen Mitteln.
3.2.a.3 Vorbeugung von bipolaren Störungen
Die empfohlene Anfangs-Dosis beträgt 10 mg/Tag. Bei Patienten, die Olanzapin zur Behandlung einer manischen Episode erhalten haben, sollte die Behandlung zur Vorbeugung eines Rückfalls mit derselben Dosis fortgesetzt werden. Falls erneut eine manische, gemischte oder depressive Episode auftritt, sollte die Olanzapin-Behandlung fortgesetzt werden mit einer ergänzenden Therapie der Stimmungssymptome, falls klinisch angezeigt.
3.2.b Patienten mit Nieren- und/oder Leberinsuffizienz
Bei diesen Patienten sollte eine niedrigere Anfangs-Dosis (5 mg) in Betracht gezogen werden. In Fällen von mittelgradiger Leberinsuffizienz (Zirrhose, Child-Pugh Klasse A oder B) sollte die Anfangs-Dosis 5 mg betragen und nur mit Vorsicht erhöht werden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Patienten, die eine größere Menge "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" eingenommen haben, als sie sollten, hatten folgende Symptome: schneller Herzschlag, Agitation/aggressives Verhalten, Sprachstörungen, ungewöhnliche Bewegungen (besonders des Gesichts oder der Zunge) und Bewusstseinsverminderungen. Andere Symptome können sein: plötzlich auftretende Verwirrtheit, Krampfanfälle (Epilepsie), Koma, eine Kombination von Fieber, schnellerem Atmen, Schwitzen, Muskelsteifigkeit und Benommenheit oder Schläfrigkeit, Verlangsamung der Atmung, Aspiration, hoher oder niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen. Benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder ein Krankenhaus. Zeigen Sie dem Arzt Ihre Tablettenpackung.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" vergessen haben
Nehmen Sie Ihre Tabletten so bald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie die verordnete Dosis nicht 2-mal an einem Tag.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" abgebrochen wird
Wenn Sie plötzlich aufhören "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" einzunehmen, können Symptome wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst oder Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen vorschlagen, die Dosis schrittweise zu reduzieren, bevor Sie die Behandlung beenden.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Sehr häufig
Schläfrigkeit oder extreme Müdigkeit, Gewichtszunahme. Eine (in den meisten Fällen) vorübergehende Erhöhung des Prolaktinspiegels (ein Hormon, das für die Milchproduktion und Milchabsonderung verantwortlich ist) wurde beobachtet. Die entsprechenden Symptome, z.B. Vergrößerung der Brust bei Männern und Frauen sowie Milchabsonderung traten allerdings nur selten auf.
4.1.b Häufig
Erhöhung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie). Schwindelgefühl, Ruhelosigkeit, Zittern, Muskelsteifheit oder Muskelkrämpfe, ungewöhnliche Bewegungen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Zunahme des Appetits, erhöhte Cholesterinwerte, erhöhte Zuckerwerte in Blut und Urin, erhöhte Blutfettwerte, Ausschlag. Blutdruckabfall, besonders beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position, der zu Schwindel oder Ohnmacht führen kann. Schwäche, starke Müdigkeit, Wassereinlagerungen, die zu Schwellungen der Hände, Knöchel oder Füße führen. Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen), insbesondere zu Beginn der Behandlung.
4.1.c Gelegentlich
Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen (Neutropenie), Langsamer Herzschlag, QT-Verlängerung (Veränderungen im EKG), Blutgerinnsel, wie eine tiefe Beinvenenthrombose oder Blutgerinnsel in der Lunge, Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Haarausfall, Harninkontinenz, erhöhte Werte des Enzyms Creatinphosphokinase, erhöhtes Gesamtbilirubin.
4.1.d Andere mögliche Nebenwirkungen
Die Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden: Herzrhytmusstörungen (ventrikuläre Tachykardie/Herzflimmern), plötzlicher ungeklärter Tod, erniedrigte Blutplättchenzahl, erhöhte Werte des Enzyms alkalische Phosphatase, Krampfanfälle (wobei in den meisten Fällen bereits Krampfanfälle in der Vorgeschichte oder Risikofaktoren für Krampfanfälle vorlagen), Malignes Neuroleptisches Syndrom mit Symptomen wie Störung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Verdauung sowie Schwitzen. Zusätzlich können Muskeltonus, Körpertemperatur und Bewusstsein ernsthaft beeinträchtigt werden. Änderung des Muskeltonus und unwillkürliche Bewegungen der Zunge, Lippen, des Gesichts, des Rumpfes und der Gliedmaßen. Krämpfe der Augenmuskulatur, die zu rollenden Bewegungen der Augen führen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Lebererkrankungen mit Gelbfärbungen der Haut und der weißen Teile des Auges, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Muskelerkrankung mit z.B. Schmerzen aufgrund eines schnellen Abbaus von Skelettmuskelgewebe. Entwicklung oder Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, gelegentlich in Verbindung mit einer Ketoazidose (Ketone im Blut und Urin) oder Koma. Erniedrigung der normalen Körpertemperatur. Allergische Reaktionen, z.B. schwere allergische Reaktionen (anaphylaktoide Reaktion), Schwellung von Mund und Hals (Angioödem), starker Juckreiz oder Nesselsucht. Verlängerte oder schmerzhafte Erektion.
Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
Wenn Sie plötzlich aufhören, Olanzapin einzunehmen, können Symptome wie Schwitzen, Schlafstörungen, Zittern, Angst, Übelkeit oder Erbrechen auftreten Ihr Arzt wird Ihnen daher möglicherweise vorschlagen, die Dosis schrittweise zu reduzieren, bevor Sie die Behandlung beenden.
Bei älteren Patienten mit Demenz kann es bei der Einnahme von Olanzapin zu Schlaganfall, Lungenentzündung, Harninkontinenz, Stürzen, extremer Müdigkeit, optischen Halluzinationen, Erhöhung der Körpertemperatur, Hautrötung und Schwierigkeiten beim Gehen kommen. In dieser speziellen Patientengruppe wurden einige Todesfälle berichtet.
Bei Patienten mit Parkinsonscher Erkrankung kann "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" die Symptome verschlechtern.
Andere mögliche Nebenwirkungen: Entölte Phospholipide aus Sojabohnen, ein möglicher Bestandteil, können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Olanzapin AbZ 5mg Schmelztabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; April 2013 - März 2014


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