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Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen

Präparat:

MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen

Darreichungsform:

Tropfen

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Metoclopramid (2HCl, H2O)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" enthält den Wirkstoff Metoclopramid, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Prokinetika (Procainamidderivat mit antiemetischen und Magen-Darm-Motilitätsfördernden Eigenschaften).
Metoclopramid ist ein sogenannter zentraler Dopamin-Antagonist. Ferner zeigt es eine peripher cholinerge Aktivität. Es wirkt also an den Nervenendigungen, die die Muskeln kontrollieren, wie der körpereigene Botenstoff Acetylcholin.
Zwei Hauptwirkungen können unterschieden werden: ein antiemetischer Effekt (Wirkung gegen Übelkeit) und Motilitätssteigerung (eine beschleunigte Magenentleerung und Dünndarmpassage).
Die unerwünschten Wirkungen bestehen hauptsächlich in extrapyramidalen Symptomen (unwillkürliche krampfartige Bewegungen), denen der Dopaminrezeptoren-blockierende Wirkungsmechanismus von Metoclopramid im ZNS zugrunde liegt.
Bei längerdauernder Anwendung kann es wegen des Ausfalls der dopaminergen Hemmung der Prolaktinsekretion zur Erhöhung der Prolaktinkonzentration im Serum kommen. Galaktorrhöen und Störungen des Menstruationszyklus bei Frauen und Gynäkomastie bei Männern sind beschrieben. Sie bilden sich nach Absetzen der Medikation zurück.
Metoclopramid wird üblicherweise in Salzform als Metoclopramidhydrochlorid angewendet.
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Wirkstärke und Darreichungsform von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen"
Lösung zum Einnehmen enthaltend Metoclopramidhydrochlorid 1 H2O 4,21 mg (entsprechend 4 mg Metoclopramidhydrochlorid).
Ihr Arzt legt fest, ob diese Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" wird angewendet bei
- Motilitätsstörungen (Bewegungsstörungen) des oberen Magen-Darm-Traktes,
- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen (bei Migräne, Leber- und Nierenerkrankungen, Schädel- und Hirnverletzungen, Arzneimittelunverträglichkeit),
- Diabetischer Gastroparese (Muskelschwäche des Magens bei Zuckerkranken).
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" beachten?
2.1 "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" darf nicht eingenommen werden,
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Metoclopramid oder einem der sonstigen Bestandteile,
- bestimmten hormonabhängigen Geschwülsten (prolaktinabhängigen Tumoren),
- Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom),
- mechanischem Darmverschluss,
- Darmdurchbruch,
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich,
- Epileptikern,
- Patienten mit Störungen des natürlichen Bewegungsablaufes (extrapyramidalmotorischen Störungen).
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" ist erforderlich
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung (Leberinsuffizienz) und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte wegen der verzögerten Ausscheidung die Dosis der Funktionsstörung angepasst werden.
Bei Jugendlichen und bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), bei denen die Ausscheidung von Metoclopramid eingeschränkt ist, ist besonders auf Nebenwirkungen zu achten und bei deren Auftreten das Arzneimittel sofort abzusetzen.
Dystonisch-dyskinetische Bewegungsstörungen treten unter der Anwendung von Metoclopramid häufiger bei Patienten unter 30 Jahren auf.
Parkinsonismus tritt bei älteren Patienten häufiger auf.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" nicht einnehmen.
2.2.a Kinder
Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu 2 Jahren ist die Anwendung Metoclopramid-haltiger Arzneimittel nicht angezeigt.
Kindern über 2 bis zu 14 Jahren soll "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt gegeben werden.
Bei Kindern und Jugendlichen ist besonders auf Nebenwirkungen zu achten und bei deren Auftreten das Arzneimittel sofort abzusetzen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Kinderarzt um Rat.
2.2.b Ältere Patienten
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen; bitte lesen und beachten Sie aber Abschnitt 3. ("Wie ist "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" einzunehmen?") mit besonderer Sorgfalt.
2.2.c Schwangerschaft
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" sollte während der ersten 3 Monate der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen. Im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft sollen "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes eingenommen werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.d Stillzeit
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Sie können dann möglicherweise auf plötzliche und unerwartete Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol und sedierenden Arzneimitteln (sogenannte Beruhigungsmittel).
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" kann die Resorption (Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt) von anderen Stoffen verändern, z.B. die von Digoxin und Cimetidin vermindern, die von Levodopa, Paracetamol, verschiedenen Antibiotika (belegt für Tetracyclin, Pivampicillin), Lithium und Alkohol beschleunigen bzw. erhöhen. Bei gleichzeitiger Verabreichung von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" und Lithium können erhöhte Lithiumplasmaspiegel auftreten.
Anticholinergika können die Wirkung von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" vermindern.
Bei gleichzeitiger Gabe von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" und Neuroleptika (wie z.B. Phenothiazine, Thioxanthenderivate, Butyrophenone) können verstärkt extrapyramidale Störungen (z.B. Krampferscheinungen im Kopf-, Hals-, Schulterbereich) auftreten.
Bei gleichzeitiger Gabe von sogenannten "Serotonin-Wiederaufnahmehemmern" (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) kann es ebenfalls zu verstärktem Auftreten von extrapyramidalen Symptomen bis hin zu einem sogenannten "Serotonin-Syndrom" (u. a. charakterisiert durch Veränderungen des Geisteszustandes wie Verwirrtheit, Erregtheit, unkoordinierte Bewegungen, Zittern, Durchfall und Fieber) kommen.
Die Wirkung von Succinylcholin kann durch "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" verlängert werden.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Während der Anwendung von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken. "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" kann die Aufnahme von Alkohol beschleunigen bzw. erhöhen.
3 Wie ist "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" anzuwenden?
Nehmen Sie "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Einnahme
"MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" wird vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen.
Die Dauer der Anwendung von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" richtet sich nach der Grundkrankheit. Im Allgemeinen sind etwa 4-6 Wochen ausreichend. Darüber hinaus kann Metoclopramid, wenn erforderlich, in Einzelfällen bis zu 6 Monaten angewendet werden.
Bei längerer Behandlung mit Metoclopramid besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Bewegungsstörungen (siehe Abschnitt 4."Welche Nebenwirkungen sind möglich?").
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Erwachsene
nehmen 3 bis 4-mal täglich 10 mg Metoclopramidhydrochlorid ein.
3.2.b Jugendliche
nehmen 2- bis 3-mal täglich 5 bis 10 mg Metoclopramidhydrochlorid ein.
3.2.c Kinder
Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht des Kindes: Bei Kindern über 2 bis zu 14 Jahren beträgt die Dosierung 0,1 mg Metoclopramidhydrochlorid/kg Körpergewicht als Einzel-Dosis, die maximale Tages-Dosis beträgt 0,5 mg Metoclopramidhydrochlorid/kg Körpergewicht.
3.2.c.1 Körpergewicht 50 kg
Einzel-Dosis: 5 mg Metoclopramidhydrochlorid (Maximale Tages-Dosis 25 mg).
3.2.c.2 Körpergewicht 30 kg
Einzel-Dosis: 3 mg Metoclopramidhydrochlorid (Maximale Tages-Dosis 15 mg).
3.2.c.3 Körpergewicht 20 kg
Einzel-Dosis: 2 mg Metoclopramidhydrochlorid (Maximale Tages-Dosis 10 mg).
3.2.d Bei eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosis der Funktionsstörung ist anzupassen. Die folgenden Angaben gelten für Erwachsene, für Kinder liegen bisher keine entsprechenden Untersuchungsergebnisse vor.
3.2.d.1 Kreatinin-Clearance bis 10 ml/min
1-mal täglich 10 mg Metoclopramidhydrochlorid.
3.2.d.2 Kreatinin-Clearance 11-60 ml/min
1-mal täglich 10 mg Metoclopramidhydrochlorid und 1-mal täglich 5 mg Metoclopramidhydrochlorid.
3.2.e Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung mit Bauchwassersucht (Aszites)
Wegen der verzögerten Ausscheidung sollte die Dosis auf die Hälfte verringert werden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" eingenommen haben, als Sie sollten
Zeichen einer Überdosierung sind Schläfrigkeit (Somnolenz), Verwirrtheit, Reizbarkeit, Unruhe bzw. Unruhesteigerung, Krämpfe, Störungen des natürlichen Bewegungsablaufes (extrapyramidalmotorische Störungen), Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion mit Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie) und Blutdruckanstieg bzw. -abfall.
Vereinzelt wurde über das Auftreten einer Methämoglobinämie (Verminderung der Sauerstofftransportfähigkeit aufgrund chemischer Veränderungen des roten Blutfarbstoffes) berichtet.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" verständigen Sie bitte sofort einen Arzt. Die Behandlung richtet sich nach den Überdosierungserscheinungen und dem Krankheitsbild.
Gegebenenfalls können folgende Maßnahmen ergriffen werden: Extrapyramidale Symptome klingen nach langsamer i.v.Gabe von Biperiden ab. Nach Einnahme hoher Dosen kann zur Entfernung von Metoclopramid aus dem Magen-Darm-Trakt gegebenenfalls eine Magenspülung vorgenommen bzw. medizinische Kohle und Natriumsulfat gegeben werden. Die Lebensfunktionen (Vitalfunktionen) sollen bis zum Abklingen der Symptome überwacht werden.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" abgebrochen wird
Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, kann der Behandlungserfolg ganz oder teilweise ausbleiben bzw. sich das Krankheitsbild wieder verschlechtern. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung mit "MCP Retardkapseln 30 mg" unterbrechen oder vorzeitig beenden! Es sei denn, es treten Nebenwirkungen auf, die ein sofortiges Absetzen des Arzneimittels erfordern.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Gelegentlich
Hautausschlag.
4.1.b Sehr selten
- Depressionen,
- Methämoglobinämie (Blockierung des roten Blutfarbstoffes für den Sauerstofftransport mit Auftreten von Atemnot und blauer Verfärbung),
- dyskinetisches Syndrom, vorwiegend bei Kindern (unwillkürliche krampfartige Bewegungen, besonders im Kopf-, Hals- und Schulterbereich). Diese Nebenwirkung äußert sich z.B. als Blickstarre nach oben oder zur Seite, Verkrampfung der Gesichts- oder der Kaumuskulatur, Vorstrecken der Zunge, Verkrampfung der Schlund- und Zungenmuskulatur, Schiefhaltung oder Verdrehung des Kopfes und des Halses, Überstrecken der Wirbelsäule, Beugekrämpfe der Arme, selten Streckkrämpfe der Beine (Gegenmittel: Biperiden i.v.),
- Parkinsonismus (charakteristische Zeichen: Zittern, Muskelsteifheit, Bewegungshemmung) und Spätdyskinesien (Bewegungsstörungen) bei älteren Patienten nach Langzeitbehandlung,
- malignes neuroleptisches Syndrom (charakteristische Zeichen: Fieber, Muskelstarre, Bewusstseins- und Blutdruckveränderungen): Der Arzt muss sofort verständigt werden! Als Maßnahmen werden empfohlen: Absetzen von "MCPTropfen 4 mg/ml", Kühlung, Dantrolen und/oder Bromocriptin, ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Unter der Anwendung von Metoclopramid können Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Angst und Ruhelosigkeit auftreten.
Nach längerer Anwendung kann es zu einer Prolaktinerhöhung, Gynäkomastie (Brustdrüsenschwellung), Galaktorrhö (spontane milchige Absonderung aus der Brustdrüse) oder Störungen der Regelblutung kommen. Dann ist das Arzneimittel abzusetzen.
Bei Jugendlichen und bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz), bei denen die Ausscheidung von Metoclopramid eingeschränkt ist, ist besonders auf Nebenwirkungen zu achten und bei deren Auftreten das Arzneimittel sofort abzusetzen.
Methyl(4-hydroxybenzoat) und Propyl(4-hydroxybenzoat) (Parabene) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen hervorrufen.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" aufzubewahren?
Lagern Sie "MCP Ratiopharm 4mg/ml Trop Tropfen" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; März 2011 - März 2014


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