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Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Laxoberal Tropfen

Präparat:

Laxoberal Tropfen

Darreichungsform:

Tropfen

Abgabeform:

apothekenpflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Natriumpicosulfat
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Laxoberal Tropfen" und wofür wird es eingenommen?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Laxoberal Tropfen" enthält den Wirkstoff Natriumpicosulfat, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Laxanzia (Abführmittel).
Natriumpicosulfat wird üblicherweise in Form als Natriumpicosulfat-Monohydrat (Natriumpicosulfat x 1 H2O) eingenommen.
"Laxoberal Tropfen" ist apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Natriumpicosulfat gibt es in folgenden Wirkstärken und Darreichungsformen:
- Tropfen enthaltend 7,23 mg oder 7,5 mg Natriumpicosulfat im ml,
- Kapseln enthaltend 2,5 mg Natriumpicosulfat,
- Pastillen enthaltend 5 mg Natriumpicosulfat,
- Täfelchen enthaltend 5 mg Natriumpicosulfat,
- Tabletten enthaltend 5 mg Natriumpicosulfat,
- Würfel enthaltend 10 mg Natriumpicosulfat,
- Pulver enthaltend 10 mg Natriumpicosulfat.
Ihr Arzt legt fest oder Ihr Apotheker berät Sie, ob diese Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Natriumpicosulfat wird angewendet
kurzfristig bei Verstopfung sowie bei Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Laxoberal Tropfen" beachten?
2.1 "Laxoberal Tropfen" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Natriumpicosulfat, verwandte Wirkstoffe aus der Gruppe der Triarylmethane oder einen der sonstigen Bestandteile von "Laxoberal Tropfen" sind.
- bei Darmverengung mit verschlechterter Darmpassage, Darmverschluss, bei akuten, operativ zu behandelnden Bauchbeschwerden wie akuter Blinddarmentzündung, bei erheblichem Flüssigkeitsmangel des Körpers.
Natriumpicosulfat sollten nicht angewendet werden bei akut entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
Verstopfung, verbunden mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber, kann Anzeichen einer ernsten Erkrankung (Darmverschluss, akute Entzündung im Bauchbereich) sein. Bei solchen Beschwerden sollten Sie Natriumpicosulfat oder andere Arzneimittel nicht einnehmen und unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.
Bei Erkrankungen, die mit Störungen des Wasser- und Mineralsalzhaushaltes einhergehen (z.B. stark eingeschränkte Nierenfunktion), dürfen Sie Natriumpicosulfat nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Laxoberal Tropfen" ist erforderlich,
- wenn Sie bereits längere Zeit unter Verstopfungsbeschwerden leiden. In diesem Fall sollten Sie sich vor Beginn einer Therapie mit Natriumpicosulfat von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlgangs können Anzeichen einer ernsten Erkrankung sein.
Die Einnahme von Abführmitteln soll bei Verstopfung nur kurzfristig erfolgen!
Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie "Laxoberal Tropfen" erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
"Laxoberal Tropfen" sollten bei Kindern unter 4 Jahren nicht angewendet werden.
Bei älteren Kindern sollten "Laxoberal Tropfen" u.a. wegen der Möglichkeit einer nicht erkannten angeborenen Fructose-Intoleranz nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.
2.2.b Ältere Patienten
Bitte lesen und beachten Sie die Informationen in diesem Abschnitt 2. und im Abschnitt 3. ("Wie ist das Arzneimittel einzunehmen?") mit besonderer Sorgfalt.
2.2.c Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Ausreichende Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft liegen nicht vor; andererseits sind in den mehr als 30 Jahren seit Anwendung von Natriumpicosulfat keine unerwünschten oder schädigenden Effekte einer Anwendung bei Schwangeren bekannt geworden.
Eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen.
2.2.d Stillzeit
Die Einnahme von Natriumpicosulfat während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Ein Übertritt von Natriumpicosulfat oder seinen Stoffwechselprodukten in die Muttermilch findet jedoch nicht statt.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens ist nicht zu erwarten.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen) kann es zum Verlust der abführenden Wirkung von Natriumpicosulfat kommen.
Natriumpicosulfat kann eine vermehrte Ausscheidung von Kalium mit dem Stuhl verursachen.
Der Kaliumverlust durch andere Arzneimittel (z.B. harntreibende Mittel [Diuretika] oder Hormone der Nebennierenrinde [Kortikosteroide]) kann verstärkt werden und zu Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche führen.
Die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Arzneimitteln zur Stärkung der Herzfunktion (herzwirksame Glykoside) kann durch erhöhte Kaliumverluste verstärkt werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
2.4 Woran ist bei Einnahme von Natriumpicosulfat zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen; bitte beachten Sie aber die Informationen in Abschnitt 3.1 ("Art und Dauer der Einnahme").
3 Wie ist "Laxoberal Tropfen" anzuwenden?
Nehmen Sie "Laxoberal Tropfen" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Einnahme
Flasche zum Tropfen mit dem Tropfer nach unten senkrecht halten. Nicht schütteln! Wenn der Tropfvorgang nicht sofort beginnt, bitte leicht auf den Flaschenboden klopfen.
Natriumpicosulfat sollten ohne ärztlichen Rat nur kurzfristig eingenommen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von "Laxoberal Tropfen" zu stark oder zu schwach ist.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
für Erwachsene: 10 bis 18 Tropfen (entspricht 5 bis 10 mg Natriumpicosulfat).
Kinder ab dem 4. Lebensjahr nehmen, so weit vom Arzt verordnet, eine Einzel-Dosis von 5 bis 9 Tropfen (entspricht 2,5 bis 5 mg Natriumpicosulfat) ein.
Natriumpicosulfat-Tropen werden am besten abends eingenommen. Die abführende Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Laxoberal Tropfen" eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie bei Einnahme einer zu hohen Dosis des Arzneimittels Nebenwirkungen verspüren, so verständigen Sie sofort Ihren Arzt. Er wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.
Akute Überdosierung von Natriumpicosulfat kann zu Durchfall und Beschwerden im Bauchraum führen. Die Gegenmaßnahmen richten sich nach den Symptomen. Innerhalb kurzer Zeit nach Einnahme kann durch induziertes Erbrechen oder Magenspülung die Wirkung des Arzneimittels vermindert oder verhindert werden. Bei starken Wasser- und Mineralverlusten sind diese nach Anleitung des Arztes auszugleichen. Die Gabe von krampflösenden Mitteln kann u.U. sinnvoll sein.
Des weiteren wurde von Einzelfällen verminderter bzw. unterbrochener Durchblutung der Dickdarmschleimhaut berichtet, bei denen die Dosierung von Natriumpicosulfat beträchtlich höher lag als die zur Behandlung einer Verstopfung empfohlene Dosierung.
Hinweis:
Allgemein ist von Abführmitteln bekannt, dass sie bei chronischer Überdosierung zu chronischem Durchfall, Bauchschmerzen, erniedrigten Kaliumwerten, übermäßiger Sekretion von Aldosteron und Nierensteinen führen. In Verbindung mit chronischem Abführmittel-Missbrauch wurde ebenfalls über Schädigungen des Nierengewebes, stoffwechselbedingte Erhöhung von Basenkonzentrationen im Blut sowie über durch erniedrigte Kaliumwerte bedingte Muskelschwäche berichtet.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Laxoberal Tropfen" vergessen haben
Wenn es schon bald Zeit ist für die nächste Einnahme, dann nehmen Sie Ihr Arzneimittel zum nächsten Einnahmezeitpunkt weiter so ein, wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Einnahme einer doppelten Dosis ausgleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Laxoberal Tropfen" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Laxoberal Tropfen" Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Nebenwirkungen sind bei kurzfristiger Einnahme selten. Sie können aus Beschwerden des Magen-Darm-Traktes (z.B. Blähungen, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe oder leichter Durchfall) bestehen.
Über Einzelfälle von allergischen Reaktionen (einschließlich Hautreaktionen und Angioödem) wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Natriumpicosulfat berichtet.
Insbesondere bei länger dauernder oder hochdosierter Anwendung von Natriumpicosulfat kann es zu einem Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten, vor allem Kalium, kommen. Dies führt zu einer Verstärkung der Darmträgheit und kann Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche verursachen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) oder Hormonen der Nebennierenrinde (Kortikosteroiden).
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist Natriumpicosulfat aufzubewahren?
Lagern Sie Natriumpicosulfat bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; Januar 2011 - März 2014


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