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Lasix 40mg Tabletten

Präparat:

Lasix 40mg Tabletten

Darreichungsform:

Tabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Furosemid
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Lasix 40mg Tabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Lasix 40mg Tabletten" enthält den Wirkstoff Furosemid, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten stark wirksamen Diuretika (harntreibende Mittel).
Furosemid ist ein starkes, kurz und schnell wirkendes Schleifendiuretikum.
Furosemid ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Furosemid gibt es üblicherweise als
- Tabletten mit der Wirkstärke 20 mg, 40 mg, 80 mg, 125 mg, 250 mg oder 500 mg,
- Retardkapseln mit der Wirkstärke 30 mg, 60 mg oder 120 mg,
- Lösung zum Einnehmen enthaltend 10 mg Furosemid in 1 ml (als Furosemid-Natrium).
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Furosemid wird angewendet
- bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Erkrankungen des Herzens oder der Leber,
- bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Erkrankungen der Nieren (beim nephrotischen Syndrom [Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung] steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund), Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Verbrennungen,
- bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie),
- Schwellungen in der Lunge infolge von Flüssigkeitsansammlungen,
- bei verminderter Harnproduktion (Oligurie) bei fortgeschrittener Nierenfunktionsschwäche und Nierenfunktionsschwäche im Endstadium (wenn eine Dialyse notwendig ist oder erforderlich werden kann), wenn Flüssigkeitsansammlungen und/oder Bluthochdruck vorliegen, bzw. zur Aufrechterhaltung einer Restausscheidung (der die Harnausscheidung steigernde Effekt sollte durch gelegentliche Auslassversuche überprüft werden).
Hinweis: Diese Anwendung (einer hoch dosierten Zubereitung von Furosemid) ist ausschließlich bei stark verminderter Filterleistung der Nieren (Glomerulumfiltratwerte kleiner als 20 ml/min) angezeigt.
2 Was müssen Sie vor der Anwendung von "Lasix 40mg Tabletten" beachten?
2.1 "Lasix 40mg Tabletten" darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich gegenüber Furosemid, Sulfonamiden oder einem der sonstigen Bestandteile von "Lasix 40mg Tabletten" sind,
- bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie),
- bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (Coma und Praecoma hepaticum),
- bei schweren Kaliummangelzuständen,
- bei schweren Natriummangelzuständen,
- bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie) oder Mangel an Körperwasser (Dehydratation),
- wenn Sie stillen.
Die hochdosierten Tabletten (mit 125 mg, 250 mg und 500 mg) dürfen nicht eingenommen werden: bei normaler Nierenleistung sowie eingeschränkter Nierenfunktion mit Glomerulumfiltratwerten größer als 20 ml/min, da in diesen Fällen die Gefahr eines zu starken Flüssigkeits- und Salz- (Elektrolyt)verlustes besteht.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Anwendung von "Lasix 40mg Tabletten" ist erforderlich,
- wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (Hypotonie) haben,
- bei bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus); eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich;
- wenn Sie an Gicht leiden; eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut ist erforderlich;
- wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung),
- bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (Hypoproteinämie), z.B. beim nephrotischen Syndrom (Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung) (eine vorsichtige Einstellung der Dosierung ist dann erforderlich),
- bei Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung,
- wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirnblutgefäße (zerebrovaskuläre Durchblutungsstörungen) oder der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) haben, da Sie bei einem unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären.
Bei Patienten mit Blasenentleerungsstörungen (z.B. bei Prostatavergrößerung) darf "Lasix 40mg Tabletten" nur angewendet werden, wenn für freien Harnabfluss gesorgt wird, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann.
"Lasix 40mg Tabletten" führt zu einer verstärkten Ausscheidung von Natrium und Chlorid und infolgedessen von Wasser. Auch die Ausscheidung anderer Elektrolyte (insbesondere Kalium, Kalzium und Magnesium) ist erhöht. Da während einer Behandlung mit Lasix als Folge der vermehrten Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung häufig Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt beobachtet werden, sind regelmäßige Kontrollen bestimmter Blutwerte angezeigt.
Vor allem während einer Langzeitbehandlung mit "Lasix 40mg Tabletten" sollten bestimmte Blutwerte, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure sowie der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden.
Eine besonders enge Überwachung ist erforderlich, wenn bei Ihnen bekanntermaßen ein hohes Risiko, eine Elektrolytstörung zu entwickeln, besteht oder im Falle eines stärkeren Flüssigkeitsverlustes (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Eine verminderte zirkulierende Blutmenge oder ein Mangel an Körperwasser sowie wesentliche Elektrolytstörungen oder Störungen im Säure-Basen-Haushalt müssen korrigiert werden. Dies kann die zeitweilige Einstellung der Behandlung mit Lasix erfordern.
Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch zugrunde liegende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), Begleitmedikation und Ernährung beeinflusst.
Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten.
Beim nephrotischen Syndrom (s. o.) muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen die ärztlich vorgegebene Dosierung besonders genau eingehalten werden.
Gleichzeitige Anwendung mit Risperidon: In placebokontrollierten Studien mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz wurde eine höhere Sterblichkeit bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein oder Furosemid allein erhalten hatten. Daher ist Vorsicht angezeigt, und Risiken und Nutzen dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln sind vom Arzt abzuwägen. Es soll vermieden werden, dass ein Mangel an Körperwasser entsteht.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken: Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Zudem kann es bei Anwendung als Dopingmittel zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Dieses Arzneimittel kann verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie "Lasix 40mg Tabletten" nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lösungen zum Einnehmen: Dieses Arzneimittel kann Alkohol enthalten. Ein gesundheitliches Risiko kann bestehen u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann beeinträchtigt oder verstärkt werden.
2.2.a Kinder
Eine besonders sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei Frühgeborenen, da die Gefahr der Entwicklung von Nierenverkalkungen oder Nierensteinen besteht; Überwachungsmaßnahmen: Nierenfunktionskontrolle, Ultraschalluntersuchung der Nieren.
Bei Frühgeborenen mit Zuständen, die mit Atemnot einhergehen (Atemnot-Syndrom), kann eine harntreibende Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko erhöhen, dass sich eine Gefäßverbindung, die den Lungenkreislauf vor der Geburt umgeht, nicht schließt (persistierender Ductus arteriosus Botalli).
Kinder erhalten im Allgemeinen 1 (bis 2) mg Furosemid pro kg Körpergewicht und Tag, höchstens 40 mg Furosemid pro Tag.
2.2.b Ältere Patienten
Im Allgemeinen wird Furosemid bei älteren Patienten langsamer eliminiert; bis zum Erreichen eines befriedigenden Ansprechens sollte eine Dosistitration erfolgen.
2.2.c Schwangerschaft
Sie dürfen "Lasix 40mg Tabletten" in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn dies der behandelnde Arzt für zwingend erforderlich hält, denn der Wirkstoff Furosemid passiert die Plazenta.
2.2.d Stillzeit
Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie dürfen daher nicht mit "Lasix 40mg Tabletten" behandelt werden, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls müssen Sie abstillen.
2.2.e Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Die folgenden Arzneimittel können Einfluss haben auf oder beeinflusst werden durch "Lasix 40mg Tabletten":
- Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen, wie Acetylsalicylsäure, Indometacin
- Arzneimittel zur Förderung der Pumpkraft des Herzens, wie etwa Digitoxin, Digoxin oder Methyldigoxin
- Arzneimittel, die eine bestimmte Herzrhythmusstörung (QT-Verlängerung) verursachen, wie etwa Terfenadin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen
- Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, wie z.B. Arzneimittel, deren Wirkstoff mit "Cef" beginnt; Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin; Polymyxin
- sonstige Arzneimittel, die die Ohren schädigen können
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, wie z.B. andere Arzneimittel, die die Harnausscheidung erhöhen; Arzneimittel, deren Wirkstoff auf "pril" endet; Arzneimittel, deren Wirkstoff auf "sartan" endet.
Bei gleichzeitiger Anwendung von "Lasix 40mg Tabletten" wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis von Blutdruck senkenden Arzneimitteln verringern. Die Dosis von "Lasix 40mg Tabletten" sollte mindestens drei Tage vor einer Anwendung von Arzneimitteln, deren Wirkstoff auf "pril" oder "sartan" endet, verringert oder ganz abgesetzt werden.
- Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und psychischen Erkrankungen: Ihr Arzt wird Ihre Lithiumwerte im Blut sorgfältig kontrollieren und die Lithium-Dosis bei Bedarf anpassen.
- Risperidon, ein Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen: Ihr Arzt wird die Risiken und den Nutzen einer gleichzeitigen Behandlung mit "Lasix 40mg Tabletten" sorgfältig abwägen. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten mit Demenz.
- Chloralhydrat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen: Eine gleichzeitige Anwendung von "Lasix 40mg Tabletten" mit Chloralhydrat ist zu vermeiden.
- Sucralfat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und Darmgeschwüren: Nehmen Sie "Lasix 40mg Tabletten" und Sucralfat stets im Abstand von mindestens 2 Stunden ein.
- Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
- Arzneimittel zur Erhöhung des Blutdrucks und zur Senkung der Herzfrequenz in bestimmten Schocksituationen, wie z.B. Adrenalin, Noradrenalin
- Theophyllin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und anderen Atemwegserkrankungen
- einige Arzneimittel zur Muskelentspannung mit Wirkstoffen, deren Bezeichnung auf "curonium" oder "curium" endet
- Cisplatin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen: Ihr Arzt wird Ihnen die niedrigst mögliche Dosis von "Lasix 40mg Tabletten" verschreiben, und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist empfehlenswert.
- Phenytoin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und bestimmten Schmerzzuständen
- Carbamazepin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, bestimmten Schmerzzuständen und euphorischen/depressiven Phasen
- Aminoglutethimid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs und einer Erkrankung, die sich durch ein gerundetes, mondförmiges Gesicht auszeichnet (Cushing-Syndrom)
- Kortikosteroide, Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen oder zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen, wie z.B. Kortison
- Carbenoxolon, ein Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren und Entzündungen in der Speiseröhre
- Arzneimittel zur Inhalation oder Injektion zur Erweiterung der Atemwege, wie etwa Salbutamol, Terbutalin, Salmeterol, Formoterol, Bambuterol
- Arzneimittel zur Behandlung von Verstopfung (Obstipation)
- Reboxetin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen
- Amphotericin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen
- Probenecid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Gicht
- Methotrexat, ein Arzneimittel zur Behandlung von schweren Gelenkentzündungen, Krebserkrankungen und Schuppenflechte (Psoriasis)
- Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung von Transplantatabstoßungen, zur Behandlung schwerer Hauterkrankungen oder schwerer Augen- oder Gelenkentzündungen
- Kontrastmittel, bei Röntgenverfahren verwendete Arzneimittel zur Darstellung von Organen oder Gefäßen.
2.4 Bei Einnahme von "Lasix 40mg Tabletten" zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Lakritze kann in Kombination mit "Lasix 40mg Tabletten" zu verstärkten Kaliumverlusten führen.
3 Wie ist "Lasix 40mg Tabletten" anzuwenden?
Nehmen Sie "Lasix 40mg Tabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten/Retardkapseln morgens nüchtern und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Die Lösung zum Einnehmen soll morgen nüchtern eingenommen werden.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
3.2 Dosierung
Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gewünschte Effekt erzielt wird.
Soweit nicht anders verordnet, gelten für Erwachsene folgende Dosierungsrichtlinien:
3.2.a Verminderte Harnproduktion (Oligurie) bei fortgeschrittener Nierenfunktionsschwäche/Nierenfunktionsschwäche im Endstadium (fast dialysebedürftiges und dialysebedürftiges Stadium)
Zur Steigerung der Harnausscheidung können unter Kontrolle des Salz- und Flüssigkeitshaushaltes Tagesdosen bis zu 1 000 mg Furosemid gegeben werden. Durch gelegentliche Auslassversuche sollte überprüft werden, ob Furosemid weiterhin zu einer Steigerung der Harnausscheidung führt.
Bei Patienten mit chronischer Nierenfunktionsschwäche muss die Dosis sorgfältig eingestellt werden, sodass die Ausschwemmung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe allmählich erfolgt.
Erst bei ungenügendem Ansprechen auf die Einnahme von 120 mg Furosemid pro Tag kann auf höhere Dosen übergegangen werden. Dabei kann die Dosis von 250 mg Furosemid auf bis zu 1 000 mg Furosemid gesteigert werden.
3.2.b Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Erkrankungen des Herzens oder der Leber
Erwachsene erhalten in der Regel als Anfangs-Dosis 20 mg oder 40 mg Furosemid. Bei Ausbleiben einer befriedigenden Harnausscheidung kann die Einzel-Dosis nach 6 Stunden auf 80 mg Furosemid erhöht werden. Bei weiterhin unzureichender Harnausscheidung können nach weiteren 6 Stunden nochmals 160 mg Furosemid verabreicht werden. Falls notwendig, können unter sorgfältiger klinischer Überwachung in Ausnahmefällen Anfangsdosen von über 200 mg Furosemid zur Anwendung kommen.
Die tägliche Erhaltungs-Dosis liegt in der Regel bei 40 mg - 80 mg Furosemid.
Der durch die verstärkte Harnausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht überschreiten.
3.2.c Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Erkrankungen der Nieren
In der Regel nehmen Erwachsene zu Beginn einmal morgens 1-mal 40 mg Furosemid. Bei Ausbleiben einer befriedigenden Harnausscheidung kann die Einzel-Dosis nach 6 Stunden auf 80 mg Furosemid verdoppelt werden. Bei weiterhin unzureichender Harnausscheidung können nach weiteren 6 Stunden nochmals 160 mg Furosemid verabreicht werden. Falls notwendig, können unter sorgfältiger klinischer Überwachung in Ausnahmefällen Anfangsdosen von über 200 mg Furosemid zur Anwendung kommen.
Die tägliche Erhaltungs-Dosis liegt in der Regel bei 40 mg - 80 mg Furosemid.
Der durch die verstärkte Harnausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht überschreiten.
Beim nephrotischen Syndrom muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen vorsichtig dosiert werden.
3.2.d Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Verbrennungen
Die Tages- und/oder Einzel-Dosis kann zwischen 40 mg - 100 mg Furosemid liegen, in Ausnahmefällen bei eingeschränkter Nierenfunktion bis zu 240 mg Furosemid betragen.
Ein Flüssigkeitsmangel in den Gefäßen muss vor der Anwendung von Furosemid ausgeglichen werden.
3.2.e Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
In der Regel 1-mal täglich 40 mg Furosemid allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln.
3.2.f Bei Niereninsuffizienz
kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein.
3.2.g Bei Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion
Bei Patienten mit leichter Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich, bei mäßiger bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion kann jedoch eine Dosisanpassung erforderlich sein.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Lasix 40mg Tabletten" angewendet haben, als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit größeren Mengen ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
Anzeichen einer Überdosierung: Das klinische Bild bei akuter oder chronischer Überdosierung ist vom Ausmaß des Wasser- und Elektrolytverlustes abhängig. Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck (Hypotonie) und Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen), Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypochlorämie) oder Alkalose führen. Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zu "Entwässerung" und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung (Hämokonzentration) mit Thromboseneigung kommen. Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können delirante Zustandsbilder auftreten. Selten tritt ein anaphylaktischer Schock (Symptome: Schweißausbrüche, Übelkeit, Zyanose, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma u. a.) auf.
Therapie bei Überdosierung: Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische Regulationsstörungen) muss die Behandlung sofort abgesetzt werden. Bei nur kurze Zeit zurückliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).
In schweren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushaltes, des Säure-Basen-Haushaltes, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.
Bei Patienten mit Blasenentleerungsstörungen (z.B. bei Patienten mit Prostatahyperplasie) muss für freien Harnabfluss gesorgt werden, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann.
Therapie bei Hypovolämie (verminderte zirkulierende Blutmenge): Volumensubstitution (Ausgleich des Blut- und Flüssigkeitsverlustes).
Therapie bei Hypokaliämie (Kaliummangelzustand): Kaliumsubstitution (Ausgleich des Kaliummangels).
Therapie bei Kreislaufkollaps: Schocklagerung, falls nötig Schocktherapie.
3.4 Wenn Sie die Anwendung von "Lasix 40mg Tabletten" vergessen haben
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Lasix 40mg Tabletten" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Lasix 40mg Tabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Sehr häufig
Störungen des Mineralstoffwechsels, Entwässerung (Dehydratation) und vermindertes Blutvolumen, erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride), Blutdruck niedriger als normal, Kreislaufprobleme, insbesondere beim Aufstehen, einschließlich Kreislaufkollaps, erhöhter Kreatininwert im Blut.
4.1.b Häufig
Erhöhte Konzentration von Blutzellen infolge von Flüssigkeitsverlust, verminderte Kalium-, Natrium- und Chloridwerte im Blut, erhöhte Harnsäurewerte im Blut, Gicht, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin), Hirnschädigung infolge stark eingeschränkter Leberfunktion, erhöhte Harnausscheidung.
4.1.c Gelegentlich
Verringerte Anzahl an Blutplättchen, allergische Reaktionen der Haut und Schleimhaut, erhöhte Blutzuckerwerte, Hörstörungen, gewöhnlich vorübergehend, vorwiegend bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion oder niedrigen Eiweißwerten im Blut, Übelkeit, Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschlag, Hautentzündung, schwere Entzündung der Haut und der Schleimhäute, mit Erscheinungen wie Blasenbildung und Fieber (bullöses Erythema multiforme, Pemphigus, exfoliative Dermatitis), rote oder blaurote Flecken im Gesicht, erhöhte Lichtempfindlichkeit.
4.1.d Selten
Verringerte Anzahl weißer Blutzellen, erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutzellen, der sogenannten eosinophilen Granulozyten, schwere allergische Reaktionen, wie etwa lebensbedrohender allergischer Schock, Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Stechen, Brennen oder Taubheit, Entzündung der Blutgefäße, Erbrechen, Durchfall, Nierenentzündung mit Auswirkungen auf die Flüssigkeit, die die Nierentubuli umgibt, Fieber.
4.1.e Sehr selten
Mangel an roten Blutzellen infolge eines vermehrten Abbaus, stark verminderte Anzahl von Blutzellen infolge einer unzureichenden Produktion, stark verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutzellen, der sogenannten Granulozyten, klingelndes oder summendes Geräusch in den Ohren, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, verminderter Gallenfluss infolge einer verminderten Gallenproduktion, Erhöhung bestimmter Leberenzyme, sogenannter Transaminasen.
4.1.f Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht bekannt
Verminderte Kalzium- oder Magnesiumwerte im Blut, zu hoher Basenwert im Körper, Blutgerinnsel, das Blutgefäßes verstopfen führen kann Schwere Hautreaktionen wie Blasenbildung, Abschälen der Haut und Fieber, die lebensbedrohend sein können (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akut generalisierendes pustulöses Exanthem, Arzneimittelausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen), erhöhte Natrium- oder Chloridwerte im Urin, erhöhte Harnstoffkonzentration im Blut, Harnabflussbehinderung bis hin zu akutem Harnverhalt, Ablagerung von Kalziumsalzen in Nierengefäßen und -gewebe und/oder Harnsteine in den Nieren von Frühgeborenen
Bei der Anwendung von Furosemid bei Frühgeborenen in den ersten Lebenswochen besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich eine Gefäßverbindung, die die Lungenarterie und den Aortenbogen verbindet, nicht schließt.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.
Falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umständen lebensbedrohlich werden können. Der Arzt entscheidet, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergeführt werden kann.
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf "Lasix 40mg Tabletten" nicht nochmals eingenommen werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Lasix 40mg Tabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Tabletten/Retardkapseln: Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Lösung zum Einnehmen: Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Flasche und auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch: Beachten Sie bitte den Hinweis des Herstellers!
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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