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Haldol Janssen Tropfen

Präparat:

Haldol Janssen Tropfen

Darreichungsform:

Tropfen

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Haloperidol
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Haldol Janssen Tropfen" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Haldol Janssen Tropfen" enthält Haloperidol, ein Arzneimittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen aus der Gruppe der sogenannten Neuroleptika, speziell der Butyrophenone.
"Haldol Janssen Tropfen" ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Haloperidol gibt es
1.2.a als Tabletten enthaltend 1 mg, 2 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg Haloperidol
1.2.b als Lösung zur Einnahme enthaltend 2 mg/1 ml oder 10 mg/1 ml Haloperidol
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Haloperidol wird angewendet bei
- seelischen Erkrankungen mit Wahn, Sinnestäuschungen, Denkstörungen und Ich-Störungen (akute und chronische psychotische Syndrome inklusive der Schizophrenie),
- seelischen Erkrankungen, die mit ausgeprägten Bewegungsstörungen, z.B. Bewegungsstarre oder auch Erregungszuständen, einhergehen (katatone Syndrome),
- Zustände, die durch Verwirrtheit, Verkennung der Umgebung und Unruhe gekennzeichnet sind (delirante und andere exogen-psychotische Syndrome),
- chronisch verlaufenden Formen dieser Erkrankungen (endogene und exogene Psychosen) zur Unterdrückung der Krankheitszeichen und zur Verhinderung von Rückfällen,
- Zuständen, die durch krankhaft gehobene Stimmung und Antrieb gekennzeichnet sind (maniforme Syndrome),
- seelisch-körperlichen (psychomotorischen) Erregungszuständen,
- krankhaften Störungen der Bewegungsabläufe (dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen),
- zur untertützenden Kombinationstherapie bei der Behandlung von chronischen oder schweren Schmerzen.
Hinweis:
Der alleinige Einsatz von Haloperidol zur Schmerztherapie ist nicht vertretbar.
Zusätzlich gilt für Tabletten 1 mg und Lösung 2 mg/ml:
Haloperidol in diesen Zubereitungen kann angezeigt sein, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren, bei
- Erbrechen,
- Stottern,
- Angsterkrankungen (nichtpsychotische Angst-Syndrome),
- Störungen, die durch Sichabsondern von der Außenwelt und Einkapselung in die eigene Gedankenwelt gekennzeichnet sind (Autismus).
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" beachten?
2.1 "Haldol Janssen Tropfen" darf nicht eingenommen werden bei
- bekannter Überempfindlichkeit gegen Butyrophenone (Wirkstoffgruppe, zu der Haloperidol gehört) oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,
- tiefer Bewusstlosigkeit (komatöse Zustände).
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" ist erforderlich
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie "Haldol Janssen Tropfen" nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
- akute Vergiftungen durch Alkohol, Schmerzmittel (Opioide), Schlafmittel oder zentral dämpfende Psychopharmaka,
- Schädigung von Leber und Nieren,
- Vorschädigung des Herzens,
- spezielle Geschwülsten (prolaktinabhängige Tumoren, z.B. Brust-Tumoren),
- sehr niedriger Blutdruck bzw. Blutdruckabfall beim Wechsel vom Liegen zum Stehen,
- Schüttellähmung (Parkinsonsche Erkrankung),
- krankhaft traurige Verstimmung (endogene Depression),
- Erkrankungen der blutbildenden Organe
- malignes neuroleptisches Syndrom in der Vorgeschichte (siehe unter "Nebenwirkungen"),
- hirnorganische Erkrankungen und Epilepsie,
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose),
- Kaliummangel (Hypokaliämie),
- verlangsamten Herzschlag (Bradykardie),
- bestimmte Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzschäden, insbesondere Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien).
Hinweise:
Vor einer Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" ist das Blutbild (einschließlich des Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) zu kontrollieren. Bei abweichenden Blutwerten darf eine Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" nur bei zwingender Notwendigkeit und unter häufigen Blutbildkontrollen erfolgen.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Hirnschäden und Neigung zu Krampfanfällen (in der Vorgeschichte, bei Alkoholentzug), da "Haldol Janssen Tropfen" die Schwelle für das Auftreten von Krampfanfällen senkt und große Anfälle auftreten können. Epileptiker sollten nur unter Beibehaltung der Mittel zur Verhinderung von Krampfanfällen mit "Haldol Janssen Tropfen" behandelt werden.
Bei speziellen hirnorganischen Erkrankungen (Stammganglienerkrankungen, z.B. Parkinsonsche Erkrankung) sollte "Haldol Janssen Tropfen" nur in Ausnahmefällen angewendet werden, bei Verschlechterung der Krankheitszeichen ist die Behandlung zu beenden.
"Haldol Janssen Tropfen" sollte nicht bei schweren depressiven Erkrankungen eingesetzt werden. Bei gleichzeitiger Depression und Psychose sollte "Haldol Janssen Tropfen" mit einem Medikament zur Behandlung der Depression kombiniert werden (siehe auch "Wechselwirkungen").
Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sollten nur bei ausreichender Behandlung der Schilddrüsenfunktionsstörung mit "Haldol Janssen Tropfen" behandelt werden.
Blutbild, Nieren- und Leberfunktion sowie die Kreislaufsituation des Patienten sollten vom Arzt während der Behandlung in regelmäßigen Abständen überwacht werden. Ein Ausgangs-EKG sowie -EEG (Herz- bzw. Hirnstrombild) sollten für spätere Verlaufskontrollen vorliegen.
Blutbildungsstörungen (z.B. Verringerung weißer Blutkörperchen) können in Ausnahmefällen vorkommen. Daher sollten Sie der Aufforderung des Arztes, sich zu den regelmäßig erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen.
Bei Patienten mit organischen Hirnschäden, arteriosklerotischen Hirngefäßerkrankungen und depressiven Erkrankungen ohne äußere Ursache (endogene Depressionen) ist bei einer Therapie mit "Haldol Janssen Tropfen" besondere Vorsicht geboten.
Bei älteren Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens können Störungen der Erregungsleitung im Herzen auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen.
Patienten mit einer Geschwulst des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) sowie Patienten mit eingeschränkter Nieren-, Herz- oder Gehirnfunktion zeigen häufiger einen Blutdruckabfall nach Gabe von Haloperidol und sollten deshalb sorgfältig überwacht werden.
Weitere wichtige Vorsichtshinweise siehe im Abschnitt "Nebenwirkungen" unter "Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?".
2.2.a Kinder
Kinder unter 3 Jahren sollten nicht mit Haloperidol behandelt werden.
Kinder entwickeln bereits bei niedrigen Dosierungen Störungen des Bewegungsablaufs.
2.2.b Ältere Patienten
Ältere Patienten können bereits bei niedrigen Dosierungen unwillkürliche Bewegungsstörungen (extrapyramidale Nebenwirkungen; siehe unter "Nebenwirkungen") entwickeln. Die Häufigkeit von anhaltenden Bewegungsstörungen ist erhöht. Auch Müdigkeit, Schwächegefühl, Blutdruckabfall und vegetative Begleiterscheinungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit, Erhöhung des Augeninnendrucks (siehe unter "Nebenwirkungen") sind bei älteren Patienten stärker ausgeprägt.
2.2.c Schwangerschaft
Der Eintritt einer Schwangerschaft während der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Daher sollte vor Behandlungsbeginn ein Schwangerschaftstest vorgenommen werden. Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
Sollte eine Behandlung während der Schwangerschaft erforderlich werden, müssen Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen werden, da über die Sicherheit von Haloperidol in der Schwangerschaft keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen. Tierexperimentelle Untersuchungen haben Hinweise auf Fruchtschädigungen ergeben.
2.2.d Stillzeit
Haloperidol geht in die Muttermilch über. Bei gestillten Kindern, deren Mütter Haloperidol erhielten, wurden unwillkürliche Bewegungsstörungen (extrapyramidale Symptome; siehe unter "Nebenwirkungen") beobachtet. Daher sollte unter einer Haloperidol-Behandlung nicht gestillt werden.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.
Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!
Daher sollten das Führen von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschinen und sonstige gefahrvolle Tätigkeiten zumindest während der ersten Zeit der Behandlung ganz unterbleiben. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Nehmen Sie ohne Wissen des behandelnden Arztes keine anderen Arzneimittel und auch keine frei verkäuflichen Arzneimittel ein.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die
- ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern (z.B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika Klasse IA oder III], Antibiotika wie z.B. Erythromycin, Mittel gegen Allergien [Antihistaminika]),
- zu einer Hypokaliämie führen (z.B. bestimmte harntreibende Mittel) oder
- den Abbau von Haloperidol in der Leber hemmen können (z.B. Cimetidin, Fluoxetin), ist zu vermeiden.
Durch die gleichzeitige Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" und Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose) oder Mitteln zur Behandlung der Epilepsie wie Carbamazepin, Phenobarbital oder Phenytoin kann der Blutspiegel von Haloperidol gesenkt werden. Es ist nicht bekannt, ob dies zu einer bedeutsamen Abschwächung der HaloperidolWirkung führt.
In Untersuchungen fanden sich erhöhte Blutspiegel von Haloperidol, wenn es gleichzeitig mit speziellen Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Chinidin), Angstzuständen (Buspiron) oder Depressionen (Fluoxetin) eingesetzt wurde. Daraus kann sich die Notwendigkeit einer Verminderung der Dosis von "Haldol Janssen Tropfen" ergeben.
Bei gleichzeitiger Einnahme mit Stimulanzien vom Amphetamin-Typ wird deren Effekt vermindert, der antipsychotische Effekt von Haloperidol kann vermindert werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Neuroleptika, zu denen Haloperidol zählt, und anderen Dopaminantagonisten (z.B. Metoclopramid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Magen-Darm-Störungen) kann es zu einer Verstärkung der beschriebenen Bewegungsstörungen kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von "Haldol Janssen Tropfen" und Arzneimitteln, die eine anticholinerge Wirkung besitzen (Arzneimittel u.a. zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit, wie z.B. Atropin, Benzatropin, Trihexyphenidyl), kann diese Wirkung verstärkt werden. Dies kann sich in Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendrucks, Mundtrockenheit, beschleunigtem Herzschlag, Verstopfung, Beschwerden beim Wasserlassen, Störungen der Speichelsekretion, Sprechblockade, Gedächtnisstörungen oder vermindertem Schwitzen äußern. Möglicherweise wird bei gleichzeitiger Einnahme die antipsychotische Wirkung von Haloperidol abgeschwächt.
Bei Patienten mit akuter Vergiftung durch Kokain kann es unter der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" zu einer Verstärkung der Muskelverspannungen und zu Störungen des Bewegungsablaufes kommen.
Bei gleichzeitiger Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" und Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden Arzneimitteln kann es zu verstärkter Müdigkeit, zu Benommenheit und Atmungsstörungen kommen.
Eine durch Polypeptid-Antibiotika (z.B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) hervorgerufene Dämpfung der Atmung kann durch "Haldol Janssen Tropfen" verstärkt werden.
Die gleichzeitige Einnahme von trizyklischen Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und "Haldol Janssen Tropfen" führt zu einem Anstieg der Antidepressiva-Spiegel im Blut. Es ist nicht bekannt, ob dies zu einer bedeutsamen Änderung der Wirkung des Antidepressivums führt.
Bei gleichzeitiger Gabe von Sympathomimetika (Mittel, die u. a. blutdrucksteigernd wirken) wie z.B. Epinephrin kann es zu unerwartetem Blutdruckabfall und Beschleunigung des Herzschlages kommen; die Wirkung von Phenylephrin wird abgeschwächt; die gefäßerweiternde Wirkung geringer Dopamin-Dosen wird ebenso wie die gefäßengstellende Wirkung hoher Dopamin-Dosen durch Haloperidol reduziert.
Die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin wird bei gleichzeitiger Gabe von "Haldol Janssen Tropfen" abgeschwächt. Die Wirkung anderer blutdrucksenkender Arzneimittel kann dagegen verstärkt werden. In Kombination mit Methyldopa können verstärkt Beschwerden wie Müdigkeit und Depression (zentralnervöse Effekte) auftreten.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Neuroleptika, zu denen Haloperidol zählt, und Lithium ist über EEG-Veränderungen (Veränderungen des Hirnstrombildes) und vermehrte Störungen des Bewegungsablaufes (extrapyramidalmotorische Störungen), Müdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit berichtet worden, in seltenen Fällen auch über schwere Störungen des Nervensystems (neurotoxische Symptome), wie z.B. Bewusstseinsstörungen und Körpertemperaturerhöhung.
Beim Auftreten neurotoxischer Symptome ist die Medikation sofort zu beenden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Antiparkinsonmitteln (z.B. Levodopa) kann die Wirkung dieser Arzneimittel abgeschwächt werden.
Unter der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" ist die Wirkung von Disulfiram (Arzneimittel gegen Alkoholkrankheit) bei gleichzeitigem Alkoholgenuss abgeschwächt.
Aufgrund von Wechselwirkungen mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (orale Antikoagulanzien) ist bei einer gleichzeitig durchgeführten Antikoagulanzien-Behandlung die regelmäßige Kontrolle des Gerinnungsstatus in kürzeren Abständen angezeigt.
Wegen der durch Haloperidol hervorgerufenen Prolaktinerhöhung kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin abgeschwächt werden.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Haloperidol kann zu einer Verstärkung der Alkoholwirkung und zu einer Blutdrucksenkung führen.
Durch die gleichzeitige Einnahme von Tee oder Kaffee sowie durch Rauchen kann es zu einer Abschwächung der Haloperidol-Wirkung kommen.
Fragen Sie daher bitte Ihren Arzt, ob und in welchem Maße Sie Alkohol, Tee oder Kaffee zu sich nehmen bzw. rauchen dürfen.
3 Wie ist Haloperidol einzunehmen?
3.1 Art und Dauer der Anwendung
3.1.a Tabletten 1 mg, 2 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg
Die Tabletten weisen in der Regel eine Bruchrille auf und können geteilt werden.
Die Tabletten sind während der Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (kein Kaffee oder Tee) einzunehmen.
3.1.b Lösung 2 mg/ml und 10 mg/ml:
Die Lösung ist während der Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (kein Kaffee oder Tee) einzunehmen.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Krankheitsbild und dem individuellen Verlauf. Dabei ist die niedrigste notwendige Erhaltungs-Dosis anzustreben. Über die Notwendigkeit einer Fortdauer der Behandlung ist vom Arzt laufend kritisch zu entscheiden.
Nach einer längerfristigen Behandlung muss der Abbau der Dosis in sehr kleinen Schritten über einen großen Zeitraum hinweg erfolgen.
3.2 Dosierung
Dosis, Darreichungsform und Dauer der Anwendung müssen an das Anwendungsgebiet, die Schwere der Krankheit und die individuelle Reaktionslage (das Ansprechen des einzelnen Patienten auf das Arzneimittel) angepasst werden. Die im Folgenden genannten Tagesdosen (täglichen Anwendungsmengen) dienen als Richtwerte.
Bei ambulanter Therapie (Behandlung außerhalb des Krankenhauses) wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen. Bei stationärer Therapie (Behandlung im Krankenhaus) kann mit höheren Anfangsdosen ein rascherer Wirkungseintritt erzielt werden. Soweit möglich, werden täglich 3 Einzeldosen gegeben, bei höheren Dosierungen auch mehr.
Die Erhaltungs-Dosis ist die tägliche Menge Wirkstoff, die auf längere Dauer angewendet wird, nachdem die akuten schweren Krankheitszeichen sich gebessert haben.
Abrupte Dosisänderungen erhöhen das Nebenwirkungsrisiko. Nach einer längerfristigen Therapie muss der Dosisabbau in sehr kleinen Schritten über große Zeiträume hinweg erfolgen.
Die antipsychotische Wirkung (gegen psychotische Syndrome gerichtete Wirkung, s. "Anwendungsgebiete") erreicht manchmal erst nach ein- bis dreiwöchiger Behandlung ihr Maximum, während die psychomotorisch dämpfende Wirkung (die den Bewegungsdrang vermindernde Wirkung) sofort eintritt.
Die im Folgenden genannten Krankheitsbegriffe sind bei den Anwendungsgebieten bereits erklärt.
Die folgenden Angaben gelten, so weit Ihnen Ihr Arzt nichts anderes verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann!
3.2.a Tabletten 1 mg
eignen sich vor allem für die niedrig dosierte Behandlung (meist im ambulanten Bereich). Für die Anwendung im höheren Dosisbereich stehen Darreichungsformen mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
3.2.a.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 5 bis 10 Tabletten (entsprechend 5 bis 10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 3 bis 15 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.a.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome:
Beginn mit 1 bis 2 Tabletten (entsprechend 1 bis 2 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.a.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe):
Beginn mit 1 1/2 bis 4 1/2 Tabletten (entsprechend 1,5 bis 4,5 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf 3 bis 15 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.a.4 Maniforme Syndrome:
Beginn mit 5 bis 10 Tabletten (entsprechend 5 bis 10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 5 Tabletten (entsprechend 3 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.a.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 5 bis 10 Tabletten (entsprechend 5 bis 10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 15 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.a.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 1 Tablette (entsprechend 1 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 40 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.a.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 1 bis 5 Tabletten (entsprechend 1 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
3.2.a.8 Zentral bedingtes Erbrechen
1 bis 3 Tabletten (entsprechend 1 bis 3 mg Haloperidol) pro Tag. Gegen Übelkeit und Erbrechen bei Zytostatikagabe kann Haloperidol als Infusion gegeben werden.
3.2.a.9 Nichtpsychotische Angst-Syndrome:
Bei nichtpsychotischen Angst-Syndromen 1/2 bis 2 Tabletten (entsprechend 0,5 bis 2 mg Haloperidol) pro Tag.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden. Bei nichtpsychotischen Störungen (Angst-Syndrome, hyperkinetisches Syndrom, Autismus, Stottern) reichen im Allgemeinen die niedrigen Dosierungen aus.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 1/2 bis 1 1/2 Tabletten "Haldol Janssen Tropfen" (entsprechend 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol) pro Tag.
3.2.b Tabletten 2 mg
3.2.b.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 2 1/2 bis 5 Tabletten (entsprechend 5 bis 10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 1 1/2 bis 7 1/2 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.b.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 1 -2 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.b.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 1,5 bis 4,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf 1 1/2 -7 1/2 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.b.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 2 1/2 bis 5 Tabletten (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 1 1/2 bis 2 1/2 Tabletten (entsprechend 3 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.b.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 2 1/2 bis 5 Tabletten (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 1 1/2 -7 1/2 Tabletten (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.b.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 1/2 Tablette (entsprechend 1 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 40 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.b.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 1/2 bis 2 1/2 Tabletten (entsprechend 1 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.c Tabletten 5 mg
3.2.c.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 1 bis 2 Tabletten (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 3 Tabletten pro Tag), bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.c.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 1 bis 2 mg Haloperidol pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.c.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 1,5 bis 4,5 mg Haloperidol pro Tag, Steigerung auf 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 3 Tabletten pro Tag), jeweils in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.c.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 1 bis 2 Tabletten (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 5 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1 Tablette pro Tag), bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.c.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 1 bis 2 Tabletten (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 3 Tabletten pro Tag), bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.c.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 1 mg Haloperidol pro Tag, Steigerung auf höchstens 40 mg Haloperidol pro Tag, jeweils in geeigneten Darreichungsformen. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.c.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 1 bis 5 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1 Tablette pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.d Tabletten 10 mg
3.2.d.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1 1/2 Tabletten pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.d.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 1 bis 2 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 10 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag.
3.2.d.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 1,5 bis 4,5 mg Haloperidol pro Tag, Steigerung auf 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1 1/2 Tabletten pro Tag), jeweils in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.d.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 5 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1/2 Tablette pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.d.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1 1/2 Tabletten pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.d.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 1 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 4 Tabletten (entsprechend 40 mg Haloperidol) pro Tag. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.d.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 1 bis 5 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1/2 Tablette) in geeigneten Darreichungsformen, zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.e Tabletten 20 mg
3.2.e.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 5 bis 10 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1/2 Tablette pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 5 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.e.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 1 bis 2 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 5 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag.
3.2.e.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 1,5 bis 4,5 mg Haloperidol pro Tag, Steigerung auf 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag, jeweils in geeigneten Darreichungsformen, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.e.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 5 bis 10 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1/2 Tablette pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 5 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 5 mg Haloperidol pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.e.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 5 bis 10 mg Haloperidol pro Tag (entsprechend bis zu 1/2 Tablette pro Tag) in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 5 Tabletten (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 3 bis 15 mg Haloperidol pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.e.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 1 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen, Steigerung auf höchstens 2 Tabletten (entsprechend 40 mg Haloperidol) pro Tag. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.e.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 1 bis 5 mg Haloperidol pro Tag, in geeigneten Darreichungsformen, zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.f Lösung 2 mg/ml
eignet sich vor allem für die niedrig dosierte Behandlung (meist im ambulanten Bereich). Für die Anwendung im höheren Dosisbereich stehen Darreichungsformen mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
3.2.f.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 2,5 bis 5 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 1,5 -7,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.f.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 0,5 bis 1 ml Lösung (entsprechend 1 bis 2 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.f.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 0,75 bis 2,25 ml Lösung (entsprechend 1,5 -4,5 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf 1,5 -7,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.f.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 2,5 bis 5 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 1,5 bis 2,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.f.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 2,5 bis 5 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 100 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 1,5 -7,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.f.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 0,5 ml Lösung (entsprechend 1 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 40 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht.
3.2.f.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 0,5 bis 2,5 ml Lösung (entsprechend 1 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
3.2.f.8 Zentral bedingtes Erbrechen
0,5 bis 1,5 ml Lösung (entsprechend 1 bis 3 mg Haloperidol) pro Tag. Gegen Übelkeit und Erbrechen bei Zytostatikagabe kann Haloperidol als Infusion gegeben werden.
3.2.f.9 Nichtpsychotische Angst-Syndrome
Bei nichtpsychotischen Angst-Syndromen 0,25 bis 1 ml Lösung (entsprechend 0,5 bis 2 mg Haloperidol) pro Tag.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden. Bei nichtpsychotischen Störungen (Angst-Syndrome, hyperkinetisches Syndrom, Autismus, Stottern) reichen im Allgemeinen die niedrigen Dosierungen aus.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,25 bis 0,75 ml Lösung (entsprechend 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol) pro Tag.
3.2.g Lösung 10 mg/ml
3.2.g.1 Akute psychotische und katatone Syndrome
Beginn mit 0,5 bis 1 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 ml Lösung (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Nach Abklingen akuter Krankheitszeichen beträgt die Erhaltungs-Dosis im Allgemeinen 0,3 bis 1,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten auch mehr.
3.2.g.2 Akute delirante und exogen-psychotische Syndrome
Beginn mit 0,1 bis 0,2 ml Lösung (entsprechend 1 -2 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 ml Lösung (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag.
3.2.g.3 Chronisch verlaufende endogene und exogene Psychosen (zur Symptomsuppression und Rezidivprophylaxe)
Beginn mit 0,15 bis 0,45 ml Lösung (entsprechend 1,5 -4,5 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf 0,3 -1,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.g.4 Maniforme Syndrome
Beginn mit 0,5 bis 1 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 ml Lösung (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 0,3 -0,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.g.5 Psychomotorische Erregungszustände (incl. zerebral-sklerotischer Erregungszustände und Entzugserscheinungen bei Rausch- und Suchtmitteln)
Beginn mit 0,5 bis 1 ml Lösung (entsprechend 5 -10 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 10 ml Lösung (entsprechend 100 mg Haloperidol) pro Tag. Die Erhaltungs-Dosis beträgt 0,3 -1,5 ml Lösung (entsprechend 3 bis 15 mg Haloperidol) pro Tag, bei schlecht auf die Behandlung ansprechenden Patienten mehr.
3.2.g.6 Dyskinetische Syndrome und Tic-Erkrankungen (wie z.B. Chorea Huntington, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)
Beginn mit 0,1 ml Lösung (entsprechend 1 mg Haloperidol) pro Tag, Steigerung auf höchstens 4 ml Lösung (entsprechend 40 mg Haloperidol) pro Tag. In einzelnen Fällen sind höhere Dosen möglich.
Bei Kindern ab 3 Jahren Beginn mit 0,025 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, Steigerung auf höchstens 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht, jeweils in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.g.7 Schmerzzustände
Bei schweren Schmerzzuständen 0,1 bis 0,5 ml Lösung (entsprechend 1 bis 5 mg Haloperidol) pro Tag zur Kombinationsbehandlung mit Schmerzmitteln.
Dosierung bei Kindern ab 3 Jahren:
Beginn mit 0,025 bis 0,05 mg Haloperidol/kg Körpergewicht pro Tag in geeigneten Darreichungsformen. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 0,2 mg Haloperidol/kg Körpergewicht gesteigert werden.
Dosierung bei älteren Patienten:
Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Hirnleistungsstörungen, kann im Allgemeinen mit niedrigeren Dosen eine Wirkung erzielt werden. Daher bei allen genannten Krankheitsbildern Beginn mit Einzeldosen von 0,5 bis 1,5 mg Haloperidol pro Tag in geeigneten Darreichungsformen.
3.2.h Tabletten 5 mg, 10 mg, 20 mg und Lösung 10 mg/ml
Für die Therapie von Kindern ab 3 Jahren und älteren Patienten sollten wegen der dabei verwendeten niedrigeren Dosen die Lösung mit 2 mg/ml bzw. die Tabletten mit 1 oder mit 2 mg zur Anwendung kommen.
Hinweis:
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Lithium und Haloperidol sollten beide Arzneimittel so niedrig wie möglich dosiert werden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Haldol Janssen Tropfen" eingenommen haben, als Sie sollten
Eine nur geringfügige Überdosierung, z.B. wenn Sie eine Einzelgabe versehentlich doppelt eingenommen haben, hat normalerweise keine Auswirkungen auf die weitere Einnahme, d.h., Sie nehmen "Haldol Janssen Tropfen" danach so ein wie sonst auch.
Überdosierungen mit Haloperidol äußern sich in Abhängigkeit von der aufgenommenen Dosis durch Störungen des Zentralnervensystems (Verwirrung, Erregungszustände bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstseinseintrübung bis hin zum Koma, Atemstörungen bis Atemstillstand) und des Herz-Kreislauf-Systems.
Außerdem können trockene Schleimhäute, Sehstörungen, Verstopfung und Störungen der Harnausscheidung auftreten.
Verständigen Sie bei Überdosierung sofort den nächsten erreichbaren Arzt, damit er die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann. In der Regel ist mit einer vollständigen Rückbildung der Beschwerden bei ärztlicher Behandlung zu rechnen.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Haldol Janssen Tropfen" vergessen haben
Bitte nehmen Sie Ihr Arzneimittel weiter so ein, wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Einnahme einer doppelten Dosis ausgleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dies bitte vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Haldol Janssen Tropfen" Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Im unteren Dosierungsbereich (1 bis 2 mg täglich) sind Nebenwirkungen durch Haloperidol vergleichsweise selten, gering ausgeprägt und vorübergehend. Bei höheren Dosen treten manche Nebenwirkungen häufiger auf. Beschwerden im Bereich des Nervensystems (neurologische Symptome) sind dabei vorherrschend.
Unwillkürliche Bewegungen (extrapyramidalmotorische Symptome):
Häufig kommt es bei der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" vor allem in den ersten Tagen und Wochen zu sogenannten Frühdyskinesien in Form von Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs (z.B. krampfartiges Herausstrecken der Zunge, Verkrampfung der Schlundmuskulatur, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur). Störungen wie bei der Parkinsonschen Erkrankung (Zittern, Steifheit) und Bewegungsdrang mit der Unfähigkeit, ruhig zu sitzen (Akathisie), treten im Allgemeinen weniger früh auf. Kinder entwickeln bereits bei niedrigen Dosierungen derartige Störungen. In diesen Fällen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.
Nach zumeist längerer und hochdosierter Behandlung oder nach Abbrechen der Behandlung kann es zu anhaltenden Störungen des Bewegungsablaufs kommen (z.B. unwillkürliche Bewegungen vor allem im Bereich von Kiefer- und Gesichtsmuskulatur, aber auch unwillkürliche Bewegungen an Armen und Beinen).
4.1.a Malignes neuroleptisches Syndrom
Sehr selten kann es unter der Behandlung mit Neuroleptika, zu denen auch "Haldol Janssen Tropfen" gehört, zu einem lebensbedrohlichen Zustand (malignes neuroleptisches Syndrom) mit hohem Fieber, Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems (Herzjagen, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit) kommen, der das sofortige Absetzen der Medikation und umgehende ärztliche Behandlung erfordert.
4.1.b Andere zentralnervöse Beschwerden
Müdigkeit kann insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten, ferner seltener Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Benommenheit, depressive Verstimmung (insbesondere bei Langzeitbehandlung), Gleichgültigkeit und Antriebsschwäche, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, seltener Zeichen von Erregung und Verwirrtheit insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Wirkstoffe (anticholinerg wirkende Substanzen) und vom Gehirn ausgehende Krampfanfälle, starke Schwankungen der Körpertemperatur sowie Sprach-, Gedächtnis- und Schlafstörungen.
4.1.c Herz-Kreislauf-System
Gelegentlich treten, vor allem zu Beginn der Behandlung, Kreislaufstörungen wie Blutdruckabfall, insbesondere beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, und Beschleunigung des Herzschlags auf. Während der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" können bestimmte, u.U. auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Torsades de Pointes).
4.1.d Magen-Darm-Trakt
Selten wurde über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und andere Verdauungsstörungen, Appetitverlust und Sodbrennen berichtet. Sehr selten kann es zu einer lebensbedrohlichen Darmlähmung kommen.
4.1.e Leber- und Gallenwege
Selten wurde über vorübergehende Leberfunktionsstörungen, in Einzelfällen auch Leberentzündungen (meist mit Abflussstörungen der Galle einhergehend) berichtet.
4.1.f Vegetatives Nervensystem
Selten kann es bei hoher Dosierung zu vegetativen Begleitwirkungen kommen wie Sehstörungen (Akkommodationsstörungen), Mundtrockenheit, Gefühl der verstopften Nase, Erhöhung des Augeninnendrucks, Verstopfung, Störungen beim Wasserlassen.
4.1.g Hormonstörungen
Vereinzelt können Störungen der Regelblutung, Absonderung von Milch aus der Brust bei der Frau, Anschwellen der Brust beim Mann, Störungen der sexuellen Erregbarkeit und Gewichtszunahme auftreten, ferner Störungen des Zuckerhaushaltes und des Salz-/Wasserhaushaltes (Schwartz-Bartter-Syndrom).
4.1.h Blut und Blutgefäße
Blutbildungsstörungen (Leukopenie, Thrombopenie, Eosinophilie, Panzytopenie, sehr selten Agranulozytose) können in Ausnahmefällen vorkommen. Daher sollten Sie der Aufforderung des Arztes, sich zu den regelmäßig erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen (siehe "Gegenanzeigen" und "Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise").
In Einzelfällen kann es zur Blutpfropfbildung in Bein- und Beckenvenen (Thrombose) kommen.
4.1.i Augen
Selten können Veränderungen an Hornhaut und Linsen der Augen auftreten.
4.1.j Überempfindlichkeitsreaktionen
Selten können allergische Hautreaktionen und Juckreiz auftreten.
Zusätzlich evtl. für Lösung:
Aufgrund des Gehaltes an Alkyl-4-hydroxybenzoaten (Parabene, wird häufig in Lösungen zur Konservierung verwendet) können bei entsprechend veranlagten Patienten in Einzelfällen Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
4.1.k Sonstige Nebenwirkungen
Gelegentlich wurde über Wasseransammlungen in den Beinen (periphere Ödeme) und im Gesicht (Gesichtsödeme), Erniedrigung des Natrium-Blutspiegels, Dauererektion des Penis (Priapismus) und Störung der Geschlechtsfunktion beim Mann (erektile Dysfunktion) berichtet.
Ferner wurden Haarausfall, Störungen des Atemrhythmus, Atemnot und Lungenentzündung beobachtet.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt über aufgetretene Nebenwirkungen und Missempfindungen unter der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen", damit er sie spezifisch behandeln kann.
Machen Sie Ihren Arzt sofort auf Muskelkrämpfe im Mund- und Gesichtsbereich sowie an Armen und Beinen aufmerksam, auch wenn sie erst nach Beendigung der Behandlung mit "Haldol Janssen Tropfen" auftreten.
Auch beim Auftreten von entzündlichen Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, Halsschmerzen, Fieber sowie grippeähnlichen Erscheinungen sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen. Nehmen Sie keine fiebersenkenden oder schmerzlindernden Mittel ohne Zustimmung Ihres Arztes ein.
Das maligne neuroleptische Syndrom (schwerwiegende Krankheitserscheinung nach Gabe von Neuroleptika) ist gekennzeichnet durch Fieber über 40°C und Muskelstarre mit Anstieg der Kreatin-Kinase (CK) in Blut und Harn. Da eine weitere Neuroleptikum-Gabe einen lebensbedrohlichen Ausgang haben kann, ist sofort der nächste erreichbare Arzt zu Rate zu ziehen.
Sollten Sie Anzeichen einer der anderen oben geschilderten, schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, so rufen Sie bitte ebenfalls den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe. Bei anderen unerwünschten Wirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt über entsprechende Gegenmaßnahmen.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Haldol Janssen Tropfen" aufzubewahren?
Lagern Sie "Haldol Janssen Tropfen" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Bitte beachten Sie, wenn der pharmazeutische Hersteller die Lagerung des Arzneimittels im Kühlschrank vorsieht.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

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