Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Artelac Augentropfen

Präparat:

Artelac Augentropfen

Darreichungsform:

Augentropfen

Abgabeform:

apothekenpflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Methylhydroxypropylcellulose
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Artelac Augentropfen" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Artelac Augentropfen" enthält den Wirkstoff Hypromellose, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten künstlichen Tränenflüssigkeiten.
Hypromellose ist eine partiell methylierte und hydroxypropylierte Cellulose. Beim gesunden Auge erfolgt eine Befeuchtung der Hornhautoberfläche besonders durch das in der Bindehaut gebildete Mucin, das auf der Hornhautoberfläche adsorbiert wird und eine hydrophile Oberfläche bildet. Beim Trockenen Auge und besonders bei Mucinmangel ist die Gabe von künstlicher Tränenflüssigkeit angezeigt, wobei sowohl deren Oberflächenaktivität als auch deren Adsorptionsfähigkeit von Bedeutung ist. Hier kommt besonders Hypromellose in Betracht. Hypromellose wirkt physikalisch-chemisch und bewirkt in wässriger Lösung eine erniedrigte Oberflächenspannung sowie eine erhöhte Viskosität. Hypromellose haftet gut auf der Horn- und Bindehaut und sorgt für eine ausreichende Befeuchtung. Dadurch werden die bei Tränenmangel auftretenden Irritationen und Reizungen durch den Lidschlag gemindert und Folgen der Austrocknung der Epithelien vermieden.
"Artelac Augentropfen" ist apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
1.2 Wirkstärke und Darreichungsform von "Artelac Augentropfen"
Lösung enthaltend 3,20 mg Hypromellose in 1 ml.
Ihr Arzt legt fest oder Ihr Apotheker berät Sie, ob diese Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 "Artelac Augentropfen" wird angewendet zur
symptomatischen Behandlung von Austrocknungserscheinungen der Horn- und Bindehäute ("Trockenes Auge") durch Tränensekretions- und Tränenfunktionsstörungen, infolge lokaler oder systemischer Erkrankungen sowie bei mangelndem oder unvollständigem Lidschluss, was sich z.B. in Augenbrennen, Fremdkörpergefühl und Lichtscheu bei Wind, Hitze und Ermüdung äußern kann.
Es gibt viele Gründe für "Trockenes Auge": nachlassende Tränenproduktion im Alter, das Arbeiten in klimatisierten Räumen, Bildschirmtätigkeit, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren. Letztlich spielen auch negative Umwelt- und Klimaeinflüsse eine Rolle bei der Entstehung des Trockenen Auges.
2 Was müssen Sie vor der Anwendung von "Artelac Augentropfen" beachten?
2.1 "Artelac Augentropfen" darf nicht angewendet werden,
bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Anwendung von "Artelac Augentropfen" ist erforderlich
2.2.a Kinder
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Kinderarzt um Rat.
2.2.b Ältere Patienten
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen; bitte lesen und beachten Sie aber Abschnitt 3. ("Wie ist "Artelac Augentropfen" anzuwenden?") mit besonderer Sorgfalt.
2.2.c Schwangerschaft
Es bestehen keine Bedenken gegen die Anwendung in Schwangerschaft, da Hypromellose nicht resorbiert wird und somit systemisch nicht verfügbar ist. Grundsätzlich sollte die Anwendung von Arzneimitteln während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
2.2.d Stillzeit
Es bestehen keine Bedenken gegen die Anwendung in Stillzeit, da Hypromellose nicht resorbiert wird und somit systemisch nicht verfügbar ist. Grundsätzlich sollte die Anwendung von Arzneimitteln während der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei diesem Arzneimittel kann es nach dem Eintropfen in den Bindehautsack des Auges durch Schlierenbildung zu einem nur wenige Minuten andauernden Verschwommensehen kommen. In dieser Zeit sollten daher keine Maschinen bedient und sollte nicht am Straßenverkehr teilgenommen werden.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei zusätzlicher Anwendung anderer Augentropfen/Augensalben kann die Wirkung des jeweils vorhergehenden Arzneimittels beeinträchtigt werden, da es durch das Einbringen des nachfolgenden Medikaments verdünnt oder aus dem Bindehautsack verdrängt werden kann. Aus diesem Grunde sollte zwischen den Anwendungen der verschiedenen Präparate ein zeitlicher Abstand von ca. 15 Minuten eingehalten werden. "Artelac Augentropfen" sollte stets als letztes angewendet werden, da bei ihm eine möglichst lange Verweildauer und damit lange befeuchtende Wirkung wichtig ist.
2.4 Woran ist bei Anwendung von "Artelac Augentropfen" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
3 Wie ist "Artelac Augentropfen" anzuwenden?
Wenden Sie "Artelac Augentropfen" immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
1 Tropfen in den Bindehautsack eintropfen. Dabei Kopf nach hinten neigen. Mit dem Zeigefinger einer Hand das Unterlid des Auges nach unten ziehen. Mit der anderen Hand die Tropfflasche senkrecht über das Auge halten (ohne das Auge zu berühren) und einen Tropfen in den heruntergezogenen Bindehautsack eintropfen. Versuchen Sie das Auge offen zu halten und zu bewegen, damit sich die Flüssigkeit gut verteilt.
Die Anwendung erfolgt in der Regel als Langzeit- oder Dauertherapie.
Hinweis: Bei einer Langzeit- oder Daueranwendung zur Therapie des "Trockenen Auges" sollte grundsätzlich ein Augenarzt konsultiert werden.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Das Krankheitsbild des "Trockenen Auges" erfordert eine individuelle Dosierung. Je nach Erfordernis 3-5-mal täglich oder häufiger 1 Tropfen in den Bindehautsack eintropfen.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Artelac Augentropfen" angewendet haben, als Sie sollten
Es sind keine Überdosierungsreaktionen bekannt.
3.4 Wenn Sie die Anwendung von "Artelac Augentropfen" vergessen haben
Wenden Sie "Artelac Augentropfen" so an, wie in 3.2 beschrieben oder vom Arzt verordnet. Grundsätzlich dürfen Sie eine vergessene Dosis nicht durch die Anwendung einer doppelten Dosis ausgleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Artelac Augentropfen" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Artelac Augentropfen" Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Bei einer Anwendung können in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen am Auge auftreten.
"Artelac Augentropfen" enthält das Konservierungsmittel Cetrimid, das insbesondere bei häufiger Anwendung Reizungen des Auges (Brennen, Rötungen, Fremdkörpergefühl) hervorrufen und bei längerer Anwendung die Hornhaut schädigen kann.
Sollten Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reizungen am Auge auftreten, unterbrechen Sie bitte die Behandlung und suchen Sie Ihren Arzt auf.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Artelac Augentropfen" aufzubewahren?
Lagern Sie "Artelac Augentropfen" nicht über 30°C, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Die Augentropfen dürfen nach Anbruch nicht länger als 6 Wochen verwendet werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; Mai 2011 - Oktober 2014


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