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Aggrenox Retardkapseln

Präparat:

Aggrenox Retardkapseln

Darreichungsform:

Retardkapseln

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Acetylsalicylsäure
  • Dipyridamol
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Aggrenox Retardkapseln" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Aggrenox Retardkapseln" enthält die Wirkstoffkombination Dipyridamol und Acetylsalicylsäure, Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Thrombozytenaggregationshemmer.
Diese Arzneimittel hemmen das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugen dadurch der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor. Aufgrund dieser Wirkeigenschaft werden Acetylsalicylsäure plus Dipyridamol bei Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt. Dipyridamol besitzt darüberhinaus gefäßerweiternde Wirkungen.
"Aggrenox Retardkapseln" ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Die Wirkstoffkombination Dipyridamol und Acetylsalicylsäure gibt es üblicherweise als
- Retardkapseln mit 200 mg Dipyridamol und 25 mg Acetylsalicylsäure .
Ihr Arzt legt fest, ob diese Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Die Wirkstoffkombination Dipyridamol und Acetylsalicylsäure wird angewendet
zur Vorbeugung von weiteren Schlaganfällen und deren Vorläuferstadien (transitorische ischämische Attacken - TIA) bei Patienten, die zuvor einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben (Sekundärprävention).
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Aggrenox Retardkapseln" beachten?
2.1 "Aggrenox Retardkapseln" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Salicylaten oder einem der Bestandteile von "Aggrenox Retardkapseln" sind,
- wenn Sie an Magen- oder Darmgeschwüren leiden,
- wenn Sie eine krankhaft erhöhte Blutungsneigung haben,
- wenn Sie sich in den letzen 3 Monaten einer Schwangerschaft befinden.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Aggrenox Retardkapseln" ist erforderlich,
- wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronarer Herzkrankheit, z.B. instabiler Angina Pectoris oder vor Kurzem durchgemachtem Myokardinfarkt) leiden,
- wenn Sie eine Gefäßverengung im Bereich der Aortenklappen haben,
- wenn Sie an Kreislaufschwankungen, z.B. bei ausgeprägter Herzmuskelschwäche, leiden,
- wenn Sie einen Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel haben,
- wenn Sie an Asthma bronchiale leiden,
- wenn Sie an einer allergischen Nasenschleimhautentzündung oder Heuschnupfen leiden,
- wenn Sie an chronischen Atemwegserkrankungen leiden (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen),
- wenn Sie auch gegen andere Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber,
- wenn Sie Nasenpolypen haben,
- wenn Sie überempfindlich sind gegen Entzündungshemmer/ Rheumamittel oder andere allergieauslösende Stoffe,
- wenn Sie an chronischen und wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden leiden,
- wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden,
- wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden,
- wenn Sie gleichzeitig mit einem gerinnungshemmenden Arzneimittel (z.B. Cumarin-Derivat, Heparin - mit Ausnahme einer niedrig dosierten Heparin-Behandlung) behandelt werden,
- wenn Sie zusätzlich Medikamente einnehmen, die das Blutungsrisiko erhöhen können wie Plättchenaggregationshemmer (z.B. Clopidogrel, Ticlopidin) oder selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI).
Wie auch bei anderen Thrombozytenaggregationshemmern sollten Sie "Aggrenox Retardkapseln" aufgrund des Blutungsrisikos mit Vorsicht einsetzen, wenn Sie ein erhöhtes Blutungsrisiko haben. Sie sollten sorgfältig auf Blutungszeichen, einschließlich Zeichen verborgener Blutungen (z.B. Teerstuhl) achten und sofort Ihren Arzt benachrichtigen.
Kopfschmerzen oder migräneartige Kopfschmerzen, die insbesondere zu Therapiebeginn mit "Aggrenox Retardkapseln" auftreten können, dürfen Sie nicht mit ASS-haltigen Schmerzmitteln behandeln.
Die in "Aggrenox Retardkapseln" enthaltene Acetylsalicylsäure-Dosis wurde bisher nicht in klinischen Studien zur Vorbeugung weiterer Herzinfarkte (Sekundärprävention des Myokardinfarkts) untersucht.
Bei Einnahme vor operativen Eingriffen ist der Arzt/Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.
Bei Patienten mit Myasthenia gravis kann eine Neueinstellung der Therapie während der Behandlung mit "Aggrenox Retardkapseln" erforderlich sein.
In seltenen Fällen wurde Dipyridamol in unterschiedlichem Ausmaß in Gallensteinen nachgewiesen. Es gibt keine Hinweise, dass Dipyridamol bei diesen Patienten der auslösende Faktor für die Bildung von Gallensteinen war.
"Aggrenox Retardkapseln" sollte 24 Stunden vor einer pharmakologischen Belastungsuntersuchung mit intravenösem Dipyridamol abgesetzt werden. Andernfalls, so zeigt die klinische Erfahrung, kann die Empfindlichkeit dieser Untersuchung zum Nachweis einer koronaren Herzerkrankung vermindert sein.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
"Aggrenox Retardkapseln" wird für Kinder aufgrund mangelnder Erfahrungen nicht empfohlen. Es gibt eine mögliche Verbindung zwischen der Einnahme von ASS und dem Reye-Syndrom bei Kindern. Daher darf "Aggrenox Retardkapseln" bei Kindern und Jugendlichen nicht eingesetzt werden, weil das Risiko für ein Reye-Syndrom besteht. Das Reye-Syndrom ist eine sehr seltene Erkrankung, die Gehirn und Leber befallen und tödlich verlaufen kann.
2.2.b Ältere Patienten
Bitte lesen und beachten Sie die Informationen im Abschnitt 2.2 mit besonderer Sorgfalt.
2.2.c Schwangerschaft
"Aggrenox Retardkapseln" sollte im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nur auf ärztliche Anordnung gegeben werden, in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft darf "Aggrenox Retardkapseln" nicht angewendet werden.
Es wurden keine Untersuchungen zum Einfluss von "Aggrenox Retardkapseln" auf die Gebärfähigkeit von Frauen oder die Zeugungsfähigkeit von Männern durchgeführt.
2.2.d Stillzeit
Salicylate und Dipyridamol gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über, daher sollte "Aggrenox Retardkapseln" während der Stillzeit nur auf ärztliche Anordnung gegeben werden.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel zeigte in Untersuchungen an gesunden Menschen keine Beeinflussung des sicherheitsbedeutsamen Reaktionsvermögens. Es gibt somit keine Hinweise dafür, dass "Aggrenox Retardkapseln" bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
"Aggrenox Retardkapseln" sollte wegen der nachfolgend beschriebenen Wechselwirkungen nicht zusammen mit einem der genannten Stoffe angewendet werden, ohne dass der Arzt ausdrücklich die Anweisung gegeben hat.
Dipyridamol kann:
- die Blutspiegel und damit die Herz-Kreislauf-Wirkungen von Adenosin erhöhen; gegebenenfalls ist eine Anpassung der Adenosin-Dosis erforderlich,
- den Anticholinesterase-Effekt von Cholinesterasehemmern aufheben und dadurch möglicherweise eine Myasthenia gravis verstärken,
- die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken.
"Aggrenox Retardkapseln" kann aufgrund des Acetylsalicylsäureanteils zur Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko der folgenden Arzneimittel führen:
- gerinnungshemmende Arzneimittel (z.B. Cumarin-Derivate und Heparin),
- Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Clopidogrel, Ticlopidin, ASS),
- blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika, wie z.B. Sulfonylharnstoffe): der Blutzuckerspiegel kann sinken,
- Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen),
- Valproinsäure und Phenytoin, Medikamente gegen Krampfanfälle (Epilepsie),
- Bestimmte Antidepressiva (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)) können das Blutungsrisiko erhöhen,
- Arzneimittel, die Kortison oder Kortisonähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von Produkten, die auf die Haut aufgetragen werden oder bei Kortisonersatztherapie bei Morbus Addison) oder bei Alkoholkonsum: Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen ist erhöht,
- Nicht-steroidale Antiphlogistika, Kortison oder Kortison-ähnliche Substanzen und bei chronischem Alkohol-Konsum: Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen ist erhöht,
- Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft).
Acetylsalicylsäure kann die Wirkung folgender Substanzen vermindern:
- spezieller Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (sogenannte Aldosteronantagonisten, z.B. Spironolacton und Canrenoat, sowie Schleifendiuretika, z.B. Furosemid),
- blutdrucksenkender Arzneimittel (insbesondere ACE-Hemmer),
- harnsäureausscheidender Arzneimittel gegen Gicht (z.B. Probenecid, Sulfinpyrazon).
Die herz- und gefäßschützenden Wirkungen von Acetylsalicylsäure können durch Ibuprofen, einem Entzündungs- und Rheumamittel, abgeschwächt werden. Bei anderen Entzündungs- und Rheumamitteln wurde diese Abschwächung nicht beobachtet.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Aggrenox Retardkapseln" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Während der Behandlung mit "Aggrenox Retardkapseln" sollte Alkohol nur in geringer Menge getrunken werden, da durch Alkohol die schleimhautschädigende Wirkung von Acetylsalicysläure im Magen-Darm-Trakt verstärkt werden kann.
3 Wie ist "Aggrenox Retardkapseln" einzunehmen?
Nehmen Sie "Aggrenox Retardkapseln" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
"Aggrenox Retardkapseln" sollte unzerkaut mit etwas Flüssigkeit mit oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden, wobei im Allgemeinen die Einnahme jeweils morgens und abends erfolgen sollte.
Damit die vorbeugende Wirkung erhalten bleibt, müssen Sie "Aggrenox Retardkapseln" täglich, so lange wie Ihr Arzt es verordnet, einnehmen.
"Aggrenox Retardkapseln" ist zur längerfristigen Behandlung vorgesehen.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene tägliche Dosis 2-mal 1 Retardkapsel.
Alternative Behandlungsweise bei unerträglichen Kopfschmerzen: Im Falle unerträglicher Kopfschmerzen zu Behandlungsbeginn kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt. Ihr Arzt darf die Behandlung auf eine Kapsel vor dem Zu-Bett-Gehen und niedrig dosierte Acetylsalicylsäure (ASS) am Morgen ändern. Weil es zu dieser Behandlungsweise keine Daten zum Rezidivrisiko gibt und die Kopfschmerzproblematik mit fortgesetzter Behandlung abnimmt, sollten die Patienten so bald wie möglich zur normalen Behandlungsweise zurückkehren, gewöhnlich innerhalb einer Woche.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Aggrenox Retardkapseln" eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie versehentlich zu viele Retardkapseln eingenommen haben, müssen Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Wenn kein Arzt erreichbar ist, müssen Sie sich zur Notaufnahme des nächsten Krankenhauses begeben. Auch wenn Sie keine Beschwerden spüren, müssen Sie bei einer Überdosierung ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Akute Überdosierungen führen wahrscheinlich anfänglich zu Dipyridamol-bedingten Kreislauferscheinungen, denen ebenso -Dosisabhängige Symptome einer Acetylsalicylsäurevergiftung folgen. Infolge einer Dipyridamolüberdosierung können folgende Symptome auftreten: Wärmegefühl, Gesichtsröte (Flush), Schweißausbruch, Pulsbeschleunigung, Unruhe, Schwäche- und Schwindelgefühl, Blutdruckabfall und Herzschmerzen (pektanginöse Beschwerden).
Symptome bei leichteren Graden einer akuten Acetylsalicylsäurevergiftung sind: vertiefte und/oder beschleunigte Atmung, Ohrensausen, Übelkeit, Erbrechen, Beeinträchtigung von Sehen und Hören, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheitszustände, danach evtl. Bewusstseinstrübung, Verminderung der Blutzuckerwerte, Hautausschläge sowie Magen-Darm-Blutungen, Magenschmerzen.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Aggrenox Retardkapseln" vergessen haben
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet, fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Aggrenox Retardkapseln" abgebrochen wird
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit "Aggrenox Retardkapseln" nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Aggrenox Retardkapseln" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems
4.1.a.1 Häufig
Anämie (Blutarmut).
4.1.a.2 Selten
Verminderung der Blutplättchen im Blut (Thrombozytopenie), Eisenmangelanämie aufgrund verborgender Magen-Darm-Blutverluste.
4.1.b Erkrankungen des Immunsystems
Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Nesselsucht, schwere Krämpfe der Bronchialmuskulatur, Atemnot, Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem); diese Reaktionen können auch direkt nach Einnahme auftreten.
4.1.c Erkrankungen des Nervensystems
4.1.c.1 Sehr häufig
Kopfschmerzen, Schwindel (insbesondere bei Therapiebeginn).
4.1.c.2 Häufig
Blutungen im Kopf oder Gehirn (1,0 %), Migräneartige Kopfschmerzen (insbesondere bei Therapiebeginn).
4.1.d Augenerkrankungen
Gelegentlich: Blutungen am Auge (0,2 %).
4.1.e Herzerkrankungen
4.1.e.1 Häufig
Verschlechterung der Beschwerden der koronaren Herzkrankheit, Synkope (Ohnmachtsanfälle) (1-2 %).
4.1.e.2 Gelegentlich
Beschleunigter Herzschlag.
4.1.f Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Hitzewallungen, niedriger Blutdruck.
4.1.g Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums
Häufig: Nasenbluten.
4.1.h Magen-Darm-Erkrankungen
4.1.h.1 Sehr häufig
Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall.
4.1.h.2 Häufig
Erbrechen, Magen-Darm-Blutungen, auch schwerer Art.
4.1.h.3 Gelegentlich
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre.
4.1.h.4 Selten
Sonderform der Magenschleimhautentzündung (erosive Gastritis).
4.1.i Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufigkeit nicht bekannt: Hautblutungen wie z.B. Blutergüsse oder unregelmäßige flächenhafte Hauteinblutungen (Ecchymosen).
4.1.j Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Muskelschmerzen.
4.1.k Untersuchungen
Häufigkeit nicht bekannt: Verlängerung der Blutungszeit. Verletzungen, Vergiftungen und durch Eingriffe bedingte Komplikationen. Verstärkte Blutung nach Operationen oder sonstigen Eingriffen, verstärkte Blutungen während der Operation.
Nebenwirkungen bei Dipyridamol-Einzeltherapie waren wie folgt: Nachweis von Dipyridamol in Gallensteinen.
Nebenwirkungen bei ASS-Einzeltherapie waren wie folgt:
Erkrankungen des Blut - und Lymphsystems: Blutgerinnungsstörungen (auch disseminierte intravasale Gerinnung (DIC))
Erkrankungen des Immunsystems: Anaphylaktische (schwere allergische) Reaktionen (insbesondere bei Patienten mit Asthma bronchiale)
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Verminderung der Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) (insbesondere bei Kindern), Erhöhung der Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), Durstgefühl, Dehydratation (Austrocknung), Erhöhung der Kaliumspiegel, bestimmte Störungen des Säure-Basen-Haushalts des Körpers oder der Blutgase (metabolische Azidose, respiratorische Alkalose)
Psychiatrische Erkrankungen: Verwirrtheit.
Erkrankungen des Nervensystems: Starke Unruhe, Hirnödem (Hirnschwellung), Antriebslosigkeit, Krämpfe.
Erkrankungen des Ohrs oder Labyrinths: Ohrgeräusche (Tinnitus), Taubheit.
Herzerkrankungen: Herzrhythmusstörungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums: Atemnot, Zahnfleischbluten, Kehlkopfschwellung, Steigerung der Atmung, Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge), beschleunigte Atmung Funktionsstörungen der Gefäße. Schock (vor allem bei Asthmatikern)
Magen-Darm-Erkrankungen: Durchbruch eines Magen - oder Zwölffingerdarmgeschwürs, Blut im Stuhl, Bluterbrechen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Mikroblutungen
Erkrankungen der Leber und der Galle: Hepatitis (Gelbsucht), Reye-Syndrom.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Schwere Hautreaktionen (bis hin zum Erythema exsudativum multiforme).
Skelettmuskulatur -, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Rhabdomyolyse (Auflösung von Muskelgewebe).
Erkrankungen der Nieren und Harnwege: Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Nierenerkrankungen (interstitielle Nephritis, Nierenpapillennekrose), Erhöhung der Eiweißausscheidung im Urin Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen. Verlängerung der Schwangerschaft, Geburtsverzögerung, für Schwangerschaftsdauer zu kleines Neugeborenes, Totgeburt, Blutungen vor und nach der Geburt.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Fieber, Erniedrigung der Körpertemperatur.
Untersuchungen: Abnormaler Leberfunktionstest, Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut mit der möglichen Folge eines Gichtanfalls, Verlängerung der Prothrombinzeit.
Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z.B. Blutungen im Gehirn, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Blutgerinnungshemmern berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.
Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf "Aggrenox Retardkapseln" nicht nochmals eingenommen werden.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Aggrenox Retardkapseln" aufzubewahren?
Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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