Eine Zahnfleischentzündung ist mit regelmäßiger, gründlicher Mundhygiene meistens gut in den Griff zu bekommen. Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich jeweils drei Minuten lang geputzt werden – idealer Weise aber etwa 30 Minuten nach jeder Mahlzeit. Das bekämpft die Beläge. Die Bakterien können sich nicht mehr so stark ausbreiten.
Nicht nur die Zahnflächen, auch die Zahnzwischenräume müssen täglich gesäubert werden. Dafür gibt es Zahnseide, Zahnseidenhalter, Zahnhölzchen oder Zahnzwischenraumbürstchen. Was individuell am besten geeignet ist, kann mit dem Zahnarzt besprochen werden. Er gibt auch Tipps zur korrekten Zahnputztechnik.
Unterstützend können Zungenschaber und medizinische Mundspüllösungen verwendet werden. Sie dämmen das Bakterienwachstum ein. Achtung: Manche Präparate sind nur für den vorübergehenden und nicht für den dauerhaften Gebrauch gedacht. Eine Bürste mit abgerundeten Borsten schont das empfindliche Zahnfleisch. Spätestens dann, wenn die Borsten beginnen, sich umzubiegen, ist eine neue Zahnbürste fällig.
Fest ins Zahnpflegeprogramm gehören regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt – idealer Weise mindestens zwei pro Jahr. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Bei dieser Gelegenheit untersucht der Zahnarzt nicht nur Zahnfleisch und Zähne. Er entfernt auch Zahnbeläge (keine Kassenleistung) und den Zahnstein (Kassenleistung einmal pro Jahr).
Zahnärzte empfehlen, nach Möglichkeit zusätzlich in eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung zu investieren. Leider wird sie nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Kosten sind unter anderem abhängig von der Zahnzahl und liegen zwischen 80 und 100 Euro. Eine speziell ausgebildete Fachkraft reinigt dabei die Zähne gründlich maschinell und mit Handinstrumenten. Die Zahnoberflächen werden anschließend glatt poliert und mit fluoridhaltigem Lack versiegelt. So sind die Zähne wieder gründlich sauber. Auf den glatten Oberflächen bleiben neue Beläge nicht mehr so schnell haften.
Wer seinen Zähnen noch mehr Gutes tun möchte, sollte möglichst selten Zuckerhaltiges essen oder trinken. Zahnpflegekaugummis regen die Speichelbildung an, so dass Nahrungsreste leichter mit dem Speichel "weggespült" werden. Sie enthalten häufig Zuckeraustauschstoffe, die den Stoffwechsel der Bakterien stören. Allerdings sind Kaugummis nicht für "Zähneknirscher" geeignet.
Säurehaltiges – zum Beispiel Wein oder Fruchtsaft – kann dem Zahnschmelz zusetzen. Wer sofort im Anschluss Zähne putzt, schrubbt womöglich den Zahnschmelz ab. Deshalb besser erst eine halbe Stunde später Zähne putzen.
Was das Immunsystem unterstützt, freut auch Zähne und Zahnfleisch: Stress abbauen, ausreichend schlafen, gesund ernähren. Besonders förderlich – nicht nur für die Zahngesundheit: das Rauchen aufgeben.
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13.09.2005, aktualisiert am 13.09.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Creatas
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