Um mögliche Augenkrankheiten rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können, sollte bei einer Fehlsichtigkeit immer ein Augenarzt aufgesucht werden. Bei Weitsichtigen ist zudem das Risiko erhöht, einen Grünen Star (Glaukom) zu entwickeln. Wenn sich die Sehkraft oder das Gesichtsfeld verändern, ist es ratsam, mit einem Facharzt darüber zu sprechen und sich von ihm untersuchen zu lassen. Die Augendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung ist zwar nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen enthalten, wird aber in begründeten Ausnahmefällen von manchen Kassen übernommen. Nachfragen lohnt sich also!
Haben Eltern oder Lehrer den Eindruck, das ein Kind schielt oder Probleme beim Lesen und Schreiben hat, ist es ebenfalls dringlich anzuraten, einen Augenarzt aufzusuchen. Eine Lese- oder Schreibschwäche ist manchmal auch auf körperliche Ursachen (wie beispielsweise eine unerkannte Weitsichtigkeit) zurückzuführen. Auch wenn die Augen junger Menschen die Weitsichtigkeit zunächst noch ohne Sehhilfen selber ausgleichen können, sind Brille oder Kontaktlinsen in jedem Alter eine Entlastung für die Augen.
Des Weiteren kann bei einer bestehenden Weitsichtigkeit nur so die Gefahr der Ausbildung einer Sehschwäche (Amblyopie) verhindert werden. Wird eine auf beiden Augen unterschiedlich stark augeprägte Weitsichtigkeit nicht korrigiert, benutzt das betroffene Kind bevorzugt das besser sehende Auge, weil es dieses weniger anstrengen muss. Das schlechter sehende Auge wird dadurch weniger eingesetzt und seine Sehfähigkeit kann verkümmern. Die Folge ist eine Sehschwäche, die sich später auch mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen nicht mehr vollständig korrigieren lässt. Eine frühe Erkennung der Weitsichtigkeit kann die Ausbildung einer solchen Sehschwäche (Amblyopie) verhindern, wenn rechtzeitig eine korrigierende Brille verordnet wird.
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13.09.2005, aktualisiert am 06.08.2010
Bildnachweis: Digital Vision/ RYF
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