Eine Weitsichtigkeit kann durch das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen behoben werden. Bei Weitsichtigen werden sogenannte Sammellinsen mit einem positiven Brechwert verwendet. Durch die Linsen wird erreicht, dass beim Blick in die Ferne auch ohne Akkomodation wieder ein scharfes Bild in der Netzhautebene entsteht.
Eine Augenoperation ist keine Standardbehandlung, aber unter bestimmten Voraussetzungen für weitsichtige Personen geeignet, die keine Brille und Kontaktlinse tragen möchten oder können. Wie alle Operationen ist auch ein solcher Eingriff mit Risiken behaftet: Er kann unerwünschte Folgen wie beispielsweise Infektionen oder eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit nach sich ziehen. Wer sich für einen solchen Eingriff interessiert, sollte sich von seinem Arzt genau zu Risiken und Alternativen beraten lassen.
Meist werden Laser für die Operation eingesetzt. So zum Beispiel beim LASIK-Verfahren (Laser-Assistierte In Situ Keratomileusis). Voraussetzung dafür sind eine ausreichende Hornhautdicke und ein über längere Zeit konstanter Dioptrien-Wert. Das bedeutet, dass sich die Sehstärke in den vergangenen Monaten nicht wesentlich verändert haben sollte. Der Augenarzt untersucht vor dem Eingriff gründlich die Augen und klärt den Patienten genau über die Operationsrisiken auf.
Während der LASIK-Operation löst der Arzt zunächst mit einem feinen Schneidwerkzeug eine hauchdünne Lamelle der Hornhaut, den so genannten Flap, ab und klappt ihn wie einen Deckel um. Anschließend trägt er die Hornhaut nach einem zuvor bestimmten Schema mit einem Laser ab und klappt danach die Hornhautlamelle wieder zurück. Die LASIK-Operation wird heute häufig mit einem hochpräzisen Femtosekunden-Laser durchgeführt.
Bei sehr starker Weitsichtigkeit ist es auch möglich, künstliche Linsen in das Auge einzusetzen. Diese können die eigene Linse ergänzen oder vollständig ersetzen.
www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 06.08.2010
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