Frauen, die in den Wechseljahren unter starken Beschwerden leiden, können von einer Hormontherapie profitieren. Östrogene beispielsweise sind gegen Hitzewallungen am besten wirksam. Ist die Gebärmutter bereits entfernt, werden nur Östrogene verordnet. Hat die Frau noch ihre Gebärmutter, kommen Östrogene nur zusammen mit einem Gestagen – Gelbkörperhormon – in Frage.
Studien zu den Risiken einer Hormontherapie haben gezeigt, dass vor allem in den ersten ein bis zwei Jahren ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen besteht. Wer vor allem eine Östrogen-Gestagen-Kombination über fünf Jahre anwendet, hat außerdem ein leicht erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Insgesamt ist die Diskussion über ein Für und Wider noch lange nicht abgeschlossen. Praktisch muss deshalb in jedem Fall individuell - abhängig von den Beschwerden der Frau und bereits vorliegenden Risikofaktoren wie Rauchen, Brustkrebs, Diabetes, Übergewicht etc. - entschieden werden, ob eine Hormonersatztherapie sinnvoll ist oder nicht.
Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss
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28.06.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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