Walnuss: Fettreich, aber gesund

Walnüsse enthalten viel Fett, darunter aber viele ungesättigte Fettsäuren. Hierzulande werden Walnüsse im Herbst geerntet, aus Übersee sind sie ganzjährig erhältlich

aktualisiert am 12.12.2013

Das Innere der Walnuss erinnert an ein menschliches Gehirn

Fotolia/Guy Pracros

Inhaltsstoffe der Walnuss: Gutes Fett und Vitamine

Walnüsse besitzen einen sehr hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Durch den Fettanteil von über 60 Prozent sind sie aber auch recht kalorienreich. In Walnüssen ist zudem Vitamin E enthalten. Auch Vitamine der B-Gruppe kommen in Walnüssen vor. Daneben enthalten sie Kalium, das unter anderem wichtig ist für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium kommen ebenfalls in den Nüssen vor. Es gibt Hinweise, dass der moderate Genuss von Nüssen bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und die Blutfettwerte günstig beeinflussen kann.

Herkunft: Die Walnuss stammt ursprünglich aus Asien

Walnussbäume stammen ursprünglich aus Asien. Schon in der Jungsteinzeit schätzten die Menschen wohl ihre nahrhaften Nüsse. Bei den Griechen und Römern waren sie ein Symbol für Fruchtbarkeit. Heute kultivieren weltweit Länder in gemäßigten Klimazonen die Früchte. Führend in der Produktion sind die USA, China, die Türkei und der Iran. In Deutschland wächst der Baum vor allem in Weinbergregionen.


Botanik: Die Walnuss ist eine Nussfrucht

Die echte Walnuss Juglans regia aus der Pflanzenfamilie der Walnussgewächse ist ein sommergrüner Laubbaum. Er kann je nach Standort bis zu 35 Meter hoch werden. Das Höchstalter beträgt 150 Jahre. Fest verankert ist das Gehölz im Boden mit einem tief reichenden Pfahl-Herzwurzelsystem. Walnussbäume haben eine breite, abgerundete Krone. Die Blätter erscheinen sehr spät im Jahr, meistens gleichzeitig mit den Blüten. Sie sind unpaarig gefiedert und bis zu 30 Zentimeter lang. Beim Zerreiben entsteht ein aromatischer Geruch.

Im Herbst ist der Baum einer der ersten, der sein Laub abwirft. Ende April bis Juni ist Blütezeit. Sowohl männliche als auch weibliche Blüten wachsen an einem Baum. Die männlichen erscheinen in Büscheln. Sie unterscheiden sich deutlich von den unscheinbaren weiblichen Blüten, die am Ende der Neutriebe meist zu zweit wachsen. Der Wind bestäubt die Blüten. In den nächsten Monaten entwickeln sich Früchte mit einer dicken, grünen Außenhülle. Bei der Reife platzt sie auf und gibt die kugelige bis ovale Nuss in ihrem Inneren frei. Die zweiteilige Schale der Nüsse ist sehr hart, braun und gekerbt. Sie beherbergt als Samen zwei Embryonen, die von der Form her und mit ihren Furchen an Gehirnhälften erinnern. Umgeben sind sie von einer hellbraunen Samenhaut. Botanisch gehören Walnüsse zu den Nussfrüchten.

Walnuss-Saison: Genuss im Herbst

Die Früchte des Walnussbaums reifen hierzulande von September bis Oktober. Ungeschälte Nüsse aus Importen werden hauptsächlich von August bis Januar angeboten. Besonders beliebt sind sie in der Vorweihnachtszeit. Geschälte Walnusskerne sind das ganze Jahr über verfügbar.

Lagerung: Kühl und dunkel

Walnüsse in der Schale luftig und in Netzsäckchen lagern. Kühl und dunkel untergebracht, sind sie monatelang haltbar. Schimmelige oder ranzig riechende beziehungsweise schmeckende Nüsse müssen entsorgt werden.

Tipps zur Zubereitung der Walnuss

Walnüsse lassen sich mit einem kräftigen Nussknacker öffnen. Sinnvoll ist es, die helle Samenhaut von den Kernen zu entfernen. Sie schmeckt leicht bitter. Die Nüsse können als gesunde Zwischenmahlzeit verzehrt werden. Dabei Maß halten, da das Lebensmittel sehr fetthaltig ist.

Aus Walnüssen lässt sich eine schmackhafte Eiskreme herstellen. Auch zum Backen für Kuchen und Gebäck eignen sich die Kerne und werden auch gerne Salaten beigegeben. Gepresst ergeben sie ein aromatisches Öl. Aus halbreif im Juni oder Juli geernteten grünen Nüssen werden alkoholische Spezialitäten wie Nusslikör oder Nusswasser hergestellt. Walnüsse veredeln auch Konfitüren, Sirup oder Honig.

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Nährwerttabelle: Walnuss (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
662

Fett


gesamt (g)
62

Kohlenhydrate


gesamt (g)
11

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
2
Kalium (K)
545
Calcium (Ca)
85
Magnesium (Mg)
130
Phosphat (P)
410
Eisen (Fe)
2,5
Zink (Zn)
2,7

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
50
Vitamin E (mg)
6,0
Vitamin B1 (mg)
0,34
Vitamin B2 (mg)
0,12
Vitamin B6 (mg)
0,87
Folsäure (µg)
75
Vitamin C (mg)
3

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Shotshop/lic_fhc, PhotoDisc/RYF, Fotolia/Guy Pracros, Shotshop/Danstar

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