Verhütungsmittel:
Die Spirale (Intrauterinpessar, IUP)

Hierbei kommen Kupfer- oder Hormonspiralen infrage

Die Hormonspirale gibt Gestagen in die Gebärmutter ab

Der Arzt platziert eine meist T-förmige Plastikspirale (etwa vier Zentimeter lang) in der Gebärmutter. Bei der Kupferspirale ist das Gehäuse mit Kupferdraht umwickelt. Er soll in der Gebärmutter einen ständigen Reiz auslösen, der den Aufbau der Schleimhaut stört. Eine Eizelle kann sich deshalb schlechter einnisten. Die Kupferionen sollen außerdem die Spermien in ihrer Funktion beeinträchtigen. Die Hormonspirale (Intrauterinsystem, IUS) gibt regelmäßig Hormone – Gestagene – in die Gebärmutter ab. Sie bewirken, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verdichtet, so dass Spermien kaum noch durchdringen können.

 

Vorteile: Eine zuverlässige Methode (Pearl-Index von 0,4 bis 2,6; Hormonspirale: 0,1 bis 0,2). Sie kann auch in der Stillzeit angewendet werden. Die Hormonspirale minimiert oft Menstruationsdauer und -schmerzen.

Nachteile: Mit der Spirale können sich die Regelblutungen verändern (zum Beispiel verstärken oder abschwächen), Unterleibsentzündungen sind häufiger. Sie müssen frühzeitig behandelt werden, da es sonst zur Unfruchtbarkeit kommen kann. Verletzungen der Gebärmutter können vorkommen. Die Spirale kann auch aus der Gebärmutter ausgestoßen werden. Es gibt Hinweise, dass die Hormonspirale ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko mit sich bringt. Sie kann seelische Nebenwirkungen verursachen wie depressive Verstimmungen, Nervosität oder Stimmungsschwankungen.

 

Im Gespräch mit dem Arzt sollte geklärt werden, ob die Spirale das individuell geeignete Verhütungsmittel ist, welche Nebenwirkungen auftreten können und ob womöglich bestimmte Krankheiten oder Risiken gegen die Anwendung sprechen. Regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt sind wichtig.

 

Und nicht vergessen: Die Spirale kann zwar vor ungewollten Schwangerschaften schützen, nicht aber vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids!


Kosten: Die Spirale wird am Ende der Regelblutung eingesetzt und bleibt je nach Modell zwei bis fünf Jahre im Körper. Die Kupferspirale kostet zwischen 140 und 200 Euro, die Hormonspirale etwa 400 Euro. Beide Varianten eignen sich vor allem für Frauen, die bereits Kinder haben. Die Spirale wird frühestens sechs Wochen nach einer Geburt eingesetzt.


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