Die Drei-Monats-Spritze muss, wie der Name schon sagt, alle zwölf Wochen verabreicht werden. Sie enthält das Hormon Gestagen und wirkt daher ähnlich wie die Minipille.
Gestagen hemmt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich eine Eizelle nicht so gut einnisten kann. Außerdem macht es den Schleim im Gebärmutterhals dickflüssiger. Dadurch können Spermien schlechter eindringen. Die Spritze hemmt zudem den Eisprung.
Vorteile: Die Drei-Monats-Spritze gilt als relativ sicheres Verhütungsmittel. Frauen müssen nur alle drei Monate eine Spritze bekommen. Sie eignet sich für Frauen, die längerfristig verhüten möchten oder deren Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Einnahmefehler wie bei der Pille kommen hier nicht vor.
Nachteile: Die Spritze greift in den weiblichen Zyklus ein und kann daher Nebenwirkungen verursachen. Besonders anfangs treten im Körper hohe Dosen an Gestagen auf. Oft wird die Periode in Folge unregelmäßig. Es kann zu Schmierblutungen kommen, die Regel kann auch ganz ausbleiben. Zudem können auch Depressionen entstehen. Wird die Depot-Spritze abgesetzt, kann es lange dauern, bis sich der normale Zyklus wieder einstellt.
Die Drei-Monats-Spritze kommt zum Beispiel für Frauen infrage, die die Pille nicht vertragen. In jedem Fall sollten sich Frauen im Vorfeld ausführlich bei ihrem Frauenarzt / ihrer Frauenärztin zu möglichen Nebenwirkungen und Risiken beraten lassen.
Wichtig: Die Drei-Monats-Spritze kann zwar vor ungewollten Schwangerschaften schützen, aber nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids!
Kosten: Die Depot-Spritze kostet etwa 30 Euro.
GesundheitPro;
25.06.2009, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: Panthermedia/Miroslav Beneda
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