Verhütungsmittel:
Das Diaphragma

Vor dem Geschlechtsverkehr wird hierbei ein Pessar in die Scheide eingeführt

Ein Diaphragma

Ein Diaphragma, auch Scheidenpessar genannt, besteht zum Beispiel aus Latex und sieht aus wie eine kleine Gummikappe. Frauen führen das Diaphragma vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide ein. Es wird über den Muttermund gestülpt und verhindert bei korrekter Anwendung, dass Spermien eindringen.

Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten Frauen das Pessar immer mit einem Spermizid, also mit einer Spermien-abtötenden Substanz, bestreichen.

 

Vor dem ersten Anwenden muss ein Frauenarzt das Diaphragma anpassen. Mit dieser Methode können Frauen nur zuverlässig verhüten, wenn das Pessar genau passt. Die Größe des Pessars muss in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Vorteile: Der weibliche Körper bleibt unbeeinflusst von Hormonen. Das Diaphragma eignet sich für Frauen, die nicht regelmäßig verhüten möchten. Die Methode kommt nur bei Bedarf zum Einsatz.

Nachteile: Die Zuverlässigkeit hängt von der Größe und dem exakten Sitz ab. Der Pearl-Index schwankt daher zwischen 1 und 6. Frauen müssen zudem erst lernen, das Pessar richtig einzusetzen. Es können vermehrt Infektionen, zum Beispiel eine Blasenentzündung, auftreten. Das Diaphragma muss etwa eine halbe Stunde vor dem Sex eingesetzt werden und auch mindestens acht Stunden danach noch in der Scheide verleiben.

Wichtig: Das Diaphragma kann zwar vor ungewollten Schwangerschaften schützen, nicht aber vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids!

Kosten: Ein Diaphragma kostet etwa 30 Euro. Dazu kommt der Preis für das Spermizid.