Bei folgenden Medikamenten kommt es zu Wechselwirkungen mit der Pille: Antibiotika, Anti-HIV-Medikamente, Barbiturate, Carbamazepin und andere Antiepileptika, Cholestyramin, Griseofulvin, Johanniskrautpräparate, Phenytoin, Rifampicin. Dabei kann entweder die Verhütung oder die Wirkung des Medikaments beeinträchtigt sein. Weil noch bei vielen anderen Präparaten Wechselwirkungen auftreten können, besprechen Sie am besten mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin, welche Präparate Sie verwenden und wie sich Wechselwirkungen äußern können. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosis Ihres Medikamentes verändern oder Ihnen zu einer anderen Form der Verhütung raten.
Wechselwirkungen können auch bei Hormonimplantaten, der Minipille und dem Vaginalring auftreten, da die Hormone aller drei Verhütungsformen auch im gesamten Körper wirken. Die Hormone der Hormonspirale wirken vorwiegend örtlich in der Gebärmutter und verteilen sich kaum im Körper, weshalb bei Gebrauch der Hormonspirale kaum Wechselwirkungen mit den zuvor genannten Präparaten zu erwarten sind.
Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
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