Kleine oberflächliche Venenentzündungen können - nach einer gründlichen ärztlichen Abklärung - äußerlich mit Salben behandelt werden, die Heparin enthalten.
Zusammenfassung:
Entzündliche Erkrankungen der Venen - man spricht dann von Thrombophlebitis und Phlebothrombose - treten zu über 90 Prozent im Bereich von Becken und Beinen auf. Durch die entzündlichen Veränderungen an der Gefäßwand kommt es neben den typischen Entzündungszeichen zu Gerinnselbildung (Thrombosen) in den Venen, die den Blutfluss teilweise oder ganz aufhalten. Greifen die entzündlich-thrombotischen Veränderungen auf die tiefen Bein- oder Beckenvenen über, können große, lange Blutgerinnsel (Thromben) sich bilden. Diese können sich lösen und zum Herzen und weiter in die Lungenarterien fortgeschwemmt werden. Man spricht dann von Lungenembolie. Die Lungenembolie ist eine gefürchtete, nicht selten tödliche Komplikation der tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose.
Venenentzündungen und Thrombosen sind eine häufige Komplikation bei orthopädischen Operationen am Bein, nach Unfällen und Eingriffen am Gefäßsystem. Auch längeres Sitzen im Bus oder Flugzeug kann bei gefährdeten Personen das Entstehen einer Venenthrombose begünstigen. Vorbeugung durch Stützstrümpfe, Bewegung, reichlich Flüssigkeitszufuhr und eventuell gerinnungshemmende Medikamente sind in ist in diesen Situationen angebracht. Frauen ab 40 Jahren sind eher betroffen, wobei Zigarettenrauchen, Übergewicht, die Pille sowie erbliche Veranlagung das Risiko erhöhen. Die tiefen Venenentzündungen (Phlebothrombosen) werden mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt, bei den oberflächlichen Venenentzündungen (Thrombophlebitis) genügen meist lokale Maßnahmen.
| Letzte Aktualisierung: 04.09.2007 (Patricia Herzberger) |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 16.06.2008
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