Heimat – was für jeden Sechsten nichts als ein „sentimentales Klischee“ ist, „mit dem Volksmusikanten und Heimatfilmer ihr Geld verdienen“, bedeutet für die große Mehrheit der Deutschen hingegen ein tiefes Gefühl der Verbundenheit. Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der Apotheken Umschau fand heraus, dass das Heimatgefühl im Leben der Bundesbürger eine große Rolle spielt.
Für die allermeisten ist dabei der Begriff Heimat gleichbedeutend mit dem Ort, an dem sie sich geborgen fühlen oder fühlten (93,9 Prozent), wo sie gefühlsmäßig verwurzelt (92,8 Prozent) und wo sie mit der Mentalität und den Lebensgewohnheiten der Menschen vertraut sind (86,1 Prozent).
Das Wichtigste am (gefühlten) Heimatort ist dabei die Nähe zu Verwandten und Freunden (95,3 Prozent) und das Dazugehörigkeitsgefühl (93,1 Prozent). Auch die vertraute Landschaft weckt heimatliche Gefühle (88,1 Prozent).
Viele antworten bei der Frage nach ihrer Heimat auch ganz einfach mit „Deutschland“ (85,5 Prozent) oder nennen den Ort ihrer Kindheit (79 Prozent), ihren Geburtsort (72,4 Prozent) oder die Region, in der sie ihre eigene Familie gegründet haben und die eigenen Kinder aufgewachsen sind (73 Prozent). Vier von fünf sind dabei „stolz“ auf ihre Herkunftsregion.
Nur jeder 15. kann mit dem Begriff absolut nichts anfangen, jeder Neunte hält Heimat für einen „imaginären Ort“, eine Art „Wunschtraum“.
Apotheken Umschau;
28.06.2011, aktualisiert am 28.06.2011
Bildnachweis: ItStockFree/RYF
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