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Gesundheitsschäden durch Gewichtsabnahme korrigierbar?

Können Gesundheitsschäden infolge von Fettleibigkeit, zum Beispiel Bluthochdruck oder Herzveränderungen, sich durch nachhaltige Gewichtsabnahme wieder “einrenken”? Aus der Experten-Sprechstunde "Übergewicht und Fettleibigkeit“


Abnehmen macht gesünder

Folgen der Fettleibigkeit können erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, das Auftreten von Diabetes Typ 2 (siehe dazu die Antwort auf die Frage: „Bleiben dicke Kinder auch als Erwachsene dick?“ aus dieser Sprechstunde), das vermehrte Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen sowie psychosoziale Probleme, zum Beispiel soziale Isolation oder Depressionen, sein. Ferner bestehen klare Zusammenhänge zwischen Adipositas und Insulinresistenz, was bedeutet, dass der Körper mehr Insulin benötigt, um die Glukose (den Zucker) im Körper zu verstoffwechseln. Das wiederum hat zur Folge, dass rascher Gewicht zugenommen wird, da Insulin auch die Eigenschaft hat, Fettspeicher aufzubauen.


Erfreulich ist, dass viele dieser Veränderungen bei Gewichtsabnahme und weiteren Lebensstilveränderungen, beispielsweise im Zuge einer Ernährungsumstellung, regelmäßiger Bewegung, Nikotinverzicht, deutlich günstig beeinflusst und teilweise auch rückgängig gemacht werden können. Diese sogenannten Lifestyle-Maßnahmen waren in einer Anzahl von Studien auch verschiedenen medikamentösen Therapien überlegen, etwa bei Behandlung von übergewichtigen Menschen mit Diabetes (Typ 2). Allerdings sollte man vom Arzt verordnete Medikamente keinesfalls in Eigenregie absetzen, sondern das Vorgehen unbedingt mit dem behandelnden Arzt abstimmen.


Leider lassen sich aber nicht alle Beschwerden durch eine Gewichtsabnahme rückgängig machen: Bereits eingetretene strukturelle Schäden zum Beispiel an den Gefäßen (Arteriosklerose) oder den Gelenken (Arthrose) durch Überbelastung bleiben bestehen. Daher ist die Vorbeugung der Adipositas die beste Therapie.

 

 

Dr. Martin O. Weickert

 

Unser Experte aus der Sprechstunde "Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)" beantwortet interessante Fragen rund um dieses Thema.



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




surfmed/www.apotheken-umschau.de; 04.09.2007, aktualisiert am 15.12.2011
Bildnachweis: iStock/Photoevent Formula

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