Die Tuberkulose ist eine weltweit vorkommende Erkrankung, die in Westeuropa mit durchschnittlich 17 Krankheitsfällen pro 100.000 Einwohner relativ selten vorkommt. Weltweit erkranken jedoch jedes Jahr mehr als neun Millionen Personen an einer Tuberkulose und es kommt zu über 1,7 Millionen Todesfällen, wobei die Gründe hierfür meist in einer unzureichenden Behandlung liegen.
Für die verhältnismäßig gute Bilanz in den meisten westeuropäischen Ländern ist neben den guten hygienischen Bedingungen die systematische Vorgehensweise gegen die Krankheit verantwortlich. In Deutschland unterliegen Ärzte einer Meldepflicht, die sie zur Meldung von Tuberkulosefällen verpflichtet. Ist diese Meldung erfolgt, schaltet sich das zuständige Gesundheitsamt ein und untersucht vorbeugend gefährdete Personen aus dem Umfeld des Betroffenen.
Falls Sie an lang andauerndem Husten oder einer erhöhten Körpertemperatur mit Nachtschweiß mit unklarer Ursache leiden, sollten Sie vorsichtshalber bei Ihrem Arzt vorstellig werden, damit er die Gründe Ihrer Beschwerden klären kann. Meist wird es sich um Infekte handeln, denen harmlose Erreger zugrunde liegen. Insbesondere, wenn Sie sich in Risikogebieten für Tuberkulose aufgehalten haben, kann es aber hilfreich sein, zumindest an die Möglichkeit des Kontakts mit diesem Erreger zu denken.
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13.09.2005, aktualisiert am 10.10.2011
Bildnachweis: W&B/Prof.Dr.med.T.O.F.Wagner, Uni Frankfurt
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