Die Tuberkulose wird durch Erreger des Stamms Mycobacterium tuberculosis verursacht, zu dem mehrere Bakterien zählen. Der häufigste Tuberkulose-Erreger ist M. tuberculosis. Er wird üblicherweise per Tröpfcheninfektion übertragen.
Eine Infektion mit dem TBC-Erreger bedeutet jedoch nicht, dass die Krankheit auch zwangsläufig ausbricht. Meistens tritt eine Tuberkulose bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf. Zu dieser Gruppe zählen vor allem Personen mit schwerwiegenden und chronischen Erkrankungen sowie ältere Menschen. Bei ihnen besteht im Falle eines Kontaktes mit dem Tuberkulose-Erreger ein Risiko von 20 bis 40 Prozent, die Krankheit zu bekommen. Unter anderem erhöhen folgende Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Tuberkulose-Erkrankung:
In Deutschland kommt praktisch ausschließlich der Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis vor, der üblicherweise über die Luft per Tröpfcheninfektion (also durch Inhalation von in der Luft schwebenden abgehusteten Tröpchen) von erkrankten Personen an gesunde weitergegeben wird. Beim im Ausland vorkommenden Mycobacterium bovis kommt es hingegen auch zum Befall anderer Organe, insbesondere des Magen-Darm-Traktes, so dass eine Infektion über Ausscheidungssekrete (wie Urin, Stuhl) möglich ist.
Die konkrete Ansteckungsgefahr eines Betroffenen hängt von vielen Faktoren ab und schwankt von Person zu Person. Wer sich mit einem der TBC-Erreger infiziert hat, erkrankt nicht zwangsläufig an einer Tuberkulose. Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Drittel der Weltbevölkerung zumindest vorübergehend einmal eine Infektion mit einem Tuberkulose-Erreger hatte. Die Zahl der Erkrankungen mit Symptomen ist jedoch weitaus geringer. Bei infizierten Personen mit durchschnittlicher gesundheitlicher Konstitution tritt die Krankheit lediglich in fünf bis zehn Prozent der Fälle auf.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 10.10.2011
Bildnachweis: Mauritius/Phototake
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
BABY und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung