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Tuberkulose (TBC): Symptome

Die Tuberkulose kann zu Symptomen wie anhaltendem Husten, Nachtschweiß und erhöhter Temperatur führen. Sie kann aber auch lange Zeit ohne Krankheitszeichen bleiben


Immer noch nicht gesund? Langanhaltenden Husten sollte man beim Arzt abklären lassen

Eine Tuberkulose ist eine chronische Infektionskrankheit. In über 80 Prozent der Fälle weltweit manifestiert sie sich als Lungentuberkulose. In Deutschland ist dies fast ausschließlich der Fall. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum, bis nach einer Ansteckung Anzeichen einer Tuberkulose  auftreten, beträgt etwa sechs bis acht Wochen. Zu Beginn einer Lungentuberkulose zeigen sich unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem verstärkt sich der Husten, der meist mit grünlichem oder blutigem Auswurf einhergeht. In einigen Fällen bleibt eine Tuberkulose jedoch lange Zeit ohne Symptome.

Wird der Erreger vom Immunsystem erfolgreich bekämpft und beseitigt, ohne dass Symptome auftreten, spricht man von einer latenten tuberkulösen Infektion. Ist hingegen weiterhin ein isolierter, knötchenförmiger Entzündungsherd nachweisbar (der meist in der Lunge liegt), der sich in der Folge abkapselt, liegt eine Primärtuberkulose vor (Primärstadium der Tuberkulose).


Was ist eine "offene" Tuberkulose?

Ist der Tuberkulose-Herd (Primär-Affekt) in der Lunge komplett abkapselt, bezeichnet man dies als "geschlossene" Tuberkulose; eine Ansteckungsgefahr für andere besteht nicht. Bei der "offenen" Tuberkulose hingegen können die Tuberkelbakterien über die Atemwege durch Husten freigesetzt werden. Besonders viele Erreger entstehen bei einer Einschmelzung des Tuberkulose-Herds (Kaverne), wenn dieser Anschluss an die Luftwege bekommt.

Welche Komplikationen kommen vor?

Als Komplikation, vor allem bei abwehrgeschwächten Personen, können sich die tuberkulösen Krankheitsherde über die Lymph- oder Blutbahnen weiter auf andere Organe ausbreiten, zum Beispiel auf die Nieren und Nebennieren, das Gehirn und Rückenmark, den Kehlkopf, die Geschlechtsorgane, den Darm, die Lymphknoten, die Knochen und die Gelenke. Bei der sogenannte Miliar-Tuberkulose liegt nicht nur ein schwerer Lungenbefall, sondern auch eine Ausbreitung der Krankheit über das Blut in im Prinzip alle Organe vor. Eine weitere schwerwiegende Komplikation ist die tuberkulöse Meningitis (Hirnhautentzündung).

Kann man noch Jahre nach der Infektion erkranken?

Durch Reaktivierung einer bisher vom Immunsystem in Schach gehaltenen Tuberkulose kann auch Jahre bis Jahrzehnte nach einer Infektion noch die sogenannte Postprimär-Tuberkulose entstehen. Dies kommt jedoch vor allem bei einer geschwächten körpereigenen Abwehr vor. Auch dann ist meist die Lunge betroffen (in 80 Prozent der Fälle). Aber andere Organe können ebenfalls von der Tuberkulose befallen sein (zum Beispiel als Knochen-, Gelenk- oder Urogenitaltuberkulosen).

Unbehandelt und bei schlechter Abwehrlage, kann eine Tuberkulose zu dauerhaften Organschäden führen. Selten – und oft begünstigt durch eine unzureichende Behandlung oder eine begleitende Immunschwäche, zum Beispiel durch eine HIV-Infektion – endet die Tuberkulose tödlich.




Bildnachweis: Photo Alto/RYF
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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 24.07.2013, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: Photo Alto/RYF

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