Tomate: Kalorienarme rote Frucht

Tomaten werden zwar wie ein Gemüse zubereitet, gehören aber botanisch zu den Beeren. Im Kühlschrank gelagert können Geschmack und Qualität leiden
aktualisiert am 12.06.2014

Die Früchte der Tomate zählen botanisch zu den Beeren

Shotshop/Andreas Berheide

Inhaltsstoffe: Lykopin sorgt für die rote Farbe

Die Tomate ist kalorienarm und besteht zu 94 Prozent aus Wasser. Relevante Mengen enthält sie unter anderem an Vitamin C und Provitamin A, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Zudem kommen Vitamine aus dem B-Komplex und Vitamin E in dem Gemüse vor. Von den Mineralstoffen ist der große Anteil an Kalium hervorzuheben. Der Pflanzenfarbstoff Lykopin ist für die rote Farbe verantwortlich. Hinweis: Wer an einer Histaminunverträglichkeit leidet, sollte mit Tomaten vorsichtig sein beziehungsweise auf sie verzichten.

Herkunft: Kolumbus’ Entdeckung aus Amerika

Die ursprüngliche Heimat der Tomate ist Süd- und Mittelamerika. Die Azteken gaben ihr den Namen "tomatl", wovon sich die heutige Bezeichnung ableitet. Um 1500 brachte Christoph Kolumbus die ersten Pflanzen mit nach Europa. Hier hielten zunächst viele die als goldener Apfel, peruanischer Apfel oder Liebesapfel bezeichneten Früchte für giftig. Die Tomate blieb vorerst hauptsächlich eine Zierpflanze. Während die Südeuropäer schon Ende des 16. Jahrhunderts begannen, die Früchte zu essen, überzeugte die Tomate die Deutschen erst nach dem Ersten Weltkrieg. Heute ist sie das liebste Gemüse der Deutschen.

Botanik: Tomatenfrüchte gehören zu den Beeren

Die krautigen, einjährigen Pflanzen stammen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Ihre Stängel und gefiederten Blätter sind fein behaart. Den Drüsenhaaren entströmt der typische Geruch. Lycopersicon esculentum bildet kleine, leuchtend gelbe Blüten aus, die von Insekten, vom Wind oder per Hand bestäubt werden. Nach etwa zwei Monaten entwickeln sich Früchte, die in ihrem Inneren umgekehrt eiförmige, beigefarbene Samen beherbergen. Sie gehören botanisch zu den Beeren. Reife Früchte färben sich in Rottönen, bei manchen Züchtungen auch in Gelb, Orange, Grün oder Violett. Neben runden gibt es auch pflaumen-, dattel- oder birnenförmige sowie gefurchte Exemplare. Beliebt sind Rispen- und Kirschtomaten, Eiertomaten, gerippte Tomaten oder Fleischtomaten, wobei immer neue Züchtungen hinzukommen und alte Sorten wiederentdeckt werden.

Tomaten-Saison: Immer erhältlich

Tomaten sind das ganze Jahr über erhältlich. In den Wintermonaten stammen sie hauptsächlich aus Spanien, Italien, Marokko und Israel. Deutsche Freilandware gibt es vor allem von Juni bis August.

Lagerung: Am besten nicht im Kühlschrank

Tomaten werden am besten bei Zimmertemperatur gelagert. Ideal sind 12 bis 16 Grad, bei Rispentomaten 15 bis 18 Grad. Rispen und Stängel sollten an den Früchten verbleiben. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank leiden Qualität und Geschmack. Da Tomaten das die Reife beschleunigende Gas Ethylen absondern, welkt und verdirbt anderes, ethylenempfindliches Obst und Gemüse bei gemeinsamer Lagerung schneller.

Tipps zur Zubereitung: Als Salat, Sauce, Saft oder getrocknet

Der grüne Stielansatz von Tomaten enthält ebenso wie Blätter und grüne, unreife Früchte das giftige Solanin und sollte vor dem Essen entfernt werden. Unreife Tomaten sollte man wegen des Solaningehaltes nicht essen oder verarbeiten. Reif eignet sich das Gemüse frisch als Zutat für Salate. Zubereiten lässt es sich auch als Sauce für Nudeln und Pizza oder als Suppe. Industrielle Erzeugnisse sind Saft, Mark, Pulver, Konserven, Püree oder Ketchup. Getrocknete Tomaten schmecken besonders aromatisch.

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Nährwerttabelle: Tomate (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
17

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
3

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
3
Kalium (K)
235
Calcium (Ca)
10
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
20
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
590
Vitamin E (mg)
0,8
Vitamin B1 (mg)
0,06
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
20
Vitamin C (mg)
20

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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