Hyperbare Sauerstofftherapie: Wenn die Ohrgeräusche durch einen Hörsturz oder durch eine Lärm- oder Knallschädigung des Innenohrs entstanden sind und nach zwei bis drei Wochen weder spontan noch durch die Medikamenteneinnahme verschwinden, bietet sich eine Sauerstoffüberdruck-Therapie an. Mediziner sprechen dann von einer hyperbaren Oxygenation (HBO), die aber nur in der akuten Phase sinnvoll ist. Das Verfahren ahmt eine Art Tauchgang nach: Die Betroffenen setzen sich an zehn bis 15 aufeinander folgenden Tagen in eine Druckkammer, in der beim „Abtauchen“ ein Überdruck von 1,4 bis 1,8 bar erzeugt wird, wie er in 14 bis 18 Metern Wassertiefe herrschen würde. Die Patienten setzen schließlich Masken auf und atmen reinen Sauerstoff ein. So sollen sich die geschädigten Zellen des Innenohrs wieder erholen. Die Kosten für die HBO übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur noch in Einzelfällen, die ärztlich begründet werden müssen.
Entspannungsmethoden: Viele Menschen mit Ohrgeräuschen berichten, dass der Tinnitus bei Stress lauter und störender wird. Um etwas gelassener mit den Dingen umgehen zu können, hilft es, Entspannungsmethoden wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga, Qigong oder Tai Chi zu lernen.