Mit speziellen und sehr komplizierten Messverfahren lässt sich die Hörschwelle objektiv – also auch ohne Mitarbeit des Patienten – messen. Um dann noch die Frequenz und die Lautstärke des Tinnitus zu bestimmen, vergleicht der Betroffene verschiedene eingespielte Töne mit seinem eigenen Ohrgeräusch (Tinnitusanalyse). Auch die Hörnerven-Leitgeschwindigkeit sollte der HNO-Arzt messen, um einen Tumor am Gehörnerv oder Entzündungen ausschließen zu können.
Psychische Belastungen: Betroffene mit einem chronischen Tinnitus sollten nach einer HNO-Untersuchung mit einem Psychotherapeuten oder einem Facharzt für Psychosomatische Medizin sprechen – vor allem, wenn sie die Ohrgeräusche als besonders störend oder gar quälend empfinden. Das Gespräch dreht sich dann darum, wie belastend die anhaltenden Töne sind, ob Konzentrationsstörungen oder Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen vorliegen, inwieweit Sie sich entspannen können, ob sie sich wegen der Ohrgeräusche um Ihre Gesundheit sorgen oder oftmals niedergeschlagen sind. Hilfreich dafür ist der standardisierte Tinnitus-Fragebogen von Professor Dr. Gerhard Goebel und Professor Dr. Wolfgang Hiller, der in einer Kurzform als „Tinnitus-Test“ auf der Homepage der Deutschen Tinnitus-Liga Auskunft über Ihren Leidensdruck gibt. (www.tinnitus-liga.de/testbg.htm, GesundheitPro übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten).