Der optimale Kleintierhalter
Kleine Säuger, wie Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse schaffen Eltern gerne für ihre Kinder an. Das ist auch gut so, die Tiere können relativ leicht artgerecht gepflegt werden. Außerdem werden sie meistens nicht so alt. Wer seinem Kind einen Hund schenkt, der muss sich sicher sein, dass dieser auch in 15 Jahren noch interessant und willkommen ist.
Viele Kleintiere zeigen eine ausgeprägte Körpersprache und werden mitunter sogar zahm. Manche Meerschweinchen quieken, wenn ihr Herrchen das Zimmer betritt. Mäuse tun das leider nicht. Kaninchen wiederum sind lernfähig. Man kann ihnen zum Beispiel beibringen, ausschließlich ihr Kaninchen-Klo zu benutzen.
Wer seinem Kind Meerschweinchen oder Kaninchen schenkt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er die Hauptverantwortung für die Pflege der Tiere trägt. Dennoch ist die neue Aufgabe inklusive der Käfigsäuberung eine gute Gelegenheit, Kindern Verantwortungsbewusstsein beizubringen. Im Umgang mit Kleinsäugern lernen Kinder Geduld. Denn bevor sie mit den Tieren schmusen können, müssen sie warten, bis sich die Tiere an ihr Heim gewöhnt haben und den ersten Schritt der Annäherung tun.
Für Eltern gilt: Beaufsichtigen Sie Ihr Kind beim Spiel mit den Tieren. Auch ein Meerschweinchen ist ein kleines Lebewesen, und manchmal ist beim Nachwuchs die Feinmotorik einfach noch nicht so weit ausgeprägt, dass er die Tiere artgemäß und vorsichtig behandeln könnte.
Zu wem passen Fische und Reptilien?
Diese Tiere sind interessant für Menschen, die sich gerne mit der Natur beschäftigen. Für Beobachter. Die Herausforderung besteht darin, den Tieren ein kleines Biotop zu schaffen und ihr Verhalten zu studieren. Eine persönliche Bindung ist so gut wie unmöglich. Ausnahmen können Schildkröten darstellen, die ihre Halter manchmal wiedererkennen. Es gibt zwar immer wieder Menschen, die behaupten eine intensive Beziehung zu Ihrer Schlange zu pflegen, aber das ist meist eine einseitige Angelegenheit.
Natürlich passiert immer etwas zwischen zwei Lebewesen, wer aber auf diesen Aspekt den Schwerpunkt setzt, der ist mit einem Aquarium nicht gut beraten. Dafür passieren andere spannende Dinge, zum Beispiel kann man bei Guppies eine Fortpflanzung und das Aufwachsen des Nachwuchses bewundern.
Für wen ist ein Pferd das geeignete Tier?
Hier befinden wir uns vor allem in der Domäne der jungen Mädchen. Ein Pferd verfügt über eine hochkomplexe Ausdrucksweise, die Pflege erfordert sehr viel Zeit und Liebe. Bei keinem anderen Tier ist die Beziehung zu dem Menschen derart eng. Das kommt allein schon durch den direkten körperlichen Kontakt beim Reiten.
Aber ein Pferd ist gehört zu einer völlig anderen Kategorie als Hund, Katze und Maus. Es lebt nicht mit uns in einem Haus. Außerdem spielt hier auch der Kostenfaktor eine Rolle.
Unsere Expertin:
Antje Schreiber ist Pressesprecherin beim Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. in Wiesbaden.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
15.04.2010, aktualisiert am 18.08.2010
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