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Nahrung, die für Hund und Katze giftig ist

Sicher freut sich Ihr haariger Liebling auch über eine Leckerei. Doch manche Lebensmittel sind für Haustiere gefährlich


Wer kann bei diesem Anblick schon "Nein" sagen? Mit kleinen Tricks ergattern Hund und Katze so macnches Leckerli

Dieser bettelnde Blick. Seelenruhig liegt er auf dem Boden, schleckt sich verlegen das Maul und wartet. Kein Wunder, dass wir da öfter schwach werden und unserem Dackel oder Retriever ein Stück Braten übrig lassen. Doch so manches Lebensmittel schadet den geliebten Vierbeinern, ist sogar Gift für sie.

Dazu gehört unter anderem die Küchenzwiebel. Sie enthält eine Substanz, die bei Hund und Katze zu einer Hämolyse führen kann. Das heißt, der Zwiebel-Inhaltsstoff zerstört die roten Blutkörperchen, eine lebensbedrohliche Blutarmut entsteht. Bereits eine Zwiebel kann dafür ausreichen – ob roh, gedünstet oder gebraten. Knoblauch birgt dieselbe Gefahr.


Die Reste von Gyros oder Zwiebelrostbraten sind für Bello und Mieze also tabu. Doch auch rohes Fleisch, insbesondere Schweinefleisch, sollte nicht im Futternapf landen. Denn darin können bestimmte Viren stecken, die zwar nicht dem Menschen schaden, dafür aber dem Tier. „Es handelt sich um ein Herpesvirus, das die Aujeszkysche Krankheit auslöst“, sagt Petra Keil, Tierärztin aus Lautertal (Odenwald). Die Infektion äußert sich in tollwutähnlichen Symptomen und ist nicht heilbar.

Macht sich unser haariger Geselle über eine Tafel Schokolade her, wird es ebenfalls gefährlich. Denn im Kakao befindet sich eine Substanz, genannt Theobromin, die den Vierbeinern aufs Herz schlagen kann. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Kakaogehalt und desto risikoreicher der süße Snack. „200 Gramm Bitterschokolade sind für einen 10 Kilogramm schweren Hund hochgiftig“, warnt Keil.

Auch Weintrauben und Rosinen haben schon so manchem Pudel oder Labrador das Leben gekostet. Warum das Obst anscheinend gerade Hunden schadet, wissen Tierärzte noch nicht. Auch ab welcher Menge es bedrohlich wird, können sie nicht sicher sagen. Bewahren Sie die Rosinen deshalb sicherheitshalber so auf, dass Ihr treuer Freund nicht drankommt. Gleiches gilt für Steinobst: Kirschen, Aprikosen und Pflaumen gehören außer Reichweite. Schmecken die Früchte dem Haustier, frisst es womöglich den ganzen Vorrat auf – inklusive der Steine. Und darin sind Stoffe enthalten, aus denen im tierischen Organismus giftige Blausäure freigesetzt wird.


Was bekommen Ihre Vierbeiner zuhause in den Futternapf?

Wie äußert sich eine Vergiftung? Typischerweise muss sich das Tier erbrechen und bekommt Durchfall. „Auch verändert aussehende Pupillen, Zittern, Krämpfe, blasse Schleimhäute und ein Speicheln gehören zu den Alarmsignalen“, erklärt Expertin Keil. In diesem Fall sollten Sie Ihren kleinen Liebling schleunigst zu einem Tierarzt bringen.

Nicht giftig, aber schlecht bekömmlich ist Milch. Und zwar vor allem für erwachsene Stubentiger. Der Grund: Miezen und Kater können den Milchzucker aus der Kuhmilch nicht verstoffwechseln. Schlecken sie ein Schälchen davon, reagieren sie daher oft mit Blähungen oder Durchfall. Bei uns Menschen gibt es dieses Problem auch, es nennt sich Laktoseunverträglichkeit. Und: Milch gehört für Katzen zu den echten Kalorienbomben. „Ein Glas Milch stellt für eine fünf Kilogramm schwere Katze etwa die Kalorienmenge dar, die ein erwachsener Mensch durch fünf Hamburger zu sich nehmen würde“, weiß die Tierärztin.

Möchten Sie Ihren Vierbeiner nun nicht ganz auf Trockenkost setzen, dürfen Sie ihm zum Beispiel überreife Bananen oder Äpfel als Leckerei anbieten. Auch Rinder- oder Kalbsbrustknochen sind erlaubt. „Die pflegen zudem die Zähne“, sagt Keil.



Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de; 17.11.2010
Bildnachweis: Fotolia/ulf/2010

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