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Welches Haustier passt zu mir?

Hund, Fisch oder Wellensittich? Lesen Sie hier, welche Eigenschaften die verschiedenen felligen, gefederten oder schuppigen Gefährten auszeichnen


Können Welpenaugen trügen? "Hab mich lieb – ich werde auch niiie Quatsch machen!"

Sie zernagen die nagelneuen Pumps, sie wälzen sich in der toten Taube im Park, sie knabbern das Telefonkabel durch. Und als Belohnung für die immense Arbeit, die sie verursachen, dürfen sie sich der uneingeschränkten Liebe von Herrchen und Frauchen sicher sein. So sind sie eben, unsere Haustiere, unsere knuddeligen Mitbewohner, unsere treuen Weggefährten auf vier – meist schmutzigen – Pfoten.

Seit etwa 700.000 Jahren lebt der Menschen mit Tieren zusammen. Den Grund darf man wahrscheinlich in der "Biophilie-Hypothese" suchen, unser angeborenen "Liebe zum Lebendigen". Ein Haustier wirkt sich fast immer positiv auf den Gesundheitszustand und die Psyche seines Halters aus, das haben Mediziner in vielen Studien bewiesen. Allerdings funktioniert das nur, wenn Mensch und Tier wirklich zueinander passen.


Bevor man sich also für einen bellen, mauzenden oder jubilierenden Mitbewohner entscheidet, sollte man sicher sein, welche Gattung sich am besten eignet. Wir haben mit Antje Schreiber gesprochen. Sie ist Pressesprecherin des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands und kennt sich mit den verschiedenen Eigenschaften von Heimtieren bestens aus.



Der Hund – des Menschen bester Freund

Welche Eigenschaften sollte ein Hundehalter mitbringen?

 

Hunde zeigen eine sehr ausgeprägte Körpersprache. Sie wedeln, sie bellen, sie stupsen ihr Herrchen an. Diese intensive Interaktion muss der Besitzer natürlich mögen. Er muss sich darauf einlassen und Spaß daran haben, sich mit seinem Tier zu bewegen. Ein Hund braucht viel Auslauf, zwei bis dreimal will er Gassi gehen – jeden Tag und bei jedem Wetter.

Ein älterer Mensch, der vielleicht körperlich etwas gehandicapt ist, sollte sich daher auch mit verschiedenen Rassen beschäftigen. Vielleicht eignet sich ein Pudel besser als ein temperamentvoller Dalmatiner.

Der Hund ist ein sehr abwechslungsreicher Geselle und der Halter sollte es daher auch sein. Die Tiere fixieren sich stark auf ihre Bezugsperson, durch Erziehung und den täglichen Umgang kann das Herrchen die Beziehung beeinflussen und formen. Wie auch unter Menschen gibt es Pärchen, die sehr gut harmonisieren, aber auch den umgekehrten Fall. Es ist wichtig, dass Tier und Mensch vom ganzen Lebens-Tempo her zueinander passen.



Katzen haben ihren eigenen Willen

Was zeichnet den Katzenmenschen aus?

Eine Katze sucht sich ihren Menschen aus und nicht umgekehrt. Daher ist auch das erste Treffen besonders wichtig. Bereits hier zeigt sich oft, ob eine Beziehung zwischen Mensch und Tier überhaupt möglich ist.

Katzen verfügen wie Hunde über eine ausgeprägte Körpersprache. Allerdings unterscheiden sich die Kommunikationsweisen stark von einander. Katzen sind sehr unabhängig, was dem Halter schon oft den spaßhaften Namen "Dosenöffner" eingebracht hat. Viele Tiere kommen wirklich nur nach Hause, um sich Futter oder selten auch eine Streicheleinheit abzuholen. Diese Tiere bezeichnet man als Freigänger.

Neben diesen unabhängigen Tieren gibt es aber auch noch Wohnungskatzen. Sie meistens sind deutlich zahmer. Manche Tiere begrüßen ihr Frauchen sogar an der Tür, so wie man es sonst eher von Hunden kennt. Wenn der Halter oft abwesend ist, dann sollte er über ein zweites Tier als Gesellschaft nachdenken.



Ein süßer Piepmatz für alle, die gerne einen Vogel hätten...

Zu welchem Menschentyp passt ein Ziervogel?

In der Regel leben besonders ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, gerne mit Vögeln zusammen. Die Tiere machen viele Geräusche, sie zwitschern, pfeifen und flöten und manche lernen sogar, die menschliche Sprache nachzuahmen. Außerdem erfordert die Pflege keinen besonderen Körpereinsatz.

Zwischen Mensch und Vogel kann sich eine erstaunlich enge Beziehung aufbauen. Dafür braucht man allerdings sehr viel Geduld. Am besten lässt der Halter das Tier täglich frei fliegen und wartet dann ruhig ab, bis es sich von alleine das erste Mal auf seinen Finger oder die Schulter setzt.

Die meisten Vögel sollte man übrigens nicht einzeln halten, es handelt sich um Schwarmtiere und diese brauchen Gesellschaft. Das gilt für den Wellensittich, genauso wie für den Papagei. Grade diese Vögel sieht man häufig alleine in einem Käfig sitzen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Tiere sehr teuer sind.



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Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 15.04.2010, aktualisiert am 18.08.2010
Bildnachweis: Fotolia/Kristian Sekulic/2010, LiquidLibrary/ DynamicGraphics, Thinkstock/Goodshot, iStock/WebSubstance

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