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Mentales Training

Zusammenfassung:
Das Mentale Training nimmt sich zum Ziel, die Realität in Abhängigkeit von den eigenen Wünschen "mental" neu zu erschaffen. Durch entsprechendes Training sollen bestehende Gedankenabläufe und Vorstellungen bewusst beeinflusst und verändert werden. Das Ziel des Mentalen Training ist letztlich das positive Denken.

Anwendung

Das mentale Training kann in allen Lebensbereichen angewandt werden, und wenn kein aktuelles Ziel erreicht werden muss, kann es dazu hilfreich sein, alte Probleme zu lösen oder Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Das mentale Training kann in seinen einfachsten Formen etwa ab dem 12. Lebensjahr erfahren und miterlebt werden. Wer damit arbeiten will, kann es bewusst und zielgerichtet für sein Leben einsetzen und es zum Beispiel in Alltags- oder Trainingssituationen umsetzen. Das mentale Training wird meist in mehrtägigen Seminarveranstaltungen vermittelt, wobei zuerst das Basiswissen erarbeitet wird, welches dann in weiteren Seminaren nach Wunsch des Einzelnen optimiert und intensiviert werden kann.

Geschichtlicher Überblick

Das mentale Training hat sich erst in den letzten Jahrzehnten verbreitet. Ursprünglich wurde die Technik des mentalen Trainings im Sport eingesetzt. Sportler stellten sich bereits vor dem Wettkampf mental auf das Ereignis ein. Die Erfolge des Mentalen Trainings im Sport erklären sich vor allem aus der Tatsache, dass auch bei nur vorgestellten Bewegungsabläufen, die an der Bewegung beteiligten Gehirnareale und Muskelpartien aktiviert (und somit trainiert werden). Nach seiner Verbreitung wird das Mentale Training beim Stressabbau, aber auch bei der Umsetzung von Zielen jeglicher Art im beruflichen und privaten Bereich angewandt.

Theorie und Technik

Die grundsätzliche Theorie des mentalen Trainings besteht darin, dass der Mensch sich seine eigene Realität, mit Hilfe seiner Gedanken und Vorstellungen, selbst konstruiert und diese Gedanken ausschlaggebend für die Gestaltung des Lebens und die Umsetzung der Ziele und Wünsche sind. Wenn Gedanken aber lediglich in negativer Form eingesetzt werden, sind sie letztendlich mitverantwortlich für körperliche Beschwerden und Krankheiten. Gesundheit basiert auch auf geistiger Kraft und Energie, welche uns im Idealfall positiv beeinflussen sollte. Durch die mentale Arbeit sollen "Negativfallen" vermieden werden. Gedanken und Gefühle wirken als biochemische Auslöser auf das menschliche "Heilungssystem". Sie können fördern oder belasten, heilen oder eine Heilung verhindern (Heilungskraft der Psyche). Außerdem kann die Kraft der Gedanken bei der Erreichung von Zielen sehr förderlich sein, wenn bewusst und zielgerichtet auf das Ergebnis hingearbeitet wird. Durch die Erzeugung von inneren Bildern oder das bewusste Einlassen auf positive Gedanken soll man innerlich gestärkt werden. Das mentale Training soll den Menschen auch gegenüber negativen Gedanken seitens der Umwelt, zum Beispiel bei Kollektivängsten, bestärken. Negativen Gedanken, die mit Erlebnissen der Vergangenheit zusammenhängen, werden oft von alten "Programmen" in unserem Gehirn geleitet. Deswegen ist es entscheidend, sich durch Suggestion und inspirierende Worte zu positiven Gedanken und Ideen hinzuleiten bzw. sich selbst "umzuprogrammieren". Es ist wichtig, sich in seinem Denken auf das zu konzentrieren, was man wirklich will, um nicht durch negative Gedanken das Unerwünschte unbewusst "heraufzubeschwören".
Letzte Aktualisierung:
19.05.2004 (Patricia Herzberger)
Autor:
Dr. Walter Hoffmann
Experten für die Seite:
Dr. Walter Hoffmann (Psychologie, Psychotherapie)
Dr. Bettina Reiter (Psychiatrie, Psychotherapie) 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.

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