Zusammenfassung:
Eine Lymphdrainage wird immer als äußerst angenehm empfunden, weil sie im Wesentlichen eine sehr sanfte, rhythmische Technik ist. Mit an- und abschwellenden Pumpbewegungen werden Lymphabflussbahnen freigemacht und so eine Entstauung des Gewebes erreicht. Mit der Lymphdrainage können sekundäre und primäre Lymphödeme behandelt werden, sowie Schwellungen verschiedener Ursachen (Zerrungen, Verstauchungen, und so weiter); Migräne oder andere neurovegetative Syndrome.
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| Nicht angewandt werden darf die Lymphdrainage bei akuten Infekten, da es dabei zu einer bakteriellen Streuung im Körper kommen könnte, bei Asthma bronchiale, akuten Ekzemen im Ödemgebiet oder bei Thrombosen. Die Griffe bei der Lymphdrainage-Behandlung orientieren sich an dem Verlauf von Lymphgefäßen in Abflussrichtung. In bestimmter Abfolge werden einzelne Körperregionen behandelt: Zuerst Regionen, die den Lymphgefäßmündungen am rechten und linken Venenwinkel naheliegen, danach die entfernteren. Die leichte Drucksteigerung im Gewebe begünstigt die Aufnahme von Gewebsflüssigkeit über die Initialgefäße in den Lymphbahnen. Nach der Entstauung wird die Extremität mit Kompressionsbandagen behandelt. Dabei wird ein Baumwollschlauchverband auf die Haut angelegt. Die Kompression erfolgt mittels elastischer Kurzzugbinden. Zur Förderung des Lymphrückflusses sind begleitende Bewegungsübungen unter Kompression dringend empfohlen. | ||||||||||||||
Basisgriffe der Lymphdrainage | ||||||||||||||
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Behandlungsbeispiel: Ödeme im Hals- und Gesichtsbereich Die Behandlung wird mit einem Durchbewegen des Schultergürtels eingeleitet. "Stehende Kreise" über der seitlichen Halslymphknotenkette, entlang der so genannten Linea nuchea, sowie vor und hinter dem Ohr folgen. Darauf folgt die Behandlung der unter dem Unterkiefer liegenden Lymphknoten und des Gesichts; von dort erfolgt der Schub immer in Richtung zu den oberen Halslymphknoten. | ||||||||||||||
Anwendungsformen | ||||||||||||||
| Apparative Lymphdrainage: An den Extremitäten kann eine ähnliche Wirkung wie bei der manuellen Lymphdrainage durch eine rhythmische Kompressionsbehandlung mit gekammerten aufblasbaren Strümpfen erreicht werden. Wesentlich ist die Vor- und Nachbehandlung des Lymphflussgebietes mittels MC. | ||||||||||||||
| Letzte Aktualisierung: 14.03.2007 (Patricia Herzberger) |
| Autor: Norbert Regitnig-Tillian |
| Experten für diese Seite: Univ. Prof. Dr. med. Michael Quittan (Physikalische Medizin) |
Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 16.09.2009
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