Belastung beim Sport:
So trainieren Sie nach Puls

Wenn Sie Ihren Puls überwachen, finden Sie das richtige Maß beim Sport

Pulsuhr
Mit Zeige- und Mittelfinger lässt sich ganz einfach der Puls berechnen

„Achten Sie auf Ihren Puls und Sie laufen kaum Gefahr, Herz und Kreislauf beim Sport zu überlasten“, sagt der Diplom-Sportlehrer Clemens Sandscheper. „Das gilt besonders für Ausdauersportarten wie Joggen, Rad fahren oder Skilanglauf, aber auch für Aerobic im Fitness-Studio“, erklärt der Trainer an einem privaten Sportinstitut in Köln.

Nur auf den Puls ist Verlass

 

Der Puls – Fachleute sagen Herzfrequenz – gibt an, wie hoch die Belastung von Herz und Kreislauf ist. Der Puls wird an Körperstellen gefühlt, an denen eine Arterie unter der Haut verläuft, also zum Beispiel am Handgelenk oder am Hals.

 

Den Puls können Sie ganz einfach messen: Einfach Zeige- und Mittelfinger leicht auflegen. Dann nehmen Sie am besten eine Stoppuhr zur Hand. 15 Sekunden lang zählen Sie die Pulswellen. Das mit vier multipliziert und schon haben Sie Ihren Puls.

Formel für den richtigen Trainingspuls

 

Um den richtigen Trainingspuls herauszufinden, empfehlen Sportwissenschaftler eine einfache Formel: 180 minus Lebensalter (plus oder minus zehn Schläge können Sie noch tolerieren). Für einen 50-Jährigen sollte der Puls also zwischen 120 und 140 Schlägen pro Minute liegen. Noch genauer kann der richtige Trainingsbereich mit einem Belastungs-EKG beim Arzt bestimmt werden. Zwischen 65 bis 75 Prozent des dort maximal erreichten Pulses liegt die richtige Herzfrequenz beim Sport. Anfänger sollten sich am niedrigen, Fortgeschrittene am höheren Wert orientieren.

Pulsmessgeräte

 

Alternativ können Sie Ihren Puls auch mit einem Pulsmessgerät messen. Das ist besonders für Anfänger sinnvoll, da vielen noch das Körpergefühl für das Laufen fehlt und sie sich überschätzen.

 

Von einem Brustgurt werden die Daten per Funk an eine spezielle Pulsuhr am Handgelenk übertragen. Die Geräte gibt es in den verschiedensten Varianten: mit Stoppuhr, Warnton bei Erreichen der eingestellten Pulsober- und Untergrenzen, Datenspeicher und sogar mit Zähler für den Kalorienverbrauch. Die Preise sind dementsprechend breit gefächert, von zirka 30 bis weit über 300 Euro.


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