Sodbrennen droht: Nicht zu viel und nicht zu fett essen. Manchmal lindert ein Glas Milch den Schmerz
Menschen, die gerne viel und sehr fett essen, haben häufiger mit Sodbrennen zu tun. Fette werden langsamer verdaut. Der Magen entleert sich verzögert. Ein Hormon, das die Magenbewegungen hemmt, scheint dabei Einfluss zu haben. Der längere Aufenthalt des Speisebreis begünstigt den Rückfluss in die Speiseröhre und damit Sodbrennen. Süßes, Alkohol und Kaffee, übrigens auch Schokolade, regen zudem die Säurebildung im Magen an und lassen teilweise auch den Speiseröhrenschließmuskel schlaffer werden.
Ist der Magen zu voll, besteht ein erhöhter Druck, der wiederum zum Rückfluss führt. Auch wenn das Essen zu hastig hinuntergeschlungen wird, erschwert das die Weiterleitung der Nahrung im oberen Abschnitt des Verdauungstrakts. Zu enge Kleidung drückt den Mageninhalt wieder nach oben, der Speiseröhrenschließmuskel kann diesem Druck von unten oft nicht standhalten.
Die Säurebildung im Magen kann zudem durch seelische Anspannung und Stress angeregt werden. Das vegetative Nervensystem ist hier entsprechend aktiv. Bestimmte Substanzen, vor allem Nikotin, beeinflussen die Muskelspannung. Der Speiseröhrenschließmuskel wird unter der Wirkung des Nervengifts schlaffer.
Eine wichtige Rolle spielt auch Übergewicht. Wer zu viel auf die Waage bringt, hat häufiger Probleme mit Sodbrennen. Zu einer fettreichen, eher üppigen Ernährung kommt der erhöhte Druck auf den Magen, so dass leichter Speisebrei wieder zurück in die Speiseröhre fließt. Zu wenig Bewegung trägt ihr übriges dazu bei, dass die Muskeltätigkeit vieler Körperorgane träge wird.
Was hilft
In der Schwangerschaft: Auch hier helfen alle diese Tipps. Insbesondere Alkohol ist tabu. Falls die Beschwerden hartnäckig sind, können vorübergehend säurebindende Mittel (Antazida) eingenommen werden.
Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de;
30.09.2009, aktualisiert am 30.01.2012
Bildnachweis: iStock/fstop123
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