Zu den Medikamenten, die einen Reflux fördern können, gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Mittel wie Kalziumantagonisten und Nitropräparate, Theophyllin und andere Asthmamittel sowie Anticholinergika, die auf die Kontraktionsfähigkeit bestimmter Muskeln wirken und bei Inkontinenzbeschwerden hilfreich sein können.
Ebenso kommen einige Psychopharmaka infrage, Medikamente, die Pfefferminzöl enthalten, oder auch Verhütungsmittel.
Einige Rheumamittel, die zu den nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) gehören, und Schmerzmittel wie Azetylsalizylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac bewirken eine verstärkte Säureproduktion im Magen. Unsachgemäße Einnahme von Bisphosphonaten, Wirkstoffen gegen Osteoporose, geht mit erhöhter Gefahr von Entzündungen und Geschwüren der Speiseröhre einher.
Wenn Sie vermuten, dass das Sodbrennen mit einem Medikament zusammenhängt, das Sie einnehmen, setzen Sie das Medikament nicht einfach von selbst ab, sondern beraten Sie sich mit Ihrem Arzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwa durch die Wahl eines anderen Mittels oder die Kombination mehrerer Wirkstoffe, den Beschwerden entgegenzuwirken.
Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de;
30.09.2009, aktualisiert am 30.01.2012
Bildnachweis: StockDisc/RYF
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