Was Männer vor Impotenz schützt

Mit fortschreitendem Alter leiden viele Männer unter einer Erektionsschwäche. Einer Studie zufolge können Bewegung und Ernährung das Risiko senken

von Dr. med. Roland Mühlbauer, aktualisiert am 14.01.2016

Lustvoll genießen: Kann das richtige Essen gegen Impotenz helfen?

Getty Images/ Fuse

Hin und wieder keine ausreichende Erektion zu bekommen, hat noch keinen Krankheitswert. Aber eine schwindende Standhaftigkeit ist gerade bei älteren Männern ein häufiges Problem, das die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Außerdem können solche Störungen auch Vorbote eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls sein, weil oftmals eine Schädigung von Blutgefäßen die Ursache ist. Ärzte sprechen von einer erektilen Dysfunktion, wenn ein Mann in zwei Dritteln der Fälle keine ausreichende Erektion für den Geschlechtsverkehr aufrecht erhalten kann.

Lebensstil beeinflusst das Risiko

Ein Lebensstil, der die Gefäße schont, kann die Gefahr senken, dass eine Erektionsstörung auftritt. Dass Rauchen impotent macht, ist schon so lange bekannt, dass es auf Zigarettenpackungen abgedruckt wird. Nun weist eine Studie der University of East Anglia, die im American Journal of Clinical Nutrition erschienen ist, auf weitere Faktoren hin.


50.000 Männer wurden über mehrere Jahre beobachtet. Über ein Drittel davon erkrankte im Lauf der Studie an einer erektilen Dysfunktion. Männer, die mehrmals in der Woche Nahrungsmittel zu sich nahmen, die reich an bestimmten Flavonoiden sind, erkrankten jedoch um zehn Prozent weniger häufig. Und die Gruppe der Männer, die sich so ernährte und auch noch regelmäßig bewegte, hatte sogar ein um 21 Prozent verringertes Risiko.

Günstige Flavonoide aus Pflanzen

"Flavonoide kommen in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie Obst, Gemüse, Tee, Kräuter und Wein", erklärt Professorin Aedin Cassidy, die die Studie geleitet hat. Vor allem Flavonoide, die zum Beispiel in Zitrusfrüchten, Äpfeln, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Radieschen zu finden sind, wirken sich anscheinend positiv aus.

Weitere mögliche Einflussfaktoren wie Körpergewicht, körperliche Aktivität, Koffeinkonsum und Rauchen wurden bei der Berechnung der Risiken berücksichtigt. Es nahmen auch nur Männer an der Studie teil, die sonst in einem guten Gesundheitszustand waren.



Bildnachweis: Getty Images/ Fuse, Corbis/Creative/Photo Alto

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren »

Spezials zum Thema

Paar liegt im Bett und kuschelt

Sexualität: Lust auf die Liebe

Sex gilt als die schönste Nebensache der Welt. Die meisten Paare diskutieren offen über wichtige Themen wie Verhütung, Kinderwunsch, Orgasmus und Potenz »

Haben Sie schon einmal Blut gespendet?

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages