Spätestens ab der dritten Fehlgeburt ist medizinische Ursachenforschung angesagt, um die behandelbaren Störungen möglichst auszuschalten
Viele Frauen haben natürlicherweise neben der Geburt gesunder Kinder auch Fehlgeburten (Aborte), meist in frühen Schwangerschaftsphasen, erlebt. Bei drei Fehlgeburten in Folge ist in der medizinischen Fachsprache von habituellen Aborten die Rede, die dann Anlass zu einer Abklärung geben.
Die häufigsten Ursachen sind (und sollten deshalb zur Vermeidung auch abgeklärt werden):
- Fehlbildungen der Gebärmutter, vor allem der Scheidewand in der Gebärmutter (ein sogenanntes Septum); hier ist eine Gebärmutterspiegelung (Fachbegriff: Hysteroskopie) notwendig.
- Genetische Ursachen der Eizelle; es ist darauf hinzuweisen, dass eine Chromosomenuntersuchung (Anm. d. Red.: Chromosomen enthalten das Erbgut) bei der betroffenen Frau selbst normal ausfallen kann, die Eizellen aufgrund ihres Alters aber dennoch genetisch auffällig sein können.
- Immunologische Ursachen: Es sollte über eine Blutentnahme untersucht werden, ob im weiblichen Organismus eine Neigung zur Abstoßung väterlichen Gewebes vorliegt.
- Eine Gelbkörperhormonschwäche (siehe auch die Frage: "Was ist eine Gelbkörperschwäche?" aus der "Experten-Sprechstunde Schwangerschaft...") kann ebenfalls eine Rolle spielen.
Prof. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Prof. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de;
23.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
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